Ex-Kölner treffen

Rhein-Debakel statt Rhein-Derby: 1. FC Köln geht gegen Leverkusen unter und hat dennoch Grund zur Freude

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Jonas Hector konnte sein langerwartetes Comeback feiern – doch ein schönes war es nicht.
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Nach der Erfolgsserie der letzten Wochen musste der 1. FC Köln gegen Leverkusen eine herbe Niederlage hinnehmen. Immerhin eine Tatsache stimmt den FC positiv.

  • Der 1. FC Köln ging im heimischen RheinEnergie-Stadion gegen Bayer 04 Leverkusen baden
  • Während Leverkusen überragte, konnte der FC seine eigenen Schwächen nicht beseitigen
  • Nach langer Leidenszeit feierte FC-Kapitän Jonas Hector sein Comeback

Köln – Es war ein Abend zum Vergessen für den 1. FC Köln. Nach den vergangenen Bundesliga-Partien gingen die Geißböcke mit der leisen Hoffnung ins Rhein-Derby gegen Bayer 04 Leverkusen vielleicht doch etwas Zählbares mitnehmen zu können – aber daraus wurde nichts. Der Tabellenführer spielte die Nachbarn aus Köln mit einem verdienten 4:0 komplett an die Wand. Zu allem Überfluss waren zwei ehemalige FC-Spieler wesentlich an der Effzeh-Klatsche beteiligt. Doch ein langersehntes Comeback ließ bei den Kölnern immerhin ein bisschen Freude aufkommen.

1. FC Köln: Alles wie immer reichte nicht – Chaos droht wiederzukehren

Auf dem Papier waren die Vorzeichen für den FC vor der Partie gar nicht so schlecht. Doch ein genauerer Blick auf das letzte Spiel gegen Mainz 05 zeigte bereits, dass noch lange nicht alles perfekt lief. Die Kölner konnten ihre Schwächen aus diesem Spiel gegen Bayer 04 nicht ausmerzen – mehr noch konnten sie auch ihre eigenen Stärken nicht abrufen. In Summe führte das zu kompletter Überforderung, gerade bei der Anfangsoffensive der Leverkusener.

Im Laufe des Spiels stabilisierte sich der 1. FC Köln zwar etwas, doch sobald der Tabellenführer ernst machte, kamen die Geißböcke nicht mehr hinterher. Selbst nach den Erfolgen der letzten Wochen waren die Leverkusener für den FC aktuell noch definitiv ein, zwei Nummern zu groß. Gerade da der zuletzt treue Wegbegleiter Glück diesmal nicht helfen konnte und auch in Zukunft kein verlässlicher Faktor sein wird, muss der Effzeh an seiner Stabilität und Ordnung arbeiten.

Rhein-Derby: Leverkusen spielt Köln an die Wand – ehemalige FC-Spieler treffen gegen alte Liebe

Bayer 04 Leverkusen spielt eine wirklich herausragende Bundesliga-Saison und konnte sich erst vergangenes Wochenende über die erste Tabellenführung in sechs Jahren freuen. Gegen den 1. FC Köln nahm die Werkself den Schwung der letzten Wochen komplett mit und machte nicht den Fehler, den Gegner zu unterschätzen. So gaben die Leverkusener von Anfang an Vollgas und wurden dafür auch belohnt. Letztendlich reichten Bayer 04 im Grunde nur ganz wenige grandiose Minuten für den deutlichen Erfolg gegen die Rivalen aus Köln.

Aus Kölner Sicht besonders bitter ist der Fakt, dass gerade zwei ehemalige Spieler des Effzeh im Spiel hervorstachen. So erzielten sowohl Mitchell Weiser, als auch Shootingstar Florian Wirtz ein Tor gegen ihren Ex-Verein. Letzterer war tatsächlich erst im Januar nach Leverkusen gewechselt und zeigt seitdem mit gerade mal 17 Jahren überragende Leistungen.

1. Köln: Spiel zum Abhaken – FC muss Blick auf die positiven Dinge richten

Alles in allem trug nicht nur die überragende Leistung der Leverkusener, sondern vor allem auch die vielen Schwächen der Kölner einen großen Teil zum verdienten Endresultat bei. Für den 1. FC Köln gilt es nun das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken und aus den Köpfen den Spieler zu kriegen – gerade da bereits am Samstag mit RB Leipzig das nächste Spitzenteam wartet.

Man sollte sich nun lieber auf Positives konzentrieren. So feierte FC-Kapitän Jonas Hector mit seiner Einwechslung in der 65. Minute nach drei Monaten endlich sein Comeback und könnte bald wieder für die notwendige Stabilität sorgen. Zusätzlich kehrt auch Ondrej Duda nach seiner Gelb-Rot Sperre zurück und dürfte das Offensivspiel des Effzeh wieder sehr bereichern. Also auch wenn das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres absolut keine leichte Aufgabe wird, gibt es es für den 1. FC Köln doch Gründe optimistisch zu bleiben. (os)

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