Effzeh peilt ersten Winter-Transfer an

1. FC Köln an Bayern-Star interessiert - Löst er das Sturmproblem?

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Joshua Zirkzee im Zweikampf mit Marius Wolf vom 1. FC Köln.
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Der 1. FC Köln wagt wohl einen neuen Versuch bei Bayern-Stürmer Joshua Zirkzee. Nachdem ein Leih-Transfer im Sommer noch scheiterte, soll dieser nun im Januar realisiert werden.

  • Der 1. FC Köln möchte wohl Joshua Zirkzee vom FC Bayern München ausleihen
  • Die Ergebnisse und speziell die Torausbeute in der Bundesliga sind nicht zufriedenstellend
  • Hauptgrund für Transfer: Effzeh-Stürmer Anthony Modeste kämpft erneut mit einer schwierigen Verletzung

Köln – Der 1. FC Köln zeigt weiterhin Interesse an den Diensten von Joshua Zirkzee. Laut Bild möchten die Domstädter den Youngstar vom FC Bayern München im kommenden Winter-Transferfenster ausleihen. Wie Kölns Sport-Geschäftsführer Horst Heldt in einem Interview mit der tz* bestätigte, scheiterte ein Transfer im Sommer noch am Timing. Während eine Anfrage der Kölner zuerst noch von der Bayern-Führung abgeblockt wurde, bot der Rekordmeister den 19-jährigen Niederländer dann Ende September schließlich selbst an – zu spät für die Geißböcke.

Doch Horst Heldt ließ sich im Interview die Option für die Zukunft weiter offen: „Es ist für uns zukünftig schon interessant, vielleicht den einen oder anderen Spieler, der Spielpraxis braucht, auszuleihen“.

Die aktuelle Situation beim 1. FC Köln: Bundesliga-Ergebnisse lassen zu wünschen übrig

Trotz zuletzt besseren Leistungen, bleibt die Punkteausbeute des 1. FC Köln in der Bundesliga weiterhin sehr spärlich. So konnte der Traditionsverein bisher nur drei Punkte aus insgesamt sieben Spielen verzeichnen und steht damit aktuell auf dem 16. Tabellenplatz. Während die Abwehr verhältnismäßig stabil steht, mangelt es dem Effzeh vor allem an Offensivkraft. Zwar hat sich Neuzugang Sebastian Andersson bisher relativ gut präsentiert, doch kann er als einziger Angreifer häufig nur wenig bewirken. Das Ergebnis: lediglich sieben Tore, nur Bielefeld und Schalke haben aktuell weniger.

Es fehlt im Sturm also an Alternativen, was vor allem auch mit dem erneuten Ausfall von Routinier Anthony Modeste zusammenhängt. Nach Knieproblemen zu Beginn der Saison hat der Franzose nun mit einer Rückenverletzung zu kämpfen und kam deshalb bisher nur auf zwei Kurzeinsätze. Zumindest ein Winter-Transfer für die Offensive wird somit immer wahrscheinlicher.

Um dieses FC Bayern-Talent geht es: Joshua Zirkzee, ist er der Helfer in der Not?

Wie Bild berichtet, sollen die anhaltenden Verletzungssorgen um Modeste für den 1. FC Köln auch der ausschlaggebende Faktor für ein erneutes Interesse an Joshau Zirkzee sein. Passenderweise zeigt sich dieser, aufgrund der aktuellen Situation bei den Münchenern, wechselwillig. So sagte der Youngstar in einem Interview mit der niederländischen Tageszeitung Algemeen Dagblad: „Es ist wichtig, dass ich komplette Partien spiele. Ich versuche, fit zu bleiben, und wenn ich während der Winterpause per Leihe wechseln kann, ist das vielleicht eine Option.“

Mit seinen Aussagen stößt Zirkzee bei den Kölner Verantwortlichen definitiv auf offene Ohren. Denn auch wenn der Stürmer diese Saison noch nicht glänzen konnte, bewies er vergangene Saison doch recht eindrucksvoll, wie talentiert er eigentlich ist. So gelangen ihm in seiner Profi-Debütsaison in neun Einsätzen gleich vier Tore und eine Vorlage.

Zirkzee-Transfer zum 1. FC Köln – So stehen die Chancen

Es lässt sich einfach nicht von der Hand weisen: der Effzeh hat ein Offensivproblem. Selbst ein gesunder Anthony Modeste dürfte daran erstmal nichts ändern, denn zu gering ist seine Spielpraxis und zu sehr ähnelt sein Spielteryp dem von Andersson. Zirkzee klingt da erstmal nach einer spannenden Option, die den 1. FC Köln sowohl in der Breite, als auch Spitze durchaus verstärken dürfte. Fraglich ist jedoch wie interessant die Geißböcke als Zwischenstation für den jungen Niederländer tatsächlich wären. So wäre die Option auf komplette Partien dort zwar definitiv gegeben, andererseits hätte Zirkzee durchaus die Qualität auch bei sportlich attraktiveren Vereinen auf deutlich mehr Einsatzzeiten als bei den Bayern zu kommen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 5 von 10. (os) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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