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1. FC Köln: Thomas Kessler äußert sich zur Rotation im Hamburg-Spiel

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Von: Max Dworak

Thomas Kessler mit Kopfhörern im Porträt.
Thomas Kessler äußerte sich vor dem Duell mit dem VfL Bochum zur aktuellen Diskussion um die Kölner Spieler-Rotation. © Beautiful Sports/Imago

Gegen den Hamburger SV veränderte Steffen Baumgart seine Startelf auf insgesamt sieben Positionen. Thomas Kessler stellte sich nun der öffentlichen Kritik.

Köln – Auf Social Media und in der Presse gab es nach der Pleite des 1. FC Köln im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV leichten Gegenwind für den sonst so unantastbaren Trainer Steffen Baumgart. Der Grund: Baumgart hatte seine Anfangs-Formation im Vorfeld des K.O.-Spiels auf sieben Positionen angepasst. Im Sturm ließ er seinen besten Stürmer, Anthony Modeste, bis zur 60. Minute auf der Bank sitzen. Das schmeckte einigen Fans überhaupt nicht, weshalb sich nun auch Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler einschaltete.

Thomas Kessler: Diskussion über Rotation „nicht fair“

Der 36-Jährige, der in seiner aktiven Zeit auf insgesamt 32 Einsätze für die erste Mannschaft des 1. FC Köln kam, stärkte dem Coach und seinem Team den Rücken: „Es hat uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet, dass die Jungs, die von der Bank gekommen sind, oft für die Entscheidung gesorgt haben.“ Diese Aussage ist berechtigt: Alleine in der Bundesliga sammelten die FC-Joker zusammen 13 Scorer-Punkte. Gegen den Hamburger SV erhielten daher Spieler wie Kingsley Schindler, Jan Thielmann oder Sebastian Andersson den Vorzug. Grundsätzlich empfindet es der Funktionär als ungerecht, dass Steffen Baumgart nun für seine Personal-Auswahl kritisiert wird: „Wenn man ausscheidet, kann man die Diskussion über Rotation immer führen. Das wäre aber nicht fair, da wir von Beginn an eine Mannschaft auf dem Platz hatten, die in der Lage war, die Partie nach 90 oder 120 Minuten zu entscheiden.“

1. FC Köln: Steffen Baumgart verteidigt seine Entscheidung

Auch der 50-Jährige erklärte sich nach der Niederlage gegenüber der Presse: „Wenn ich dazu stehe und nach außen kommuniziere, dass mein Kader 24 gute Jungs hat, muss ich ihnen auch die Möglichkeit geben zu spielen“, sagte Steffen Baumgart. Vielmehr war es die schlechte Chancenverwertung, so der Fußballlehrer weiter, die letztlich ausschlaggebend für das Achtelfinal-Aus war: „Ich stehe zu meinen Entscheidungen. Wenn man verliert, hat man etwas falsch gemacht, aber es waren nicht die Wechsel.“ Kapitän Jonas Hector übte sich ebenfalls in Selbstkritik: „Die sechs Wechsel in der Startelf waren kein Fehler, wir hatten ja auch unsere Chancen. Wenn wir davon eine machen, dann läuft das Spiel anders.“

Gegen den VfL Bochum wird der 1. FC Köln am Samstag um 18:30 Uhr versuchen, die bislang erfolgreiche Bundesliga-Saison fortzusetzen. Im Hinspiel gab es im RheinEnergie-Stadion einen 2:1-Sieg für die Domstädter. Thomas Kessler sieht die bevorstehende Partie als wegweisend: „Sportlich wird es ein Gradmesser für uns. Wir müssen eine Topleistung bringen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“(md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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