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1. FC Köln: Darum macht Steffen Baumgart derzeit vieles richtig

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Von: Max Dworak

Steffen Baumgart hält seine Schiebermütze in der Hand im RheinEnergie-Stadion.
Nach dem 4:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach zog Steffen Baumgart seinen Hut vor den Fans. © Revierfoto/Imago

Seit dem 4:1-Sieg im Derby gegen Mönchengladbach schwimmt der 1. FC Köln auf einer Welle der Euphorie. Für Steffen Baumgart war es die verdiente Belohnung für seine Arbeit.

Köln – „4:1! Jetzt gibt es sogar eine Packung hier für die Gladbacher!“, brüllt der adrenalingeladene Kommentator des FC-Radios, Guido Ostrowski, in sein Mikrofon. Nach 90 Minuten gewinnt der 1. FC Köln mit einem klaren 4:1 gegen den Rivalen Borussia Mönchengladbach. Es ist der höchste Derby-Sieg seit dem 14. September 1996 – damals schlugen die Kölner die Borussia mit einem 4:0. Steffen Baumgart sorgt mit seiner motivierenden und unnachgiebigen Art für einen Ausnahmezustand in seiner Wahlheimat. Ein Sieg, der zu einem großen Teil die Handschrift des Trainers trägt.

1. FC Köln: Steffen Baumgart glaubt an jeden einzelnen Spieler

Einer für alle, und alle für einen. Dieser Slogan sagt ziemlich genau das aus, was Steffen Baumgart unter einem funktionierenden Team versteht. Ohnehin verdeutlichte der Coach bereits bei seinem Amtsantritt, dass der Begriff Stammplatz für ihn zweitrangig ist: „Das ist das, was ich immer betont habe: Es gibt nicht nur die erste Elf. Es gibt alle Spieler.“ So ist es kaum verwunderlich, dass sich einige Spieler, wie beispielsweise Benno Schmitz, „vom Schatten ins Licht“ kickten, wie es das Clubmagazin jüngst ausdrückte.

Doch der Rechtsverteidiger ist nicht der einzige, der nur so vor Selbstbewusstsein strotzt: Anthony Modeste kämpfte sich unter Steffen Baumgart zurück zu seiner Top-Form. Salih Özcan, den viele Fans im Konkurrenzkampf mit Ellyes Skhiri klar hinten sahen, liefert seit Wochen ab und lässt derzeit viele Kritiker verstummen. Als Belohnung wurde der U21-Europameister vom 1. FC Köln nach dem Derbysieg sogar zum Spieler des Spiels gewählt. Aber auch Ondrej Duda, der seine Torgefahr verloren zu haben schien, macht gegen Gladbach endlich sein erstes Bundesliga-Tor in dieser Saison.

1. FC Köln: Steffen Baumgart – Gladbachs Derby-Schreck

Die Spiele gegen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach sind beim 1. FC Köln heilig und gleichzeitig verhasst. Mit einem Remis gegen die Werkself und dem 4:1-Erfolg über Gladbach eroberte Steffen Baumgart aber schon früh die Herzen aller FC-Fans. Bemerkenswert: Der letzte Trainer, der in den Hinrunden-Spielen besser gegen die beiden Rivalen abschnitt, war Peter Stöger in der Spielzeit 2015/16. Der Österreicher holte zu besagter Zeit sechs von sechs Punkten in diesen Prestige-Duellen.

Wie wichtig Steffen Baumgart das positive Abschneiden gegen Leverkusen und Mönchengladbach ist, betonte der 49-Jährige bereits vor Monaten im Gespräch mit dem Geissblog: „Es kann doch nicht sein, dass wir uns als 1. FC Köln freiwillig hinter Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach anstellen. Nur, weil das jetzt vielleicht 20 Jahre so gegangen ist. Wir müssen doch einen Weg einschlagen, den Anschluss zu finden, um vielleicht irgendwann vor denen zu stehen.“

1. FC Köln: Die Fans liegen ihrem Trainer zu Füßen

Als Steffen Baumgart nach Ende des Derbys unter tosendem Applaus eine Ehrenrunde im RheinEnergie-Stadion dreht, sprechen die gezeigten Bilder eine deutliche Sprache. Alle Supporter erheben sich beim Anblick des Mannes mit der Schiebermütze von ihren Sitzen, um dem Kölner Übungsleiter den gebührenden Respekt zu erweisen. Steffen Baumgart bedankt sich anschließend nochmals auf Instagram bei den anwesenden Anhängern. Die Lobeshymnen seiner Abonnenten lassen nicht lange auf sich warten. Kommentare wie „Du bist der perfekte Trainer für diesen Verein! Danke!“, oder „Bitte geh nie wieder weg!“ machen unschwer klar, wie viele Menschen der gebürtige Rostocker schon überzeugen konnte.

Steffen Baumgart verneigt sich vor der Südkurve. ©24RHEIN

Die zwei Tage Auszeit, die Steffen Baumgart seinen Spielern nach dem Kantersieg gönnt, hat sich jeder einzelne Profi im Kader redlich verdient. Trotz all der Freude über die Ereignisse am 13. Spieltag ist in der Bundesliga weiterhin Vollgas angesagt. Das schlimmste, was dem 1. FC Köln jetzt passieren könnte, wäre, sich auf dem Derby-Dreier auszuruhen. Wer Steffen Baumgart kennt, weiß jedoch, dass dies absolut nicht infrage kommt. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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