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1. FC Köln scheitert gegen Angstgegner Hoffenheim an sich selbst – die FC-Probleme und ihre Folgen

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Von: Oliver Schmitz

Auch wenn sich der 1. FC Köln spielerisch steigern konnte, setzte es gegen TSG Hoffenheim eine deutliche Niederlage. Die Probleme der Kölner bleiben komplex.

Köln/Sinsheim – Es wäre auch zu schön gewesen. Der 1. FC Köln kann bei TSG Hoffenheim zumindest erfolgstechnisch nicht an die vorherigen Partien anschließen und verliert klar mit 0:3. Nach dem Unentschieden gegen Hertha BSC und den Auswärtserfolg im Bundesliga-Krisenduell beim FC Schalke 04 scheiterten die Geißböcke gegen die Kraichgauer vor allem an sich selbst.

1. FC Köln spielerisch mit deutlicher Steigerung, doch individuelle Mängel zu groß

Der 1. FC Köln erlebte in Hoffenheim einen überaus unglücklichen Abend und verlor gegen seinen Angstgegner das sechste Spiel in Folge. Auch wenn es das Ergebnis es nicht vermuten lässt, wussten die Geißböcke dabei über weite Strecken sogar von sich zu überzeugen. Im Vergleich zu den vergangenen Bundesliga-Partien steigerte man sich spielerisch doch deutlich und konnte auch nach dem frühen Gegentreffer die meiste Zeit gut mithalten. So gab es endlich nochmal ein aktives Offensivspiel beim Effzeh, welches immerhin zu einigen sehr guten Chancen führte. Doch nutzen konnte man diese letztlich nicht.

Mal von der gnadenlosen Effizienz der Hoffenheimer abgesehen, waren die Gründe für das doch klare Ergebnis vielfältig. Gerade zu Beginn versagte die sonst so starke Verteidigung des 1. FC Köln. Dabei waren die beiden Gegentreffer vor allem Fehlern vom überforderten Sava-Arangel Cestic geschuldet, weshalb im Anschluss FC-Verteidiger Jorge Meré kam und es besser machte. Doch trotz der anschließenden Defensiv-Stabilität blieben die individuellen Mängel das Hauptproblem. Denn auch wenn man sich durch die ordentliche Mannschafts- und Offensivleistung einige Chancen herausspielte, zeigte sich der FC im Abschluss dann doch einfach zu harmlos.

Besonders tragisch war dabei der Auftritt von Anthony Modeste. Der Franzose verursachte nach seiner Einwechslung zuerst den zweiten Elfmeter zum dritten Gegentreffer und scheiterte dann kurze Zeit später aber selbst vom Punkt. Damit stand der Mittelstürmer sehr sinnbildlich für den Verlauf des ganzen Spiels.

1. FC Köln: Abstiegskampf bleibt weiterhin Alltag

Was bleibt, sind sehr durchmischte Gefühle. Man kann durchaus positiv anmerken, dass der 1. FC Köln nach langer Zeit nochmal ordentlichen Fußball angeboten hat und viel mehr noch auch offensiv präsent war. Doch das alles bringt letztlich nichts, wenn dafür andere gravierende Probleme hinzukommen. Zu Beginn die Defensivleistung, im Anschluss die Harmlosigkeit bei den Torabschlüssen und ganz generell die individuellen Aussetzer. Alles in allem steigerten sich die Geißböcke zwar als Ganzes, doch im Einzelnen war das zu oft nicht bundesligatauglich.

Da auch die Konkurrenz größtenteils patzte, hat diese Niederlage auf den ersten Blick keine gravierenden Konsequenzen. Jedoch kommt der 1. FC Köln aktuell einfach nicht von der Stelle. Kurze Phasen des Erfolgs wechseln sich immer wieder mit deutlichen Schlappen ab. Somit kommt man zu der ernüchternden Feststellung, dass der Abstiegskampf auch weiterhin und wohl auch bis zum Saisonende Teil des FC-Alltags bleibt. Es gilt nun auf der spielerischen Leistung aufzubauen und volle Konzentration auf das kommende, richtungsweisende Spiel gegen Arminia Bielefeld zu richten. (os)

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