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Toni Schumacher schockiert über Profis des 1. FC Köln: „Sollten sich intensiver mit ihrem Job beschäftigen“

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Von: Oliver Schmitz

Der ehemalige Vize-Präsident des 1. FC Köln Toni Schumacher sitzt bei einer Pressekonferenz auf einem Podium und blickt starr nach vorne.
FC-Rekordspieler Toni Schumacher war bis vor kurzem noch als Vize-Präsident beim 1. FC Köln tätig. © Henning Kaiser/dpa

Aktuell hagelt es beim 1. FC Köln viel Kritik von außerhalb. FC-Rekordspieler Toni Schumacher meldet sich nun auch zu Wort und fällt dabei ein hartes Urteil.

Köln – Es kehrt am Geißbockheim einfach keine Ruhe ein. Nach dem äußerst schlechtem Start in die Bundesliga-Saison muss sich der 1. FC Köln momentan sehr viel Kritik gefallen lassen. Im Zuge dessen äußert sich jetzt auch FC-Rekordspieler Toni Schumacher im kicker besorgt über die Lage bei seinem Herzensverein: „Aktuell beobachte ich den 1. FC Köln in erster Linie als Fan, und als solcher bin ich genauso beunruhigt von der Entwicklung wie jeder andere Anhänger unseres Klubs.“

Toni Schumacher: „Es herrscht Friedhofsruhe“ beim 1. FC Köln – Kommunikation auf dem Platz? Fehlanzeige!

Das größte Problem der Mannschaft des 1. FC Köln lässt sich laut Toni Schumacher aufgrund der Geisterspiele in der Bundesliga gerade gut beobachten: „Die Kommunikation auf dem Rasen ist ziemlich deutlich zu verfolgen, da braucht es keinen Thomas Müller, die meisten Teams sind verbal mehr als deutlich unterwegs. Da wird geschrien, angefeuert, kritisiert, gelobt, protestiert. Kurz: Da wird gelebt!“ Genau das fehlte dem ehemaligen Deutschen Meister Schumacher zuletzt beim 1. FC Köln, der sich im Anschluss dementsprechend kritisch äußert: „Nichts von alledem erlebe ich beim 1. FC Köln. Stattdessen Friedhofsruhe, Stille, Sprachlosigkeit.“

Toni Schumacher verteidigt Markus Gisdol und hinterfragt Berufseinstellung der Profis des 1. FC Köln

Ähnlich wie auch Lothar Matthäus schreibt Toni Schumacher das Hauptproblem für die aktuelle Krise des 1. FC Köln vor allem den Spielern zu: „Am Ende entscheiden die Spieler auf dem Platz über Wohl und Wehe eines Klubs.“ So stelle er „einigermaßen erstaunt“ fest, dass auf dem Platz „meist gar nichts“ von den FC-Profis zu sehen und hören ist. Zum Abschluss seiner Kritik findet der Rekordspieler des Klubs sehr deutliche Worte und rät seinen Nachfolgern beim 1. FC Köln, sich mal „intensiver mit ihrem Job zu beschäftigen“ und „keine Alibis zu suchen.“

Ähnlich wie Geschäftsführer Horst Heldt nimmt Toni Schumacher zusätzlich FC-Trainer Markus Gisdol aus der Schusslinie und betont, dass dieser kaum mehr machen könne: „Er ist ein König ohne Reich, ein General ohne Truppen“. Ob sich nach einer Entlassung Gisdols tatsächlich etwas verbessern würde „können nur die Spieler entscheiden“. (os)

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