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Video ging viral: Wie Baumgart den 1. FC Köln von der Couch aus anfeuerte

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Von: Max Dworak

Steffen Baumgart sitzt auf der Couch und schaut den Fernseher an.
Steffen Baumgart erlebte den 21. Spieltag des 1. FC Köln von der Wohnzimmer-Couch. © YouTube/1. FC Köln

Das Wohnzimmer-Video von Steffen Baumgart ist seit Wochen ein Netz-Hit. Nun veröffentlichte der 1. FC Köln das Video auf YouTube – komplett.

Köln – Aufgrund einer Corona-Infektion konnte Steffen Baumgart den 1:0-Sieg des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg am 5. Februar nicht vor Ort miterleben. In häuslicher Quarantäne fieberte Baumgart jedoch aus dem Wohnzimmer mit und lief so nicht an der Seitenlinie des RheinEnergie-Stadions, sondern auf dem Laminatboden, auf und ab. Der Bundesligist teilte nun den äußerst unterhaltsamen Ausschnitt aus der vereinseigenen Serie „24/7 FC“ in voller Länge auf YouTube.

1. FC Köln: Steffen Baumgart für sieben Tage in Quarantäne

Bereits einige Tage vor dem 21. Spieltag war klar, dass Steffen Baumgart seiner Mannschaft zunächst fernbleiben muss. Der Grund: Ein Corona-Schnelltest, den Baumgart morgens machte, fiel positiv aus. So war der Cheftrainer des 1. FC Köln dazu verdammt, das Duell gegen die Breisgauer aus der Ferne zu schauen.

Assistenz-Coach Andre Pawlak übernahm stattdessen die Verantwortung. Auf der Pressekonferenz zwei Tage vor der Partie gab Pawlak den Medienvertreterinnen und -vertretern einen groben Einblick, wie seine Rede vor Anpfiff aussehen wird: „Ich werde keine Schiebermütze aufsetzen – so viel steht fest. Ich werde auch nicht im T-Shirt dort stehen. Das wäre Quatsch. Steffen ist Steffen und das macht er super. Ich bin ich und werde meine Ansprache so halten, wie ich sie immer halten würde, wenn ich Cheftrainer wäre.“

Baumgart fiebert aus dem Wohnzimmer mit: „Da war ich dann eher der Fan“

Zu Beginn des Videos sehen die Zuschauer einen aufgeregten Baumgart, der sich pünktlich zum Anpfiff des Spiels auf die Couch zu seiner Familie und den zwei Hunden begibt. Lange hält es den Trainer aber nicht auf dem Sitzpolster: „Da war ich dann eher der Fan“, kommentiert Baumgart die Live-Szenen aus seinen vier Wänden im Interview. Nahezu über die gesamte Spieldauer ist zu sehen, wie der Kölner Trainer immer wieder hastig zu seinem Smartphone läuft und Anweisungen an seine Mitarbeiter im Stadion gibt: „Marvin [Schwäbe; Anm. d. Red] soll immer auf Tony [Anthony Modeste; Anm. d. Red.] spielen“, hört man Baumgart unter anderem in sein Telefon sprechen.

Als dann die 23. Minute gekommen ist, darf der Quarantäne-Coach erstmals die Faust ballen: „Kein Abseits, bitte kein Abseits!“, ruft Baumgart in seinen Fernseher, nachdem Jan Thielmann und Anthony Modeste sein Team in Führung bringen konnten. Wenig später wird das Tor überprüft und vom Schiedsrichterteam gegeben: „JAAAA!“, schreit der 50-Jährige im Anschluss vor Freude.

Baumgart-Video aus der Quarantäne: „Die sollen nach vorne spielen!“

Es gibt jedoch auch Momente, in denen Baumgart die Hutschnur platzt. Als in der 50. Minute der vermeintliche Ausgleich für die Freiburger fällt – der allerdings zurückgenommen wird – brüllt der FC-Coach: „Die sollen aus dem A**** kommen, die haben Schiss! Die sollen nach vorne spielen, auch wenn sie drei Stück kriegen!“ Klare Worte, die die Fußball-Philosophie von Baumgart unmissverständlich unterstreichen.

Vierzig Minuten bangt der Chef-Stratege anschließend noch mit seiner Mannschaft auf dem Rasen, läuft währenddessen immer wieder vor der Mattscheibe hoch und runter. Als dann endlich der Schlusspfiff ertönt, hüpft er vor Freude wie ein kleines Kind umher: „Zu Null!“, hört man einen erleichterten Baumgart rufen, der einem seiner beiden Hunde einen Kuss gibt. Glücklicherweise konnte der Übungsleiter am 11. Februar gegen RB Leipzig wieder auf der Trainerbank Platz nehmen – ein Spiel in Isolation dürfte ihm sicherlich auch gereicht haben. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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