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Presseschau: 1. FC Köln setzt dank „überragendem Kapitän“ ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf

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Von: Mick Oberbusch

Friedhelm Funkel gibt Jonas Hector vom 1. FC Köln Anweisungen am Spielfeldrand im Rheinenergie-Stadion
Jonas Hector wurde von Friedhelm Funkel in der zweiten Halbzeit gegen RB Leipzig offensiver eingesetzt – mit Erfolg. © Christopher Neundorf/Guido Kirchner/Imago

Der 1. FC Köln hat im Abstiegskampf mit dem 2:1 gegen RB Leipzig einen extrem wichtigen Sieg gefeiert. Darüber waren sich auch Beobachter der Partie nach Schlusspfiff einig.

Köln – Mit dem Rücken zur Wand scheint der 1. FC Köln auch unter Neu-Trainer Friedhelm Funkel die besten Leistungen abzurufen. Dank eines fast schon sensationellen 2:1-Sieges gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig haben die Geißböcke im Abstiegskampf neuen Mut geschöpft. Obwohl man noch immer auf Tabellenplatz 17 steht, der am Saisonende den Gang in die zweite Liga bedeuten würde, konnte man den Abstand zum rettenden Ufer verringern. Zumindest bis am heutigen Mittwochabend Konkurrent Mainz in Bielefeld antritt und Hertha BSC Berlin aus seiner Corona-Pause zurückkehrt.

„Kölner kämpften, bissen, liefen und spielten sich in die Partie“ – Geißblog Köln

Nach einem erfolgreichen Abend hatte es zu Beginn nicht ausgesehen, wie etwa der Geißblog Köln anmerkt. „In den ersten zehn Minuten hatte man Furchtbares für den 1. FC Köln befürchten müssen. Leipzig hatte praktisch 100 Prozent Ballbesitz, die Geißböcke kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe, zwei Chancen ließ RB liegen, es schien ein Bundesligist gegen einen Regionalligisten zu spielen. Doch dann kämpften, bissen, liefen und spielten sich die Kölner in die Partie“, erklärt der FC-Blog, der Doppelpacker und Kapitän Jonas Hector ein überragendes Zeugnis ausstellt. „Wie sich Jonas Hector als Notfall-Mittelstürmer dem bulligen Dayot Upamecano stellte, wie Sebastiaan Bornauw Alexander Sörloth in die Schranken wies, wie die gesamte Mannschaft taktisch diszipliniert die Leipziger wegverteidigte, war aller Ehren wert. Als dann der Schlusspfiff ertönte, fiel eine Last von Spielern und Verantwortlichen ab.“

„Drei wichtige Punkte dank ordentlich Glück in der Schlussphase“ – Effzeh.com

Auch Effzeh.com sprach von einem extrem wichtigen Dreier im Kampf um die Ligazugehörigkeit. „Der 1. FC Köln hat überraschend zurück in die Erfolgsspur gefunden: Gegen den Tabellenzweiten Leipzig siegten die kämpferisch überzeugenden “Geißböcke” mit 2:1 (0:0). Umjubelter Held beim FC war Kapitän Jonas Hector, der der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel mit seinem Doppelpack (46./60.) die eminent wichtigen drei Punkte sicherte. Für die Gäste war der zwischenzeitliche Ausgleich von Amadou Haidara (59.) zu wenig für Zählbares.“ Allerdings habe man besonders in der Schlussphase auch ordentlich Glück gehabt, als RB-Stürmer Justin Kluivert zwei Top-Chancen ausließ. „Kurz vor Schluss hielten alle, die es mit dem 1. FC Köln halten, nochmals den Atem an. Kluiverts Abschluss ging allerdings an den Pfosten des Kölner Kastens – die Führung hatte Bestand und blieb bis zum Abpfiff bestehen. Der lautstarke Jubel im Müngersdorfer Stadion zeugte davon, wie wichtig dieser Erfolg für die “Geißböcke” war.“

Express lobt Funkel-Kniff und erklärt Jonas Hector nach Doppelpack zum „Fußballgott“

Der Express geht sogar noch etwas weiter und adelt Jonas Hector mit dem Titel „Fußballgott“. „Der FC brauchte ein Wunder, um den Glauben an den Klassenerhalt zurückzubekommen. Und dieses Wunder brachte „Fußballgott“ Jonas Hector. Der FC-Kapitän war gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig beim 2:1 (0:0) mit seinem Doppelpack der Matchwinner. „Es ist schön, dass wir mal jubeln dürfen. Das tut uns für die nächsten Wochen gut“, freute sich Hector nach dem Sieg am Dienstagabend (20. April 2021).“ Dabei lobte die Zeitung vor allem den taktischen Schachzug Funkels, den Kapitän offensiver aufzustellen. „Noch vor dem Gang in die Halbzeitpause sprach der Kapitän lange mit Funkel. Ob da der Plan geschaffen wurde, ihn noch weiter nach vorne zu rücken? Das geschah nämlich gleich nach dem Wechsel: Der FC attackierte mit Hector auf der Zehn früh, gewann die Bälle wie in diesem Fall durch den starken Ellyes Skhiri und plötzlich schlug Jannes Horn eine mustergültige Flanke, Hector wartete am langen Pfosten und drückte den Ball 56 Sekunden nach Wiederanpfiff zur umjubelten FC-Führung in die Maschen.“

„Mit Leidenschaft das knappe Ergebnis verteidigt“ – Kölner Stadt-Anzeiger

Dem Kölner Stadt-Anzeiger imponierte vor allem, dass der 1. FC Köln nach dem Gegentor von Leipzig-MIttelfeldspieler Amadou Haidara nicht wie zuletzt gewohnt „auseinanderfiel“, sondern gleich mit einem eigenen Treffer antworten konnte. „Viele dachten, die Partie würde ihren gewohnten Gang gehen, doch Hector machte da nicht mit. Der unermüdliche Antreiber brachte seine Kölner nur 98 Sekunden später erneut in Führung: Nach einem Doppelpass mit Duda, der mit der Hacke zurückspielte, traf der Ex-Nationalspieler aus rund 13 Metern zur Führung“, so der KSTA. „Das gab den Platzherren noch mehr Auftrieb, sie verteidigten mit Leidenschaft das knappe Ergebnis. Und hatten diesmal endlich das Glück, dass sie in der Nachspielzeit nicht wieder um den Lohn ihr Leistung gebracht wurden. Danach war rund um das Stadion sogar ein kleiner Autokorso zu hören, es war schließlich der erste FC-Sieg nach neun vergeblichen Versuchen. Und den feierten einige Fans gerade noch rechtzeitig vor der Ausgangssperre.“ Ein extrem wichtiger Sieg also, die Freude darüber dürfte allerdings nicht allzu lang anhalten. Denn am Freitag ist in Augsburg gleich das nächste Endspiel angesagt. (mo)

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