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1. FC Köln: Sorgenkind Andersson nie wieder bei 100 Prozent?

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Von: Max Dworak

Sebastian Andersson verlässt das Trainingsfeld am Geißbockheim.
Sebastian Andersson, hier beim Training, plagen seit längerer Zeit Knieschmerzen. © Herbert Bucco/Imago

Sebastian Andersson wurde gekauft, um für mehr Gefahr im Sturm des 1. FC Köln zu sorgen. Davon war bislang wenig zu sehen. Wird er nochmal richtig fit?

Köln – Die Baustellen, die der 1. FC Köln in Abwehr und Sturm hat, sind allseits bekannt. FC-Trainer Steffen Baumgart sprach die zwei genannten Positionen bereits früh in der Vorbereitung an und signalisierte so seinen Wunsch nach Verstärkungen. Da die Finanzen der Kölner allerdings keine Millionen-Transfers zulassen, zieht sich die Suche nach neuen Spielern bis dato.

Sebastian Andersson, zur Saison 2020/21 von Union Berlin für 6,5 Millionen Euro verpflichtet, sollte die Kölner Sturm-Sorgen reduzieren. Aufgrund von Knieproblemen sucht der 30-Jährige aber weiter nach seiner Top-Form – wenn er dieses Niveau überhaupt noch erreichen kann.

1. FC Köln: Sebstian Andersson bereits bei Union mit Beschwerden

Schon in seiner Zeit bei Union Berlin war des Öfteren zu lesen, dass den Schweden Knieprobleme plagen. So existieren mehrere Meldungen aus dem April 2020, nach welchen sich der Stürmer bei einer Trainingseinheit unglücklich bewegte und Schmerzen im rechten Knie verspürte. An seinen Einsatzzeiten für Union änderte dieser Vorfall jedoch nichts: Andersson stand dennoch weiterhin in der Startelf der Berliner und spielte bis auf das 34. Bundesliga-Spiel – das verpasste er wegen einer Gelbsperre – jedes Spiel.

Eigentlich sah alles nach Anderssons Ankunft in Köln danach aus, als hätte der FC einen überragenden Transfer getätigt. Der Stürmer überstand den Medizincheck ohne Probleme und traf gleich im ersten Bundesliga-Spiel für seinen neuen Verein gegen die TSG Hoffenheim, bereitete eine weitere Bude vor.

Im Oktober 2020 verbreitete sich dann die Meldung, der Stürmer müsse aufgrund von Knie-Problemen zu einem Spezialisten nach München fliegen. In der Folge bestritt Andersson noch einige Spiele für den FC, ehe er im Dezember für vier Monate ausfiel. Gegen Ende der Saison 2020/21 wurde der Angreifer zwar wieder eingesetzt, wirkte allerdings oft unsicher in seinen Aktionen.

1. FC Köln: Steffen Baumgart gibt Andersson Joker-Rolle

Auch Neu-Coach Steffen Baumgart wurde wohl relativ schnell klar, dass Andersson derzeit keine Option von Beginn an sein wird. Dennoch schätzt der Trainer die aktuelle Situation seines Spielers optimistisch ein: „Seb steht viel mehr auf dem Trainingsplatz als letztes Jahr und setzt alles daran, zu spielen. Noch reicht es aber nicht von Anfang an.“

Immerhin konnte Kölns Nummer neun in den Testspielen der Vorbereitung gegen Bayern München, FC Schaffhausen, SV Elversberg und Roda Kerkrade Spielpraxis sammeln. Gegen den Schweizer Zweitligisten aus Schaffhausen erzielte Andersson darüber hinaus ein Tor.

Im DFB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena nahm der Schwede – wie zu erwarten – zunächst auf der Bank Platz. Da sein Team aber bis zu seiner Einwechslung hinten lag, musste Baumgart neue Impulse setzen. Andersson ließ – nur eine Minute auf dem Feld – seine Klasse aufblitzen, als er den Ball bärenstark festmachte und so den Kölner Ausgleichstreffer durch Ellyes Skhiri einleitete.

1. FC Köln muss weiter nach Ersatz im Sturm suchen

Ex-Interimscoach Friedhelm Funkel, der den FC gegen Ende der Saison 2020/21 von Markus Gisdol übernahm und zum Klassenerhalt führte, sieht ebenfalls dringenden Handlungsbedarf bei den Kölnern: „Du musst auf jeden Fall einen Stoßstürmer verpflichten. Weil Sebastian Andersson gesundheitlich stark angeschlagen ist.“

Ob der Schwede gegen Hertha BSC Berlin im Bundesliga-Auftakt aufläuft, bleibt abzuwarten. Von Beginn an wird Andersson aber wohl nicht spielen. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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