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1. FC Köln: Steffen Baumgart und die Effizienz der Rotation

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Von: Max Dworak

Steffen Baumgart gratuliert seinen Spielern nach Abpfiff im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart.
Steffen Baumgart lag mit seinen zahlreichen, personellen Veränderungen gegen Stuttgart goldrichtig. © Eibner/Imago

Im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart tauschte Steffen Baumgart seine Startelf auf acht Positionen. Damit bewies der Coach einmal mehr ein „goldenes Händchen“.

Köln – Zu Beginn der Saison 2021/22 zweifelten einige Fans, ob die Mannschaft des 1. FC Köln wettbewerbsfähig sein würde. Trainer Steffen Baumgart sagte jedoch bereits Mitte August: „Wir sind gut aufgestellt, auch mit diesem Kader.“ Dass er damit Recht behalten sollte, zeigte sich am Mittwoch beim Sieg über den VfB Stuttgart im DFB-Pokal. Steffen Baumgart hatte seine Startelf auf acht Positionen im Vergleich zum Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen verändert.

1. FC Köln: Steffen Baumgart rotiert erfolgreich

Die Gründe, weshalb eine regelmäßige Rotation von Nöten sei, lieferte Steffen Baumgart schon auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie gegen den VfB Stuttgart: „Erstens, weil wir Frische brauchen. Zweitens, weil es sich die Jungs verdient haben, die morgen spielen.“ Bedenkt man, dass eine Mannschaft im K.o.-Modus in jedem Spiel abliefern muss, um weiterzukommen, bewies der FC-Trainer mit diesem taktischen Griff auch durchaus Mut.

Schließlich brachte er mit Tomas Ostrak, Kingsley Schindler, Timo Hübers und Louis Schaub gleich vier Profis von Beginn an, die zusammen in der aktuellen Spielzeit bis dato wettbewerbsübergreifend gerade mal zwei Startelf-Einsätze vorweisen konnten. Mit einer couragierten Leistung trugen sie alle ihren Teil zum Sieg des 1. FC Köln bei. Timo Hübers, der zuletzt am 1. Spieltag gegen Hertha BSC in der Bundesliga zum Einsatz kam, erntete nach der Begegnung ein Sonderlob seines Coaches: „Ich glaube, Hübi hat keinen Zweikampf verloren.“

1. FC Köln: Baumgarts System tut der Stimmung im Team gut

Um eine erfolgreiche Saison zu absolvieren, braucht es ein Mannschaftsgefüge, das sich gegenseitig unterstützt. Nach dem Führungstreffer durch Anthony Modeste konnten die Fans wunderbar beobachten, wie stark der Zusammenhalt im Team des 1. FC Köln ist. Kingsley Ehizibue, der in der Partie ohne Einsatz blieb, freute sich über das Erfolgserlebnis seines französischen Teamkollegen, als wäre es sein eigenes Tor gewesen. „Anthony Modeste ist nicht der entscheidende Mann. Entscheidend ist die Mannschaft“, stellte Steffen Baumgart anschließend klar, Louis Schaub fügte ergänzend hinzu: „Man sieht schon im Training, dass alle Gas geben und heiß darauf sind, zu spielen. [...] Er [der Trainer; Anm. d. Red.] weiß, wenn mal wer ausfällt, ist schon der Nächste da.“

Anthony Modeste ist nicht der entscheidende Mann. Entscheidend ist die Mannschaft.

Steffen Baumgart nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale

Ganz nebenbei verhilft das Kölner Rotationssystem den jungen Wilden dabei, sich zu beweisen. Mit Marvin Obuz gab ein weiterer Nachwuchsspieler sein Profi-Debüt, als er in der Nachspielzeit für Jan Thielmann eingewechselt wurde. Vor diesem Hintergrund wird es spannend zu beobachten, welche Elf Steffen Baumgart im Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund am 30. Oktober 2021 aufs Feld schicken wird. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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