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1. FC Köln gegen Fürth: Viel Spannung, wenig Tore – FC spielt nur Unentschieden

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Von: Robin Josten

Jonas Hector im Zweikampf mit Fürths Paul Seguin.
FC-Kapitän Jonas Hector absolvierte in Fürth sein 300. Pflichtspiel für den 1. FC Köln © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink / Imago

Am 24. Spieltag war der 1. FC Köln zu Gast beim Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth. Beim 1:1-Unentschieden erzielte Florian Kainz den einzigen FC-Treffer.

Fürth – Das Bundesligaspiel zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Köln endet 1:1-Unentschieden. Auf beiden Seiten waren Chancen für mehr Tore da. Am Ende sind vermutlich beide Mannschaften unzufrieden, nicht drei Punkte eingefahren zu haben. In der Schlussphase war der FC die überlegende Mannschaft, versäumte es aber, sich mit dem entscheidenden Tor zu belohnen.

„Wenn man die 90 Minuten betrachtet, ist das Ergebnis ok. Nach dem Tor haben wir unser Spiel ein bisschen eingestellt. Hinten hinaus war es dann komplett offen. In den letzten zehn Minuten hätten wir das Spiel auch gewinnen können“, fasste Hector die Partie im Interview zusammen.

1. FC Köln gegen Greuther Fürth: Die Aufstellungen – Modeste wieder in der Startelf

Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt veränderte FC-Coach Steffen Baumgart seine Startelf auf drei Positionen. Marvin Schwäbe lief nach seiner überstandenen Corona-Infektion wieder zwischen den Pfosten im FC-Tor auf. An der Viererkette und den zwei defensiven Mittelfeldspielern änderte Baumgart nichts. In der Offensive war Anthony Modeste, der gegen Frankfurt noch von der Bank kam und das entscheidende Tor schoss, wieder von Beginn an dabei. Zudem ersetzte Thielmann auf der rechten Seite Ljubičić.

Besonderes Jubiläum: Jonas Hector absolvierte im Fürther Sportpark Ronhof sein 300. Pflichtspiel für den 1. FC Köln. Schon vor dem Spiel adelte Steffen Baumgart seinen Kapitän: „Jonas ist der wichtigste Spieler in diesem Verein. Wir reden gerne über Tonys Tore, aber Jonas ist der Qualitätsspieler, der vorangeht.“

Greuther Fürth vs. 1. FC Köln: Kilian mit Monstergrätsche, Özcan trifft nur die Latte

Furioser Auftakt in Fürth: Vom Start weg entwickelte sich ein Spiel mit vielen Strafraumszenen. In der zweiten Minute hatte Uth nach Flanke Kainz den ersten Abschluss für den FC. Auf der anderen Seite war Hrgota in der fünften Minute entwichen und lief frei auf Schwäbe zu. Im letzten Moment bekam Kilian sein Bein mit einer Monstergrätsche dazwischen und verhinderte so den Abschluss.

Die erste Großchance für die Domstädter hatte Top-Torjäger Anthony Modeste in Minute 14. Der Franzose tauchte nach einer Flanke von Skhiri plötzlich völlig frei vor dem Tor auf. Seinen Kopfball konnte Fürth-Keeper Linde gerade so über die Latte lenken. Die anschließende Ecke spielten die Kölner kurz aus. Uth flankte den Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Özcan beinahe mit der Hacke das Tor der Saison erzielt hätte. Leider scheiterte der sehenswerte Versuch am Querbalken. Nur wenige Minuten später wurde es erneut gefährlich. Einen Freistoß von Florian Kainz kratzte Linde aus dem Kreuzeck.

1. FC Köln bei Greuther Fürth: Gastgeber mit großem Glück

In Minute 28 hatten die Kölner ein wenig Pech, denn nachdem der Fürther Mittelfeldmann Tillman bereits mit einer Gelben Karte vorbelastet war, stieg er Benno Schmitz mit voller Wucht auf den Fuß. Für diese Aktion hätte man den Fürther auch frühzeitig mit Gelb-Rot duschen schicken können. Generell wurde die Gangart in dieser Phase rauer.

Fünf Minuten danach tauchten die Kölner wieder gefährlich vor dem Fürth-Tor auf. Uth verpasste eine Hereingabe von der linken Seite haarscharf. Danach plätscherte das Spiel vor sich hin und Schiedsrichter Robert Schröder pfiff beim Stand von 0:0 die erste Halbzeit ab.

Greuther Fürth vs. 1. FC Köln: Kainz bringt FC in Führung, Griesbeck gleicht für Kleeblätter aus

Zu Beginn der zweiten Hälfte übernahm erstmal Fürth das Kommando, ohne dabei aber gefährlich vor Schwäbe aufzutauchen. In der 53. Minute fiel dann der erste Treffer der Partie: Kainz schlug eine Flanke von der linken Seite in die Mitte, der Ball wurde nicht berührt und rollte ins lange Eck. Für den Österreicher war es der dritte Saisontreffer. Am ersten Spieltag hatte der Außenspieler bereits doppelt getroffen. Die Geißböcke wirkten wie beflügelt und versuchten direkt nachzulegen. Skhiri scheiterte nach Ecke Kainz mit dem Kopf.

Nach 57 Minuten gab es den ersten Wechsel bei den Bayern. Nielsen kam für den rot-gefährdeten Tillman und hatte direkt die Chance auf den Ausgleich. Schwäbe konnte den Abschluss aus spitzem Winkel abwehren. Auch den Nachschuss von Dudziak konnte der Kölner Schlussmann parieren. Die Kleeblätter erhöhten den Druck in dieser Phase immer mehr und belohnten sich in Minute 69 für den Aufwand. Fürth-Innenverteidiger Griesbeck köpfte eine Ecke von Itter zum 1:1-Ausgleich ein. Schwäbe im FC-Tor hatte bei dem Kopfball aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit.

1. FC Köln drückt in der Schlussphase – Belohnung bleibt aus

Der FC atmete kurz durch und forcierte ab Minute 75 wieder die eigenen Offensivbemühungen. Gefährliche Torchancen konnten sich die Domstädter vorerst aber nicht kreieren. Erst in Minute 82 hatte Louis Schaub die Chance auf den Führungstreffer. Sein Abschluss aus halbrechter Position ging am Tor vorbei.

Die letzte gute Tormöglichkeit des Spiels hatte Ljubičić in der 87. Minute. Da sein Schlenzer aus der Distanz jedoch am Tor vorbeiging, pfiff Robert Schröder das Spiel kurz später beim Stand von 1:1 ab. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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