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1. FC Köln: Keine Zuschauer in der Relegation gegen Kiel

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Von: Oliver Schmitz

1.FC Köln vs. Eintracht Frankfurt, 4. Spieltag, 18.10.20, 15.30 Uhr: Fans auf der Osttribüne des RheinEnergie-Stadions
Womöglich könnte der 1. FC Köln diese Saison doch noch Zuschauer im heimischen Stadion empfangen. © IMAGO/Herbert Bucco

Die Hoffnung auf Zuschauer im Relegations-Hinspiel des 1. FC Köln gegen Holstein Kiel am Mittwoch hat sich zerschlagen. Die Stadt erteilt dem Verein keine Sondergenehmigung.

Update vom 25. Mai, 6:10 Uhr: Fußball-Bundesligist 1. FC Köln muss im Relegations-Hinspiel am Mittwoch gegen Holstein Kiel (18.30 Uhr/DAZN) ohne Fans auskommen. „Es gab einen sehr guten Austausch mit der Stadt Köln und unserem Gesundheitsamt. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ausdrücklich für die Unterstützung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Stadtdirektorin Andrea Blome bedanken. Da die Inzidenz nicht permanent unter 100 lag, greift nach wie vor die Bundesnotbremse. Das akzeptieren wir“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle dem Express und dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Zuvor hatte ein Vorstoß des Kölner CDU-Partei- und Fraktionschefs Bernd Petelkau den FC auf Zuschauer hoffen lassen. Weil der Wert nur an einzelnen Tagen knapp über 100 lag, war eine Ausnahmegenehmigung angedacht worden. „Die Inzidenzzahlen in Köln sinken, auch wenn es einen Ausrutscher über 100 gab. Es wäre ungerecht, wenn ein Gegner von Zuschauern unterstützt werden könnte, der FC aber nicht“, hatte Petelkau, der auch Mitglied des Landtags ist, der Bild gesagt. Die Stadt profitiere davon, wenn der Verein erstklassig bleibe.

Der CDU-Politiker erklärte, mit Zuschauern im Stadion habe man „die Fans besser unter Kontrolle und könne so Ausschreitungen wie am Samstag besser verhindern“. Rund um das letzte Bundesliga-Spiel gegen Schalke war es zu Ausschreitungen vor dem Stadion gekommen. (dpa)

1. FC Köln: Relegation vor Zuschauern? Geißböcke hoffen auf Ausnahmeregel

Update vom 24. Mai, 14:41 Uhr: Am 26. Mai, 18:30 Uhr, geht es bei den Geißböcken um alles – erneut. Der 1. FC Köln spielt im Heimspiel die Bundesliga-Relegation gegen Holstein Kiel. Dabei könnten die Spieler im Stadion von den eigenen Fans unterstützt werden. Zumindest, wenn es nach dem CDU-Politiker aus Köln Bernd Petelkau geht. Der Kommunalpolitiker setzt sich gerade dafür ein, dass vor Zuschauern gespielt werden kann.

Das macht Hoffnung bei den Geißböcken. „Wir haben den Ball aufgenommen. Jetzt wird geprüft, ob es eine Ausnahmeregel geben könnte“, sagte Sportchef Horst Heldt am Montag: „Wir versuchen alles. Es würde uns guttun, wieder ein paar Zuschauer im Stadion zu haben. Und die Leute hätten es verdient, wieder ins Stadion zu kommen. Aber am Ende entscheidet das das Land, die Stadt muss sich daran halten.“

1. FC Köln: Relegation vor Zuschauern? Kölner CDU-Chef will Option prüfen

Erstmeldung vom 23. Mai: Köln – Mit dem 1:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 hat der 1. FC Köln den siebten Bundesliga-Abstieg fürs Erste verhindern können. Doch nun müssen die Geißböcke wenige Tage später in der Relegation erneut um den Klassenerhalt kämpfen. Eigentlich soll das Heimspiel dabei erneut ohne Zuschauer stattfinden, doch ein CDU-Politiker aus Köln plädiert nun für eine Ausnahme.

