Presseschau zum Hoffenheim-Spiel

Beim 1. FC Köln herrscht „weiter Alarmstufe Rot!“ nach „erwartungsgemäßer Enttäuschung“

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Der 1. FC Köln agiert gegen TSG Hoffenheim äußerst unglücklich und verliert letztlich deutlich mit 0:3. Das sagt die Presse zur Niederlage der Kölner.

  • Der 1. FC Köln verliert trotz guter Leistung klar mit 0:3 gegen TSG Hoffenheim
  • Die Kölner konnten damit die Patzer einiger Konkurrenten nicht nutzen und bleiben mitten im Abstiegskampf
  • Für die Presse verlief das Spiel für den FC durchaus tragisch

Köln/Sinsheim – Der 1. FC Köln ist zurück auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Nach der den letzten Punkterfolgen beim Unentschieden gegen Hertha BSC und dem Last-Minute-Sieg gegen Abstiegskonkurrent FC Schalke 04, verlor der Effzeh klar gegen höchst ein höchst effizientes TSG Hoffenheim. Die Pressestimmen zur Partie.

1. FC Köln für den Kölner Stadt-Anzeiger „in beiden Strafräumen extrem unglücklich“

„Es ist nicht fair, das Unglück einer Fußballmannschaft an einem einzelnen Spieler festzumachen, zumal an einem eingewechselten. Doch was Anthony Modeste am Sonntagabend im Spiel des 1. FC Köln bei der TSG Hoffenheim widerfuhr, passte gut zu dieser Partie, die Köln 0:3 verlor, ohne die deutlich schlechtere Mannschaft gewesen zu sein. Modeste, nach einer Stunde beim Stand von 0:2 als Träger der letzten Hoffnung eingewechselt, verursachte in der 74. Minute mit einer stümperhaften Abwehraktion den Elfmeter, den Andrej Kramaric zur Entscheidung nutzte. Fünf Minuten später vergab der Franzose selbst einen Strafstoß, und begrub damit die Partie.“

Laut Kölner Stadt-Anzeiger geriet das Spiel für den FC bereits mit dem frühen Führungstreffer der Hoffenheimer aus den Fugen: „Die Partie war für die Kölner schon nach gut fünf Minuten kaum mehr zu gewinnen. [...] Cestic streckte beide Arme aus, was ein Handspiel und einen Elfmeterpfiff zur Folge hatte. Kramaric verwandelte, es stand 0:1. Für eine Mannschaft, die wie der FC in dieser Saison enorme Schwierigkeiten in der Offensive hat, ist das ein Schaden, der kaum noch zu beheben ist“, schreibt das Kölner Blatt und meint abschließend: „Der FC war durch billige Treffer in Rückstand geraten, hatte aber ausreichend Spielanteile und sogar die Chancen, die Partie auszugleichen: Zunächst scheiterte Marius Wolf aus kurzer Distanz an TSG-Keeper Baumann, dann verlängerte Wolf einen Eckball vom Fünfmeterraum an den Pfosten. Die Kölner agierten in beiden Strafräumen extrem unglücklich.“

„Weiter Alarmstufe Rot!“ – Express sieht den 1. FC Köln noch immer in der Krise

„Schluss mit der Erfolgsserie in Gelb – beim 1. FC Köln herrscht weiter Alarmstufe Rot! Das 0:3 bei der TSG Hoffenheim war die erste Pleite in den bunten Ausweichtrikots (nach 1:0 in Mainz & 0:0 in Leipzig) und bereits die neunte Niederlage am 18. Spieltag. Statt die Kraichgauer mit in den Abstiegsstrudel zu ziehen, ist die Mannschaft von Sebastian Hoeneß (38) nun schon sieben Punkte entwischt. Der FC ließ die große Chance zum Sprung auf Platz 14 liegen, bleibt auf dem Relegationsrang kleben – und hat nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Mainz!“

