Presseschau zum FC-Sieg

Nach wichtigem Dreier auf Schalke: „Wahnsinn auf Schalke“ und „FC-Dusel“

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Drin das Ding: Rafael Czichos traf in der ersten Halbzeit zum 1:0 für den 1. FC Köln.
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Der 1. FC Köln hat sich mit einem wichtigen 2:1-Erfolg beim FC Schalke vorerst von den direkten Abstiegsplätzen distanziert. Das sagt die Presse zum Last-Minute-Sieg.

  • Der 1. FC Köln hat gegen den FC Schalke 04 einen extrem wichtigen Sieg im Abstiegskampf geholt
  • Dank dem Sieg gegen Schalke hat der 1. FC Köln jetzt acht Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz
  • Die Presse spricht von einem „schmeichelhaften“, aber „extrem wichtigen“ Erfolg

Köln – Nach einem zuletzt blutleeren Auftritt in Freiburg und einer offensiv enttäuschenden Nullnummer gegen Hertha BSC ist dem 1. FC Köln gegen Schalke 04 ein extrem wichtiger Dreier im Abstiegskampf geglückt. Klar, dass sich die Kölner Presse – wie wohl jeder FC-Fan – nach dem möglichen Befreiungsschlag in der Veltins-Arena erleichtert zeigt. Bei den Königsblauen hingegen ist Frust angesagt. Die Pressestimmen zur Partie.

1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 – Kölner Stadt-Anzeiger spricht von schmeichelhaftem Erfolg

Für den Kölner Stadt-Anzeiger war der Sieg auf Schalke durchaus schmeichelhaft, dürfte Mannschaft und Trainer nun aber erstmal Ruhe verschafft haben. „Durch den schmeichelhaften 2:1-Erfolg im Kellerduell können die Kölner und auch ihr angezählter Trainer erst einmal aufatmen. Sie trafen nach 516 torlosen Minuten mal wieder und haben die Hausherren auf acht Punkte distanziert. Auf die Schalker muss man dagegen schon mal den Nachruf vorbereiten. Wer ein solches Spiel nicht gewinnt, der ist wohl nicht mehr zu retten.

Auch merkt die Zeitung an, dass der Erfolg besonders in der zweiten Spielhälfte so richtig auf Messers Schneide stand. „Über eine halbe Stunde lang hatten die Königsblauen zuvor mit aller Macht auf den Siegtreffer gedrängt. Der FC hatte nach einer guten Phase den Faden komplett verloren, hing in den Seilen. Aber er fiel nicht. Und schlug in der Nachspielzeit brutal zurück.“

Nach Last-Minute-Erfolg des 1. FC Köln auf Schalke: Hat Markus Gisdol seinen Job gerettet?

Der Express vermutet, Markus Gisdol habe sich mit dem Spiel möglicherweise seinen Job gerettet. „Der FC musste bis in die Nachspielzeit um den dritten Saisonsieg zittern. Da avancierte der eingewechselte Jan Thielmann mit seinem Last-Minute-Treffer zum Matchwinner und sorgte für pure Erleichterung“, so die Zeitung. „Wie viel Last von den Schultern der FC-Verantwortlichen abfiel, zeigte Markus Gisdols (51) ekstatischer Vollsprint an die Eckfahne nach Thielmanns Schuss ins Glück. Der Köln-Coach stand gewaltig unter Druck.“ Auch die Endstände auf den anderen Plätzen hatten dem FC in die Karten gespielt. „Da Mainz bereits am Dienstagabend 0:2 gegen Wolfsburg verloren hatte, distanzierte der FC (mit nun 15 Punkten) sowohl Schalke als auch den FSV auf acht Zähler. Das ist erst mal ein beruhigendes Polster auf die direkten Abstiegsplätze.“

Geissblog.Koeln freut sich über „Wahnsinn auf Schalke“ – und kritisiert Markus Gisdol

