Transferpläne für den Sommer

Statt Yannick Gerhardt: Holt der 1. FC Köln nun einen „Weltklassespieler“?

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Beim englischen Erstligisten Crystal Palace konnte sich Max Meyer nicht durchsetzen.
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Der 1. FC Köln ist wohl weiter auf der Suche nach einem flexiblen Mittelfeldspieler. Nach den Gerüchten um eine Gerhardt Rückkehr zeigt man nun Interesse an Max Meyer.

  • Der 1. FC Köln zieht aktuell wohl die Verpflichtung des Mittelfeldspielers Max Meyer in Erwägung
  • Der ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler wäre nach seiner enttäuschend Zeit in England ablösefrei zu haben
  • Horst Heldt beschäftigt sich momentan zunehmend mit flexiblen Spielern für das Mittelfeld

Köln – Es ist aktuell definitiv keine leicht Situation für Horst Heldt. Der sportliche Leiter des 1. FC Köln müsste in Anbetracht der Tabellenplatzierung und vor allem der Offensivschwäche eigentlich auf dem Transfermarkt aktiv werden. Es fehlt aber unter anderem wegen der Corona-Pandemie einfach das Geld. Der Handlungsspielraum für Verpflichtungen ist somit sehr beschränkt.

Dementsprechend interessant werden zunehmend auch vereinslose Spieler oder eben Spieler, deren Verträge bald auslaufen. Denn selbst wenn der Effzeh jetzt schon Verstärkung gebrauchen könnte, muss Heldt auch schon für die Zukunft planen. Im Zuge dessen scheinen die Geißböcke nun ihre Fühler nach dem ehemaligen Nationalspieler Max Meyer ausgestreckt zu haben.

Max Meyer: Rückkehr in die Bundesliga? Der „Weltklassespieler“ ist in England krachend gescheitert

Laut „Kölner Stadt-Anzeiger könnte im Sommer die Bundesliga-Rückkehr von Max Meyer anstehen. So habe der 1. FC Köln offenbar Interesse an einer Verpflichtung des 25-jährigen Mittelfeldspieler, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft und somit anschließen ablösefrei zu haben wäre.

Aktuell ist Meyer noch beim englischen Erstligisten Crystal Palace unter Vertrag. Nach einer mittelmäßigen Debüt-Saison in der Premier League geriet der ehemalige Schalker immer mehr aufs Abstellgleis und kommt seit September nun gar nicht mehr zum Zug. Stattdessen muss sich der Mittelfeldspieler mit wenigen Einsätzen in der zweiten Mannschaft der Londoner begnügen. Eine Situation die für den 25-Jährigen alles andere als zufriedenstellend sein dürfte.

Dabei hatte Max Meyer vor nicht mal drei Jahren noch eine überaus vielversprechende Karriere in Aussicht. Beim zu dem Zeitpunkt erfolgreichen FC Schalke 04 hatte er sich zum Stammspieler gemausert und war nach Meinung seines Berater Roger Wittmann sogar auf dem Niveau eines „Weltklassespielers“. Nach einer öffentlichen Schlammschlacht verließ Meyer seinen Jugendverein aber im Sommer 2018 und wollte eigentlich bei einem Champions League-Team anheuern. Daraus wurde aber nichts und so landete er schließlich beim eher durchschnittlichen Premier League-Klub Crystal Palace.

1. FC Köln: Horst Heldts Suche nach einem neuen Spiellenker

Wirft man einen Blick auf die letzten Gerüchte macht das Interesse des 1. FC Köln an Meyer aber durchaus Sinn. Zuerst geriet Mittelfeldspieler Dominick Drexler immer mehr ins Abseits und soll den Verein bei einem entsprechenden Angebot sogar verlassen dürfen. Und dann direkt im Anschluss kam das Gerücht über eine Verpflichtung des ehemaligen Kölners Yannick Gerhardt auf, der ebenfalls im Mittelfeld anzutreffen ist. Wie Meyer wäre auch Gerhardt im Sommer ablösefrei. Doch der wohl größte Knackpunkt für den aktuellen Wolfsburger könnte auch für Meyer das K.O.-Kriterium sein: die ungewisse Ligazugehörigkeit. Denn eines ist klar, sollte der FC absteigen dürfte keiner der beiden Transfers Wirklichkeit werden.

Max Meyer: Scheitert es für den 1. FC Köln am Gehalt? Das sind die Chancen auf eine Verpflichtung

Doch gelingt der Bundesliga-Verbleib kann man festhalten, dass Meyers Anforderungsprofil definitiv passt. Bei einem gegenseitigen Interesse wäre aber jedoch das Gehalt noch eine großer Faktor. Bei seinem aktuellen Arbeitgeber soll er sagenumwoben 190.000 Euro pro Woche und somit fast 10 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Zahlen, die für den Effzeh völlig utopisch sind. Natürlich ist klar, dass Meyer aber aufgrund der vergangenen Jahre ab Sommer mit einen gewaltigen Gehaltsverzicht rechnen muss – egal wo er landet.

Nichtsdestotrotz wäre der ehemalige Nationalspieler sicherlich keine günstige Angelegenheit. Aufgrund der schwierigen Umstände ist es somit also sehr fraglich ob der 1. FC Köln das Risiko wirklich eingehen würde. Denn seine spielerische Qualität ist aktuell schwer einzuschätzen, da die unglücklichen Ereignisse in England auch mental große Auswirkungen gehabt haben könnten. Mit Blick auf seine früheren Leistungen hat er zwar definitiv großes Potential, aber es bleibt zu bezweifeln, dass die Geißböcke dieses Experiment wirklich eingehen werden.

Wechselwahrscheinlichkeit: 3 von 10. (os)

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