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1. FC Köln braucht neue Spieler: Skhiri-Transfer der Schlüssel?

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Von: Oliver Schmitz

Ellyes Skhiri beim Testspiel 1. FC Köln - FC Bayern München am 17.07.2021 in der MS Technologie Arena in Villingen.
Ellyes Skhiri ist der zurzeit wohl wertvollste Spieler im Kader des 1. FC Köln. © Revierfoto/Imago

Trotz diverser Transfers hat der Kader des 1. FC Köln immer noch nicht seine finale Form angenommen. Neben einigen Abgängen soll es noch drei Neuzugänge geben.

Köln – „Wir werden darüber reden, den Trainingskader zu reduzieren. Es geht darum, mit dem ein oder anderen Spieler über seine Perspektive und Zukunft zu sprechen“, erklärte FC-Coach Steffen Baumgart nach dem jüngst beendeten Trainingslager in Donaueschingen auf der Vereinsseite. Klar ist also, dass sich Transfer-technisch beim 1. FC Köln definitiv noch was tun wird – aber nicht nur bei den Abgängen, sondern auch bei den Zugängen. Ein Stürmer, ein Innen- und ein Linksverteidiger sollen noch kommen. Die Suche gestaltet sich zurzeit jedoch etwas schwierig.

1. FC Köln: Viele Kandidaten auf der Abschussliste – Neuzugänge auch von Skhiri-Transfer abhängig

Beim 1. FC Köln hat es in diesem Sommer bereits einige Transferbewegungen gegeben. Diverse Wunschspieler wie Timo Hübers oder Dejan Ljubicic konnten verpflichten werden und schlossen Lücken in der Kaderplanung. Darüber hinaus konnte man vor allem mit den Abgängen von Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs eine ordentliche Summe einnehmen. Doch nun sollen noch einige weitere Wechsel folgen.

Auf der Abgangs-Seite stehen rund ein halbes Dutzend Spieler, was nicht überrascht, da man den Kader selbst bei drei Zugängen eben noch verkleinern möchte. Neben den bereits aussortierten Vincent Koziello und Niklas Hauptmann, gelten vor allem Louis Schaub, Kingsley Schindler und Dimitris Limnios als Verkaufskandidaten. Alle dürften beim FC selbst keine große Rolle spielen, aber womöglich noch für etwas Transfererlös sorgen. Doch damit alle geplanten Neuzugänge noch zufriedenstellend umgesetzt werden könne, reicht das wohl trotzdem nicht aus.

So kommt es, dass die weiteren Transfer-Aktivitäten der Kölner wohl vor allem an einem Spieler hängen: Ellyes Skhiri. Der defensive Mittelfeldspieler war einer der besten FC-Profis in der vergangenen Saison und könnte bei einem Abgang wohl rund 15 Millionen Euro in die Kassen der Geißböcke spülen. Interessenten scheint es auch genug zu geben, so soll Skhiri unter anderem von einem Premier-League-Klub umworben werden. Problem ist nur, dass die Corona-Pandemie selbst in England ihre Spuren hinterlassen haben und man dort wohl nicht mehr so spendierfreudig wie zuvor ist. Letztendlich gilt der Abgang des 26-Jährigen aber dennoch als sehr wahrscheinlich.

1. FC Köln: Andersson-Ersatz gesucht – BVB-Stürmer erhält keine Freigabe

Aus Sicht der Kölner bleibt zu hoffen, dass der Transfer von Ellyes Skhiri möglichst schnell über die Bühne geht, damit man frühzeitig weiß welchen Handlungsspielraum für die potenziellen Neuzugänge man tatsächlich hat. Denn trotz Transferplus von rund 22 Millionen sind die Kassen am Geißbockheim recht leer – Corona sei Dank.

So oder so ist der 1. FC Köln bereits auf der konkreten Suche für die drei bestehenden Baustellen: Sturmzentrum, Linksverteidigung und Innenverteidigung. Im Angriff sucht man vor allem noch einen Ersatz für Sebastian Andersson. Der Schwede ist sehr verletzungsanfällig und konnte dem FC letzte Saison kaum helfen. Zwar ist mit Anthony Modeste genauso ein Spielertyp zurückgekehrt, doch der Franzose wird seine alte Form wohl nicht mehr erreichen. Konkrete Kandidaten gibt es zurzeit aber nicht, denn Borussia Dortmund hat gerade erst dem Wechsel von Steffen Tigges eine Absage erteilt. Jedoch scheint man für die Position des Mittelstürmers vor allem ein Leih-Geschäft und/oder ablösefreien Transfer anzustreben.

1. FC Köln: Horn-Ausfall sorgt für Bedarf links hinten – Dominique Heintz vor Rückkehr ans Geißbockheim?

Auf der linken Defensivseite hat sich der Bedarf vor allem durch den Ausfall von Jannes Horn ergeben. Aktuell hat man mit Youngster Noah Katterbach nur noch einen nominellen Linksverteidiger im Kader. Deshalb soll im Bestfall noch ein weiterer Mann geholt werden. Doch im Zweifelsfall ist es laut Kicker wohl auch vorstellbar, dass Benno Schmitz (eigentlich Rechtsverteidiger) oder gar Kapitän Jonas Hector links aushelfen könnten. Beides aber nur, wenn man keinen passenden Spieler mehr findet.

Auch in der Innenverteidigung könnte man Notfalls auf das bestehende Personal setzen. Zumindest zahlenmäßig wären mit fünf Spielern genug vorhanden. Doch es fehlt nach dem Bornauw-Abgang wohl vor allem noch an Qualität. Womöglich will man auch genug Optionen für eine potenzielle Fünferkette haben. So oder so schaut sich der FC aktuell weiter um. Zuletzt im Gespräch waren Arthur Theate und Ex-Baumgart Schützling Luca Kilian.

Nun kommt ein alter Bekannter hinzu: Dominique Heintz. Der 27-Jährige spielte bereits von 2015 bis 2018 für den FC und wechselte anschließend zum SC Freiburg. Dort spielte er zuletzt aber keine große Rolle mehr, weshalb laut Geissblog eine Rückkehr im Raum steht. Auf dem Papier wäre er eine durchaus hilfreiche Verstärkung. Nicht nur kennt er das Umfeld, sondern ist auch noch Linksfuß. Eine Eigenschaft die im Abwehrzentrum nur Rafael Czichos ansonsten hat. Jedoch würde er wohl eine gewisse Ablöse kosten, die sich der FC nur bei enstprechenden Abgängen leisten könnte. (os)

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