Der Geissblog Köln, der vom „Wahnsinn auf Schalke“ schreibt, stimmt mit ein. Was für ein Spiel, was für ein Finale! Der 1. FC Köln hat einen Big Point im Abstiegskampf gelandet und Schalke sowie Mainz tatsächlich um acht Punkte distanziert. Das ist im Tabellenkeller eine Welt. Doch dazu kam es nur mit sehr viel Glück.“ Trainer Markus Gisdol, der für seine entscheidende Wechsel von FC-Fans gefeiert wird, bekommt jedoch auch etwas Kritik ab. „Was in der zweiten Hälfte passierte, war nichts weniger als ein Einbruch. Unerklärlich, wie die Geißböcke aufhörten Fußball zu spielen und auch zu kämpfen. Unerklärlich ebenso, wie Gisdol dies eine Viertelstunde lang inklusive Ausgleichstreffer und weiteren Schalke-Chancen zur Führung ohne jede Einflussnahme von außen hinnahm.“ 

Effzeh.com beweist Unterlegenheit des 1. FC Köln – und spricht nach Siegtor von „FC-Dusel“

Auch auf der Fan-Page Effzeh.com wurde angesichts des späten Siegtores gejubelt. Möglicherweise angelehnt an den allseits bekannten „Bayern-Dusel“ spricht das Portal vom „FC-Dusel“: „Schalke drückte, Schalke stürmte – der effzeh verteidigte mit Mann und Maus. Und dann schlug Jan Thielmann zu. Aus dem Nichts schoss der 18-Jährige seine Mannschaft zu einem sehr glücklichen und dafür umso wichtigeren Sieg.“ Glücklich sei dieser vor allem aufgrund der zweiten Hälfte, in der die Schalker lange Zeit überlegen waren. „61:39 Ballbesitz, 541:289 Pässe: Zahlen, die für die deutliche Überlegenheit der Schalker sprechen. Der Tabellenletzte setzte den effzeh beinahe die gesamte zweite Hälfte über am eigenen Strafraum fest. Genutzt hat es wenig – am Ende gewannen die Gäste.“

„Schalke 04 hat den 1. FC Köln aus den Augen verloren“ – Kicker kritisch gegenüber S04

Der Kicker legte den Fokus vor allem auf die Folgen für Königsblau. „Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage am Mittwochabend im Kellerduell gegen den 1. FC Köln hat Schalke Platz 16 mit nunmehr acht Punkten Rückstand vorerst aus den Augen verloren. Die Hausherren, noch ohne den leicht angeschlagenen Huntelaar, kamen zwar zunächst besser in die Partie, stellten den FC dabei aber vor keine großen Aufgaben. Der Gäste benötigen etwas Anlauf, wurden dann aber immer zwingender in ihren Aktionen und gingen – mal wieder – nach einem Standard durch einen Kopfballtreffer durch Czichos in Front“, schreibt das Sportmagazin.

„Der Torschütze blieb nach der Pause wohl leicht angeschlagen in der Kabine und sah, wie Kabak bei einer Rettungsaktion den eigenen Pfosten traf. Ein Fehler in der FC-Abwehr brachte die Schalker dann zurück in die Partie. Einmal mehr war es Hoppe, der auf 1:1 stellte. Und jetzt war plötzlich Schalke am Drücker und die Kölner kamen immer wieder in Bedrängnis. Doch in der Nachspielzeit traf der erst 18-jährige Thielmann zum glücklichen Sieg für Köln.“

WAZ sieht den FC Schalke 04 in der Rückrunde als „Abstiegskandidat Nummer eins“

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) sieht den Abstieg des FC Schalke 04 schon fast besiegelt. „Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga ist beendet – und der FC Schalke 04 geht als Abstiegskandidat Nummer eins in die letzten 17 Spieltage.“ Für die Spielweise der Kölner gab es frustriert klingende Kritik. „Huntelaar sah, wie Schalkes Team von Beginn an gegen eine massive Kölner Deckung anrannte. Die Kölner waren mit der destruktivsten aller Strategien angetreten: In der Startelf stand kein Stürmer, ein 0:0 hätte Trainer Markus Gisdol genügt. Das Offensivkonzept zielte darauf ab, möglicherweise zu Standardsituationen zu kommen.“ Was vor dem 1:0 ja auch blendend gelang. (mo)

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