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1. FC Köln verliert Spiel im Zeichen der Solidarität mit der Ukraine gegen Hoffenheim 0:1

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Von: Robin Josten

FC Fans zeigen Solidarität mit der Ukraine.
Das Spiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim stand im Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. © Moritz Mueller / Imago

Am 25. Spieltag empfing der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim vor 37.500 Fans im RheinEnergie-Stadion. In einem chancenreichen Spiel erzielte Posch den einzigen Treffer.

Köln – Das Spiel zwischen dem 1. FC Köln und der TSG 1899 Hoffenheim stand ganz im Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Neben dem FC-Jersey mit der Aufschrift „Stop War“ und Eckfahnen in blau-gelb, bekundeten auch auf den Tribünen viele Fans eine Botschaft für den Frieden. Baumgart sagte vor dem Spiel: „Wir wollen die aktuelle Situation durch eine gutes Auftreten vielleicht kurzzeitig vergessen machen, obwohl diese natürlich nicht zu vergessen ist.“

In einem sehr chancenreichen Spiel musste sich der FC am Ende torlos geschlagen geben, obwohl Modeste & Co viele aussichtsreiche Gelegenheiten hatten, um einen Treffer zu erzielen. „Wir hatten die Chancen. Es gibt manchmal Tage, an denen es nicht klappt. Heute wollte der Ball nicht ins Tor. Trotzdem bleiben wir positiv“, so Modeste nach dem Spiel. Steffen Baumgart sah auch viel Positives: „Ich habe heute eine super Mannschaft gesehen, die gekämpft hat. Ich hätte mich über ein Unentschieden gefreut, vielleicht wäre das auch gerecht gewesen. Heute haben wir uns nicht belohnt.“ Auf der anderen Seite vergab auch die TSG viele Großchancen, schlug im Endeffekt jedoch einmal zu und sicherte sich so die drei Punkte.

1. FC Köln vs TSG Hoffenheim: Die Aufstellungen – FC-Kapitän Hector fällt kurzfristig aus

FC-Kapitän Jonas Hector war wie schon bei der 0:5-Klatsche im Hinspiel nicht mit von der Partie. Der 31-Jährige konnte aus privaten Gründen nicht im Kader stehen. Für ihn lief Jannes Horn als Linksverteidiger auf. Insgesamt veränderte Steffen Baumgart im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Fürth seine Startelf auf drei Positionen. Neben Hector war auch Timo Hübers, der aufgrund einer Corona-Infektion in Isolation musste, nicht mit dabei. Für ihn kam Jeff Chabot zu seinem Debüt im FC-Trikot. „Ich erwarte, dass er gut ins Spiel kommt und sich keinen großen Kopf macht. Im Training hinterlässt er immer einen guten Eindruck. Wir freuen uns auf ihn“, so Baumgart über Chabot vor dem Spiel. Außerdem spielte Ljubičić für Thielmann auf der rechten Offensivposition.

1. FC Köln vs. TSG Hoffenheim: Erste Halbzeit - Viele Chancen, keine Tore

Wie gewohnt ging der FC von der ersten Minute vorne drauf und versuchte die Hoffenheimer unter Druck zu setzen. Ertrag brachte das aber erstmal nicht, da die TSG sich in der Anfangsphase gut aus den Pressingsituationen befreien konnte. Die ersten Abschlüsse hatten Grillitsch (6.) und Kramarić (7.) für die Gäste. Schwäbe im FC-Tor musste aber nicht eingreifen. Die erste Megachance hatte Bebou in Minute 14. Sein Abschluss an den Pfosten wurde aber ohnehin aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen. In Minute 20 hatte der TSG-Stürmer die nächste Großchance. Zum Glück aus Kölner Sicht war er etwas überrascht und konnte nicht mehr schnell genug reagieren. Sein Kopfball ging über das Tor.

Riesen-Glück für den FC in Minute 25: Bebou war nach einem abgefälschten Schuss von Kramarić auf einmal völlig frei vor Schwäbe. Der Stürmer bekam aber seine Beine nicht sortiert und schaffte es nicht, zum Abschluss zu kommen. Schwäbe, Chabot und Kilian klärten die Situation dann im Verbund. Den ersten FC-Abschluss hatte Modeste in Minute 33. Sein Schuss aus 16 Metern war allerdings zu zentral und daher kein Problem für Baumann. Uth hatte nur zwei Minuten später direkt die nächste Chance, verzog seinen Schuss aus spitzem Winkel jedoch am Tor vorbei. Auf der anderen Seite tauchte erneut Bebou gefährlich vor Schwäbe auf. Wieder kam der FC-Schlussmann glänzend aus seinem Tor und parierte den Schuss aus kurzer Distanz.

In Minute 41 hätte Anthony Modeste eigentlich den Führungstreffer erzielen müssen. Nach einer Flanke von Ljubičić kam der Franzose komplett frei am Elfmeterpunkt zum Abschluss. Leider traf er den Ball nicht richtig und das Leder flog über den Kasten. Da danach nichts mehr passierte, ging es mit einem 0:0 in die Pause.

1. FC Köln vs. TSG Hoffenheim: Zweite Halbzeit - Posch köpft Tor des Abends für die TSG

Direkt nach dem Wiederanpfiff hatte Bebou die nächste Großchance: Eine Flanke von Raum köpfte der TSG-Stürmer an den Pfosten. Auf der anderen Seite setzte Özcan mit einem Steckpass Ljubičić in Szene, doch im letzten Moment klärte Akpoguma zur Ecke. Nach 59 Minuten landete der Ball zum ersten Mal im Tor. Modeste stand jedoch nach einem Freistoß von Uth klar im Abseits. In der 61. Minute fiel dann das erste Tor der Partie: Erneut schlug Raum eine Flanke von der linken Seite in die Mitte. Diesmal war nicht Bebou, der ohnehin bereits ausgewechselt wurde, sondern Posch zur Stelle und köpfte zum 1:0 für die Hoffenheimer ein. Kurze Zeit später hätte Kramarić eigentlich den zweiten TSG-Treffer erzielen müssen, doch Schwäbe rettete mit einer sensationellen Parade.

Ab Minute 70 übernahm der FC das Heft des Handelns und kam durch Uth und Andersson zu zwei Abschlüssen. Elf Minuten vor dem Ende hatte Modeste nach Ecke Uth die Megachance zum Ausgleich. Sein Kopfball strich hauchzart über die Latte. Die Schlussminuten gehörten komplett dem 1. FC Köln, die Mannschaft von Steffen Baumgart schaffte es aber nicht, den Ball über die Linie zu bringen. Modeste scheiterte an Baumann (84.), Andersson am Pfosten (89.) und Lemperles Kopfball ging am Tor vorbei (91.). Am Ende muss man aber auch als Kölner anerkennen, dass die Hoffenheimer über 90 Minuten gesehen die besseren Chancen hatten und somit verdient als Sieger vom Platz gehen. Die Chancen zu einem eigenen Treffer waren aber auch für Geißböcke da. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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