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1. FC Köln: So tickt Abwehr-Neuzugang Timo Hübers

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Von: Mick Oberbusch

Franck Evina und Timo Hübers (Hannover 96) beim Torjubel
Timo Hübers soll die Defensive des 1. FC Köln in der kommenden Saison verstärken. © Frank Scheuring/Imago

Mit Timo Hübers von Hannover 96 verpflichtet der 1. FC Köln nicht nur einen vielversprechenden Innenverteidiger – sondern auch einen bodenständigen und unaufgeregten Typen.

Köln – Positiv, zielstrebig und ehrgeizig – es sind drei vielversprechende Attribute, mit denen sich FC-Neuzugang Timo Hübers selbst beschreibt. Zwar stammen diese Aussagen aus einem Interview Ende 2020, als Hübers noch für Hannover 96 auflief – FC-Fans werden jedoch hoffen, dass der 24-Jährige diese Charaktereigenschaften auch mit nach Köln bringt. Seit dem gestrigen Mittwoch ist der Transfer des Innenverteidigers ans Geißbockheim perfekt, Hübers unterschrieb einen Kontrakt bis 2023. Und soll genauso wie der neu verpflichtete Ersatzkeeper Marvin Schwäbe dabei mithelfen, die in der vergangenen Spielzeit so löchrige FC-Defensive (60 Gegentore, zweitschlechtester Wert in der Bundesliga) zu stabilisieren.

1. FC Köln: Timo Hübers mit Stärken im Zweikampf und beim Kopfballspiel

Zumindest auf dem Papier bringt er dafür alle Fähigkeiten mit. Hübers, der zum Start der Vorbereitung am Montag erstmals auf dem Platz stehen wird, ist athletisch stark, gehörte zu den schnellsten Innenverteidigern der 2. Bundesliga und bringt so Qualitäten mit, die sowohl Rafael Czichos, als auch Jorge Meré fehlen. Zudem bringt er eine ordentliche Zweikampfführung und mit 1,90 Metern Körpergröße auch ein sehr gutes Kopfballspiel mit. Auch charakterlich gilt Hübers als einwandfreier Profi, gehörte in Hannover zu den Führungsfiguren und führte das Team in einigen Spielen sogar als Kapitän auf den Platz. Eine weitere Qualität: Hübers glänzt im Spielaufbau, lief in einigen Spielen für 96 auf der Position des defensiven Mittelfeldspielers auf. Beim Neu-Trainer Steffen Baumgart ist er jedoch klar in der Abwehrreihe eingeplant, wo er, wenn nötig, auch rechtsaußen verteidigen kann.

Dass der 1. FC Köln einen 24-jährigen Innenverteidiger mit sehr viel Entwicklungspotenzial letztlich ablösefrei verpflichten konnte, dürfte allerdings auch an der Verletzungshistorie des Innenverteidigers gelegen haben. In den vergangenen Jahren wurde er von insgesamt zwei Kreuzbandrissen (linkes und rechtes Knie) ausgebremst, machte zudem im März des vergangenen Jahres Schlagzeilen, als bei ihm als erstem Profi im deutschen Profifußball eine Corona-Infektion festgestellt wurde. „Den Titel als erster Corona-Profi Deutschlands nimmt mir jetzt keiner mehr“, zeigt sich Hübers selbst locker.

Timo Hübers bereitet sich bereits auf die Karriere nach der Karriere beim 1. FC Köln vor

In seinen Interviews zeigt sich der Neu-Kölner, der bereits in der Saison 2016/17 für die U21 das FC-Trikot trug, bodenständig und unaufgeregt, verbrachte seine Zeit in Hannover am liebsten auf dem Trainingscampus oder in den verschiedenen Grünanlagen in der Stadt. Neben dem Profifußball bildete sich er 24-Jährige zudem weiter, schloss ein Studium der Wirtschaftswissenschaften ab und sorgt so schon für die Karriere nach der Karriere vor. Bis dahin ist jedoch noch viel Zeit. Zunächst einmal will sich der FC-Rückkehrer im XXL-Kader des Clubs in der Bundesliga etablieren und so verletzungsfrei wie möglich bleiben. Dann stünde einer großen FC-Karriere eigentlich nichts mehr im Wege. (mo)

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