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1. FC Köln muss nur noch Hälfte der Stadion-Pacht zahlen – auch rückwirkend

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Von: Mick Oberbusch

Das leere Rheinenergie-Stadion (Innenansicht) beim DFB-Pokalfinale der Frauen
Der 1. FC Köln hofft für die kommende Spielzeit wieder auf Zuschauer im Rheinenergie-Stadion. © Franz Waelischmiller/Sven Simon/Imago

Der 1. FC Köln und die Stadt Köln haben sich auf eine Reduktion der Pacht für das Rheinenergie-Stadion geeinigt – bis wieder Fans ins Stadion dürfen.

Köln – Im Vorfeld der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln (Donnerstag, 17. Juni, 18 Uhr) kann der Verein zumindest in Sachen Stadionpacht schon einmal Positives vermelden. So haben sich laut offizieller Vereinsmitteilung die Stadt Köln, die Kölner Sportstätten GmbH und der 1. FC Köln auf eine Reduktion der Pacht für das Rheinenergie-Stadion geeinigt. „Rückwirkend für die Saison 2019/20 ab Beginn der Pandemie im März 2020 sowie für die Saison 2020/21 einigte man sich auf eine Reduktion der Pacht. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Spiele in dieser Zeit ohne Publikum stattfinden mussten. Die Pacht wird für diesen Zeitraum um 50 Prozent reduziert, die Betriebskostenpauschale um 15 Prozent“, erklärt der Club auf seiner Homepage.

1. FC Köln verlor pro Heimspiel ohne Zuschauer rund 1,8 Millionen Euro

Regulär zahlt der 1. FC Köln für sein Stadion pro Jahr eine Pacht von 7.895.000 Euro netto, mit der höchste Betrag in der Bundesliga. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen gehört das Stadion im Falle des FC nicht dem Club, sondern der Stadt. Hinzu kommt eine Betriebskostenpauschale in Höhe von netto 1.525.000 Euro (Saison 2019/20) bzw. 1.575.000 Euro (Saison 2020/21). „Die Pachtreduktion greift auch für die Spielzeit 2021/22, solange die pandemiebedingten Zuschauerbeschränkungen andauern“, heißt es weiter auf der Homepage.

„Für den Fall einer Teil-Öffnung für Fans und Zuschauer ist eine schrittweise Erhöhung der Pacht vorgesehen“, erklärt der Verein, dem pro Heimspiel ohne Zuschauer schätzungsweise 1,8 Millionen Euro durch die Lappen gehen. „Wir sind der Stadt Köln, insbesondere Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert, sehr dankbar. Es war eine enorme Leistung, die Gespräche auf vertrauensvolle Art und Weise zu führen. Die Verhandlungen waren hart – trotzdem konnten wir so eine sehr faire Lösung finden, die für uns Planungssicherheit bedeutet“, wird FC-Präsident Dr. Werner Wolf auf der Vereinshomepage zitiert.

Einigung zwischen 1. FC Köln und der Stadt: „Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt“

Und auch die Stadt zeigt sich erfreut über die vereinbarte Lösung: „Ich freue mich, dass wir die Verhandlungen in dieser Sache zu einem guten Ende geführt haben. Im Ergebnis steht eine Einigung, die die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt“, sagt Prof. Dr. Dörte Diemert, Stadtkämmerin der Stadt Köln. Welche Akteure allerdings künftig im Rheinergie-Stadion auflaufen, ist teilweise noch offen – unter anderem auf Ellyes Skhiri scheint es nun einen neuen Vorstoß gegeben zu haben. (mo)

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