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1. FC Köln: Die Erkenntnisse aus dem Kerkrade-Test

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Von: Max Dworak

Mark Uth und Anthony Modeste vor dem gegnerischen Tor
Der 1. FC Köln konnte im Testspiel gegen Kerkrade viele Chancen herausspielen. © Pro Shots/Imago

Der 1. FC Köln hat am vergangenen Samstag mit dem Remis gegen Kerkrade den Testspiel-Marathon beendet. Aus der Partie kann Trainer Baumgart und sein Stab einige Schlüsse für die bevorstehenden Aufgaben ziehen.

Köln – Als das Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem niederländischen Zweitligisten Roda Kerkrade um 15:30 Uhr im Franz-Kremer-Stadion angepfiffen wurde, war die Freude bei den 1.400 angereisten Fans zu spüren. Bei sonnigem Wetter spielte der FC von Beginn an nach vorne und machte klar, was man sich für dieses Match vorgenommen hatte.

1. FC Köln gegen Roda Kerkrade: Viele Chance, aber wenig Tore

Das Team, das Steffen Baumgart auf den Platz schickte, war bis auf Salih Özcan, der für Neuzugang Dejan Ljubicic im zentralen Mittelfeld anfing, identisch mit der Elf, die im Test gegen Elversberg auf dem Rasen stand. Die Vorgabe des Trainers, den Gegner so früh wie möglich unter Druck zu setzen, wurde von Beginn an umgesetzt. Anthony Modeste, der seit Beginn der Saisonvorbereitung wieder mehr Selbstvertrauen gewonnen hat, hatte im Verlauf des Spiels einige Großchancen.

Einnetzen konnte der 33-Jährige allerdings ebenso wenig, wie sein Sturmpartner Mark Uth, der mehr aus dem offensiven Mittelfeld heraus agierte. Auch wenn die Torschuss-Bilanz klar zugunsten des 1. FC Köln ausfiel, offenbart sich an dieser Stelle eine erste Baustelle: Die Chancenverwertung ist – wie in der Vorsaison – weiterhin ausbaufähig.

Testspiel des 1. FC Köln: Tempo in der Verteidigung fehlt

In der Offensive demonstrierten die Geißböcke ihre spielerische Klasse und die Dominanz, die Trainer Baumgart sehen will, welche er der Truppe in den letzten Wochen im Training eingebleut hat. Beim 0:1 in der 37. Minute wurde jedoch deutlich, dass die Kölner Abwehrreihe noch alles andere als sattelfest ist. Nach einem Konter der Niederländer liefen die Kölner nur noch hinterher und konnten den Rückstand nicht verhindern. Baumgart hatte sich bereits vor einigen Tagen zum Abwehr-Problem des FC geäußert und eine Art Notfall-Plan in Aussicht gestellt, bei welchem beispielsweise Kingsley Ehizibue in die Innenverteidigung rücken könnte – eine Wunschlösung ist dies allerdings nicht.

Kainz & Co.: Bei Flanken gefährlich

Neben all der Kritik an der Defensive, sowie der schlechten Chancenverwertung in der Offensive, konnte der FC allerdings seine Stärke bei Standardsituationen und Flanken unter Beweis stellen. Die Hereingaben, unter anderem durch Florian Kainz vorgetragen, machten deutlich, dass die Kölner in diesem Bereich eine echte Waffe in der Hinterhand haben.

Eigenwechselte Youngster bringen die Wende

Der völlig verdiente 1:1-Ausgleich, den der 19-jährige Tim Lemperle in der 86. Minute nach einer Hereingabe von Noah Katterbach erzielte, kann ebenfalls als positive Erkenntnis aus dem Match mitgenommen werden. Beide Youngster setzten nach ihrer Einwechslung neue Impulse und machten positiv auf sich aufmerksam.

1. FC Köln: Die Mannschaft macht gute Fortschritte

Nach sechs Testspielen, von denen vier gewonnen wurden und zwei unentschieden ausgingen, kann der FC zuversichtlich auf die Aufgabe am 8. August im DFB-Pokal gegen Regionalligist Carl Zeiss Jena blicken. Trainer Baumgart fasste das Spiel im Interview auf der Vereinsseite wie folgt zusammen: „Das 1:1 heute ist okay, aber es war mehr drin. Wir müssen uns anschauen, woran es lag und was wir besser machen können. Wenn der Gegner cleverer gewesen wäre, hätte er die eine oder andere Kontersituation auch besser ausspielen können. Dafür müssen wir Lösungen finden – und da sind wir dabei.“ (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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