1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

1. FC Köln: Ausverkauf trotz Klassenerhalt? FC-Stars heißbegehrt

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

1. FC Köln Training von links: Kingsley Ehizibue, Noah Katterbach, Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs.
Ismail Jakobs (1 v.r.) und Sebastiaan Bornauw (2 v.r.) gehören zu den wertvollsten Spieler des 1. FC Köln. © Herbert Bucco/Imago

Nur wenige Tage nach Saisonende nimmt auch beim 1. FC Köln das Transferkarussell wieder Fahrt auf. Zwei Profis sind umworben, doch Ersatz steht wohl bereit.

Köln – Nach dem furiosen 5:1-Sieg gegen Holstein Kiel herrschte beim 1. FC Köln grenzenlose Euphorie über den Klassenerhalt. Doch schnell holte die Geißböcke die harte Realität wieder ein. Die Gesamtsituation ist alles andere als zufriedenstellend, weshalb auch Sportchef Horst Heldt bereits seinen Hut nehmen musste. Nun droht dem FC im Sommer eine äußerst schwierige Transferphase, denn einige Stammspieler könnten den Verein wohl verlassen.

1. FC Köln: Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs vor Abschied?

Als größte Favoriten auf einen Abschied aus Köln gelten wohl Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs. Beide sind jung, talentiert und bereits Stammspieler. Dementsprechend könnten sie viel Geld in die leeren Kassen des FC spülen.

Wie der Sportbuzzer berichtet, soll nun der VfL Wolfsburg erste Gespräche mit Bornauw geführt haben – jedoch noch nicht dem 1. FC Köln, bei dem der Belgier noch einen Vertrag bis 2024 hat. Bei den Wölfen könnte der Innenverteidiger womöglich den heiß umworbenen Maxence Lacroix ersetzen. Doch der VfL muss sich bei Bornauw wohl zuerst gegen Konkurrenz aus der Premier League durchsetzen. Aufsteiger Norwich City soll ebenfalls ein Auge auf den 22-Jährigen geworfen haben. Insofern Bornauw möchte, dürften die Geißböcke ihn bei einem passenden Angebot wohl ziemlich sicher ziehen lassen.

Ismail Jakobs wird derweil wohl vom französischen Top-Klub AS Monaco umworben. Wie die Bild berichtet, könnte der Linksaußen dort pro Jahr 1,5 Millionen Euro Netto verdienen. Allein aus finanzieller Sicht ein durchaus interessantes Angebot für Jakobs. Doch auch sportlich wäre es eine deutliche Steigerung, so spielte Monaco letzte Saison sogar um die französische Meisterschaft mit. Mit Trainer Niko Kovac und Stürmer Kevin Volland würde er dort auf zwei Bekannte aus der Bundesliga treffen. Auch der 21-Jährige hat noch zwei Jahre Vertrag, verfügt jedoch über eine Ausstiegsklausel in Höhe von 13 Millionen Euro.

1. FC Köln: Innenverteidiger und Linksaußen im Gespräch – Uth-Transfer wohl kurz vor Abschluss

Sollten die beiden Stammspieler den 1. FC Köln tatsächlich verlassen, stünde aber scheinbar bereits passender Ersatz parat. So sollen die Geißböcke Interesse an einem Innenverteidiger sowie Linksaußen haben. Bei ersterem handelt es sich um Timo Hübers von Hannover 96. Der 24-Jährige soll sich laut übereinstimmenden Berichten tatsächlich bereits für einen Wechsel zum FC entschieden haben. Doch auf der PK am Montag bremste der neue Kaderplaner Jörg Jakobs ein wenig die Euphorie: „Ich kenne Timo Hübers, er ist ein guter Junge. Er war bei uns in der zweiten Mannschaft. Wir sind aber ganz weit weg davon, Vollzug zu melden“. Die Verhandlungen sollten also laufen, doch ganz fix ist der Transfer offenbar noch nicht.

Als potenzieller Jakobs-Ersatz wird derweil Michel-Ange Balikwisha gehandelt. Wie das belgische Fußball-Portal Voetbalnieuws berichtet, soll der FC sein Interesse an dem 20-jährigen Offensivspieler angemeldet haben. Die Ablöse würd wohl zwischen sechs und sieben Millionen Euro liegen. Balikwisha steht aktuell beim belgischen Erstligisten Standard Lüttich unter Vertrag und überzeugte dort zuletzt mit neun Scorerpunkten in 26 Liga-Spielen. Neben den Geißböcken hat wohl auch Club Brügge ein Auge auf das Talent geworfen, also sollte sich der FC mit einem Angebot nicht allzu lange Zeit lassen.

Ansonsten versucht man beim 1. FC Köln auch die größte Baustelle endlich zu schließen – den Sturm. Aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit mussten die Geißböcken in der vergangenen Saison häufig auf Sebastian Andersson verzichten. Doch neben dem Schweden hatte man letztlich kaum ernsthafte Optionen. Das soll sich nun ändern. Denn wie es scheint, könnte es nun endlich zu der langersehnten Rückkehr von Mark Uth kommen.

Wie sein Berater Volker Struth gegenüber Bild erklärte, habe man sich mit dem FC über einen Wechsel geeinigt. Aufgrund des Abstiegs seines jetzigen Arbeitgebers Schalke 04 dürfte entweder gar keine oder nur eine geringe Ablöse fällig werden. Auch Geschäftsführer Alexander Wehrle bestätigte die Gespräche am Montag: „Wir waren in den letzten Wochen im intensiven Austausch und sind da sehr weit. Der Spieler hat Interesse, zum FC zu kommen.“ Für die Rückkehr in seine Heimat soll Uth zusätzlich auf viel Gehalt verzichten. (os)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

Auch interessant