„Offensiv wurde beim FC zum wiederholten Male deutlich, dass ein echter Torjäger fehlt. Der zunächst erneut als Not-Stürmer aufgestellte Marius Wolf brachte es in der 34. Minute nicht fertig, den Ball aus drei Metern (!) über die Linie zu drücken. Bei seinem Pfosten-Kopfball in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam dann auch noch Pech dazu. Umso ärgerlicher, weil der FC im Vergleich zu den vergangenen Wochen eigentlich eine spielerisch ordentliche Partie ablieferte. Der Unterschied: Gegner Hoffenheim war an diesem Abend gnadenlos effektiv!“

Kicker über Leistung des 1. FC Köln: „zu harmlos, um die effektiven Kraichgauer zu gefährden“

„Die TSG erwischte einen Traumstart - unter gütiger Mithilfe von Cestic, der bei einem Schuss von Bebou die Arme hoch über dem Kopf hatte und den Versuch stark mit dem Arm zur Seite ablegte. Referee Sven Jablonski entschied auf Strafstoß, den Kramaric abgeklärt in die Mitte chippte (7.). [...] Der FC wurde danach ein wenig offensiver, kam jedoch zunächst kaum einmal auch nur in den Hoffenheimer Strafraum. [...] Zumindest Ergebniskosmetik hätte der in der zweiten Hälfte sehr harmlose FC wenig später noch erzielen können, denn nach Foul von Posch an Wolf gab es schließlich auch noch Strafstoß für die Kölner. Doch Modeste scheiterte mit einem platzierten Schuss am stark parierenden Baumann (78.), sodass es beim klaren 3:0 blieb. Es war der sechste Sieg in Serie für die TSG gegen Köln, bei einem Torverhältnis von 20:4.“

Zusammenfassend schreibt das Fußball-Magazin: „Die Rheinländer präsentierten sich insgesamt zu harmlos, um die effektiven Kraichgauer zu gefährden.“

Effzeh.com spricht von „erwartungsgemäßer Enttäuschung“ des 1. FC Köln in Hoffenheim

In seinem Titel zeigt sich das Fan-Magazin Effzeh.com nicht überrascht und fasst die Kölner-Niederlage wie folgt zusammen: „Der 1. FC Köln verliert deutlich mit 0:3 gegen die TSG Hoffenheim. Zwar hatte der effzeh mehr Spielanteile als zuletzt gegen Schalke, dafür setzte das Team von Markus Gisdol offensiv zu wenig Akzente. Der Trainer reagierte mit hektischen Wechselversuchen, die allesamt keine Wirkung zeigten.“

Geissblog.Koeln sieht Anthony Modeste als Sinnbild für die Niederlage des 1. FC Köln

„Dass Anthony Modeste in der 78. Minute einen von Marius Wolf herausgeholten Elfmeter verschoss und an Baumann scheiterte, setzte in vielerlei Hinsicht die Krone auf einen für den FC gebrauchten Tag. Der Franzose, seit Wochen ein Sinnbild der Kölner Offensivprobleme, hatte zuvor den zweiten Elfmeter für Hoffenheim verursacht und konnte sich anschließend nicht einmal vom Punkt etwas Selbstvertrauen zurückholen. Die Geißböcke trafen trotz guter Möglichkeiten (Wolf vergab eine hundertprozentige Chance und traf zudem den Pfosten) wieder einmal nicht und schenkten dem Gastgeber mit zwei Elfmetern den Sieg. Zudem griff Markus Gisdol zu drastischen Maßnahmen und wechselte nach nur einer halben Stunde zweimal (Meré und Thielmann für Cestic und Ehizibue). Es sollte am Sonntag definitiv nicht sein, und so blieben die Geißböcke trotz Vorlagen der Konkurrenz auf dem Relegationsplatz.“ (os)

Rubriklistenbild: © imago images/Sportfoto Rudel

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