1. FC Köln: CDU-Politiker will nach Randalen die Zuschauer ins Stadion lassen – Corona-Regeln eigentlich klar

Wenn es nach Bernd Petelkau geht, dann spielt der 1. FC Köln im Heimspiel der Bundesliga-Relegation am Mittwoch (26. Mai, 18:30 Uhr) mit Publikum. „Ich möchte prüfen lassen, ob die Option besteht, dass beim Relegations-Heimspiel am Mittwoch eine Teilöffnung des Stadions für Zuschauer möglich ist, so wie wir das in anderen Bundesligastadien am Wochenende gesehen haben“, sagte der Kölner CDU-Chef dem Kölner Stadt-Anzeiger am Sonntag.

Für Petelkau würden Zuschauer im RheinEnergie-Stadion die Partie gegen Zweitligisten Holstein Kiel deutlich bereichern: „Selbst mit einer durchgängigen Maskenpflicht während des Spiels wäre das sicherlich eine ganz andere Atmosphäre als bei einem weiteren Geisterspiel ohne Zuschauer. Das erfordert natürlich eine hohe Disziplin der Fans“. Nach der Partie gegen Schalke 04 war es rund um das Müngersdorfer Stadion zu zahlreichen Randalen gekommen. Dabei wurden sogar einige Polizisten, Fans sowie ein Journalist verletzt. „Angesichts der Vorfälle nach dem Spiel am Samstag wird doch deutlich, dass es sinnvoller ist, wenn die Fans im Stadion sind und damit unter Kontrolle als draußen ohne Kontrolle“, so Petelkau.

Noch am Pfingstwochenende möchte der Politiker nun mit den Verantwortlichen Kontakt aufnehmen, um zu prüfen, ob die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW eine solche Teilöffnung erlaubt. Doch diese ist mehr als fraglich. Denn damit laut aktueller Verordnung Spotveranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 500 Zuschauern stattfinden dürften, muss zuvor die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgende Werktage unter 100 liegen. Jedoch lag der Wert am letzten Mittwoch (19. Mai) – dem eigentlichen Stichtag – in Köln bei 101,5, weshalb die Voraussetzung für das Spiel am Relegations-Heimspiel nicht erfüllt wäre.

1. FC Köln hofft weiterhin auf Publikum – Andere Profi-Vereine bereits mit tausenden Zuschauern

Aus dem erklärten Grund wurde dem FC gegen Schalke die Erlaubnis vor Publikum zu spielen bereits verwehrt. Doch der Verein möchte dennoch Nichts unversucht lassen, damit es am Mittwoch vielleicht doch noch klappt. „Sollte unser Relegations-Gegner sein Heimspiel vor Zuschauern austragen dürfen, fänden wir es im Sinne der Chancengleichheit gut, wenn uns dies ebenfalls möglich wäre“, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle der Kölnischen Rundschau. Doch die Entscheidung dafür muss auf jeden Fall schnell fallen. „Aus logistischen Gründen benötigen wir am Montag eine Entscheidung“, erklärte Wehrle anschließend.

Wie es gehen kann, haben bereits andere Profi-Vereine am Wochenende vorgemacht. Am letzten Bundesliga-Spieltag waren unter anderem bei der Partie Union Berlin gegen RB Leipzig ganze 2000 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei. Auch bei der Partie Bayern München gegen den FC Augsburg waren 250 Zuschauer anwesend. Bei den Spielen Hoffenheim gegen Hertha BSC und Bremen gegen Gladbach waren es immerhin 100.

Deutlich getoppt wird das alles von Drittligist Hansa Rostock, der vor ganzen 7500 Fans beim 1:1 gegen den VfB Lübeck im Ostseestadion die Rückkehr in die 2. Bundesliga feierte. Das letzte Heimspiel der Kölner was vor Publikum stattfand, war die Partie gegen Eintracht Frankfurt am 18. Oktober 2020. Damals waren immerhin 300 Fans erlaubt und somit wahrscheinlich 300 mehr als am Mittwoch. (os)

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