Dank Defensivarbeit

Trotzreaktion nach Derby-Fiasko: 1. FC Köln gelingt überraschender Punktgewinn gegen RB Leipzig

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Als erstes Bundesliga-Team dieser Saison entführt der 1. FC Köln einen Punkt aus Leipzig.
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Dank einer starken Abwehrleistung entführt der 1. FC Köln einen Punkt aus Leipzig und feiert einen versöhnlichen Abschluss des Bundesliga-Jahres.

  • Der 1. FC Köln beendet mit einem 0:0-Unentschieden bei RB Leipzig das Bundesliga-Jahr mit Erfolg
  • Dank der bombenfesten Defensivarbeit gelang die Überraschung – Zwei Rückkehrer und Horn überragten
  • Der FC bestätigte damit seinen Aufwärtstrend – im DFB-Pokal wartet nun noch der VfL Osnabrück

Köln/Leipzig – Dass die englische Woche für den 1. FC Köln nicht leicht werden würde, war klar. Doch nach dem 0:4-Debakel im Rhein-Derby drohte sie gar katastrophal auszufallen. Denn ohne große Verschnaufpause wartete am Samstag beim Auswärtsspiel in Leipzig nicht nur die nächste Offensivmacht, sondern auch das beste Heimteam der Liga. Doch wider Erwarten gelang es dem Effzeh dank einer deutlich stabilisierten Defensive den Angriffen von RB Leipzig standzuhalten und somit als bisher erste Mannschaft etwas Zählbares mitzunehmen. Mit dem torlosen Unentschieden beenden die Geißböcke erfolgreich ihr Bundesliga-Jahr 2020.

Markus Gisdol lernt aus Fehlern und stellt um – Leipzig kann FC-Abwehr nicht knacken

Die auffälligste Änderung vor Spielbeginn war die Rückkehr des 1. FC Köln zur Viererkette. Nach dem Debakel gegen Bayer 04 Leverkusen entschied sich Cheftrainer Markus Gisdol gegen RB Leipzig berechtigterweise für eine andere taktische Aufstellung. Gegen die Sachsen kam dem FC der Wechsel im System von Anfang an deutlich zu Gute. So brachte die zuvor genutzte Dreier- bzw. Fünferkette zwar viel Flexibilität ins Spiel der Kölner, doch gegen deutlich bessere Teams wie Bayer 04 oder nun eben Leipzig war dieses bereits zu vorhersehbar.

RB Leipzig war wie erwartet spielerisch dennoch deutlich überlegen und kam gerade in der ersten Halbzeit zu einigen guten Chancen. Doch die Roten Bullen scheiterten in letzter Konsequenz immer an der wirklich gut sortierten Defensive des 1. FC Köln. Nach der Pause gab es für die anschließend ideenlosen Leipziger kein Durchdringen – die Abwehr des FC stand bombenfest.

1. FC Köln: Rückkehrer machen den Unterschied – Timo Horn weiterhin starker Rückhalt

Neben der Umstellung hatten vor allem zwei Rückkehrer einen großen Einfluss auf den Erfolg in Leipzig. Nach seiner Gelb-Rotsperre kehrte Ondrej Duda ins Sturmzentrum zurück und kam viel besser klar als der zuletzt sehr unbeholfene Sebastian Andersson. So überzeugte der Slowake mit starker Laufleistung und frühem Stören des Leipziger Angriffspiels.

Doch noch viel wichtiger war die überragende Leistung von Abwehrspieler Jorge Meré. Der Spanier legte nach seinem kurzem Ausfall erneut ein bemerkenswertes Comeback hin, war Dreh- und Angelpunkt im Abwehrspiel des 1. FC Köln. Sein gutes Stellungsspiel ließ den Offensivspielern der Sachsen kaum Chancen zum Durchdringen. Darüber hinaus warf er sich in einer höchst heiklen Situation in den Schuss eines Gegners und verhinderte damit auch das möglicherweise entscheidende Tor.

Ansonsten lieferte Stammkeeper Timo Horn mal wieder eine unglaublich starke Partie ab. Hielt den FC mit mehreren Paraden im Spiel und war somit genau der aus den letzten Wochen gewohnte Rückhalt für die Kölner. Dafür wurde er erneut mit der Auszeichnung des „Spieler des Spiels“ belohnt.

1. FC Köln: Versöhnliches Ende des Bundesliga-Jahres – im DFB-Pokal wartet die letzte Aufgabe für 2020

Dank der unerwarteten Aufholjagd der letzten Wochen kann der 1. FC Köln doch zufrieden und versöhnlich mit dem Bundesliga-Jahr abschließen. In den vergangenen Wochen zeigte sich ein deutlicher Aufwärtstrend, der mit vielen Punkten gegen zum größten Teil deutlich überlegenere Teams belohnt wurde. Doch Abhaken sollte der FC das Fußballjahr damit noch nicht, denn bereits morgen wartet mit dem VfL Osnabrück im DFB-Pokal noch die allerletzte Aufgabe in 2020. Trotz der Favoritenrolle, sollte man den Zweitligisten aber nicht unterschätzen, denn wie jeder weiß, hat der Pokal immer noch seine eigenen Regeln. (os)

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