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1. FC Köln: Timo Horn – Ein kölscher Jung zwischen den Pfosten

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Von: Robin Josten

Timo Horn klatscht mit Torwarthandschuhen.
Timo Horn bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung. © Hartmut Boesener / Imago

Timo Horn hat in 20 Jahren den Weg von der Tribüne auf den Rasen des 1. FC Köln geschafft. 24Rhein über den Werdegang des 29-jährigen Torhüters.

Köln – Timo Horn ist ein Urgestein beim 1. FC Köln. Dennoch musste er seinen Stammplatz zwischen den Pfosten in der vergangenen Saison an Marvin Schwäbe abtreten. Trotz dieser schwierigen Situation äußerte sich Horn niemals negativ. Er nahm den Umstand einfach an und versuchte der Mannschaft als Nummer zwei so gut wie möglich zu helfen.

Das ist Timo Horn

Geburtsdatum: 12.05.1993 (in Köln)

Beim 1. FC Köln seit: 01.07.2002

Vertrag beim 1. FC Köln: bis 30.06.2023

Marktwert: 2 Millionen Euro (Stand: 9. Juni 2022)

Leistungsdaten Saison 2021/22: 13 Einsätze (13x Startelf), 21 Gegentore, 1x zu Null

Timo Horn privat: „Kein Typ für Eskapaden“

Timo Phil Horn wurde 1993 in Köln geboren. Beim 1. FC Köln hat sich der Torhüter zu einem echten Vorzeigeprofi entwickelt. Abseits des Platzes hört man sehr wenig von Timo Horn. Im Jahre 2013 sagte der inzwischen 29-Jährige in einem Express-Interview: „Ich rauche nicht. Alkohol trinke ich auch so gut wie nie. Höchstens mal ein Glas Sekt. Ich habe noch keine Eskapade miterlebt. Und dabei soll es auch bleiben.“ Fast zehn Jahre nach dieser Aussage kann man festhalten, dass er seinem Lebensstil treu geblieben ist.

Timo Horn: Über Rondorf in die Jugend des 1. FC Köln

Im Alter von sechs Jahren (1999) begann Timo Horn seine fußballerische Laufbahn in der Jugend des SC Rondorf. Nur drei Jahre später (2002) wechselte er in die Jugend des 1. FC Köln. Horn durchlief sämtliche Jugendmannschaften bevor er am 23. August 2010 in der zweiten Mannschaft der Geißböcke sein Debüt in der Regionalliga gab.

Zur Saison 2011/12 rückte Horn von der zweiten Mannschaft in der Profikader des 1. FC Köln auf. Unter Trainer Stale Solbakken war er hinter Michael Rensing und Miro Varvodic dritter Torhüter. Über die gesamte Spielzeit blieb er jedoch ohne Einsatz. Nach dem Abstieg wurde er unter dem neuen Trainer Holger Stanislawski in der Saison 2012/13 zur neuen Nummer eins beim größten Verein in der Domstadt. Bei seinem Profidebüt für die erste Mannschaft des Effzeh am 05.08.2012 gab es eine 0:1-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig.

1. FC Köln: Horn wird Spieler der Saison 2013/14 – Der Weg zur FC-Ikone

In seiner ersten Saison als Nummer eins zwischen den Pfosten feierte er am Ende mit dem 1. FC Köln den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Von den FC-Fans wurde er zudem zum besten FC-Spieler der Saison gewählt, obwohl er mit Spielern wie Anthony Ujah große Konkurrenz hatte.

Als der 1. FC Köln im Jahr 2018 den schweren Gang in die zweite Liga antreten musste, hätte sich Horn anderen Bundesligavereinen anschließen können. Stattdessen verlängerte er seinen Vertrag in der Domstadt bis 2023 und verzichtete zudem auf einen Teil seines Gehalts. Mit dieser Unterschrift machte er den ersten Schritt auf dem Weg zu einer FC-Ikone.

1. FC Köln: Timo Horn verliert unter Steffen Baumgart seinen Stammplatz

Schon vor der vergangene Saison unter Steffen Baumgart geriet Timo Horn immer wieder in die Kritik. Aufgrund seiner Erfahrung und Führungsstärke blieb er aber auch zwischen 2019 und 2021 Stammtorhüter beim 1. FC Köln. Selbst Weltmeister Ron-Robert Zieler musste sich hinter Horn als Nummer zwei zufrieden geben.

In der letzten Saison verlor er dann aber zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren seinen Platz zwischen den Pfosten. Nachdem er sich am 12. Spieltag beim Gastspiel in Mainz am Knie verletzte schlug die Stunde von Sommerneuzugang Marvin Schwäbe. Insbesondere mit dem Ball am Fuß machte Schwäbe eine weitaus bessere Figur als Timo Horn. Steffen Baumgart musste sich zwischen den beiden Torhütern entschieden und da Horn auch nach überstandener Knieverletzung im Januar nicht im Kader stehen konnte, machte der 50-Jähirge Schwäbe zu seiner neuen Nummer eins.

Anstatt aber zu Jammern und Meckern nahm Horn die Situation an, unterstützte Schwäbe in allen Bereichen und war wie beim 1:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt zur Stelle, wenn Schwäbe mal ausfiel. Somit trug er auch als Nummer zwei zu dieser überragenden Saison des 1. FC Köln bei. (rj) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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