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1. FC Köln: FC-Fans stürmen bei Youth League-Spiel den Platz – das steckt dahinter

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Von: Oliver Schmitz

Kölner Fans stürmen den Rasen im Stadion
Ultras des 1. FC Köln sind in der Halbzeit auf den Rasen gerannt (Symbolbild). © Jan Huebner/Imago

Bei der Youth League-Partie zwischen der U19 des 1. FC Köln und KRC Genk kam es am Dienstagabend zu ienem Eklat. Fans stürmten in der Halbzeit den Rasen. Doch warum?

Genk – Es war gleich ein doppelt bitterer Abend für die U19 des 1. FC Köln. Nicht nur ist der Nachwuchs mit einer 1:3-Niederlage beim KRC Genk aus der UEFA Youth League ausgeschieden, sondern in der Halbzeit gab es auch noch unschöne Szenen von mitgereisten Fans. Dutzende Vermummte stürmten in der Spielpause den Rasen der Cegeka-Arena und liefen zu den Genker Fans, wie Medien übereinstimmend berichten. Dabei zündeten sie auch Pyrotechnik.

1. FC Köln in der Youth League: 50 bis 100 Ultras beteiligt – Fan-Freundschaft wohl als Grund

Wie der Geissblog berichtet, waren rund 50 bis 100 Personen an dem Platzsturm am Dienstagabend beteiligt. Die wohl aus der Ultra-Szene stammenden „Fans“ hatten die gegnerischen Fans demnach sogar gejagt. Sie waren dabei schwarz gekleidet und mit Skimasken oder Sturmhauben vermummt. Laut der Online-Zeitung sprangen sie über die Absperrungen auf dem Rasen, während die Spieler beide Mannschaften noch auf dem Platz standen.

Der Hintergrund der Aktion war laut dem Geissblog offenbar die Fan-Freundschaft zwischen dem KRC Genk und FC-Rivale Borussia Mönchengladbach. Gegenüber der Online-Zeitung verriet der Verein auch, dass man offenbar die Namen mehrerer Täter kenne. Andere unbeteiligte FC-Fans verließen noch während der Halbzeitpause das Stadion, offenbar aus Angst vor weiterer Gewalt. Es war wohl sogar ein Spielabbruch im Gespräch. Das Spiel wurde aber letztlich mit einer Verspätung von 15 Minuten wieder angepfiffen.

1. FC Köln in der Youth League: Meisten Ultras konnten fliehen – FC-Verantwortliche sprachlos

Die Ultra-Gruppe hatte das Stadion wohl kurz nach Beginn der U19-Partie erreicht und sich zunächst nur an der Unterstützung der FC-Junioren beteiligt. In der Halbzeit-Pause kam es dann aber zu dem Eklat. Dabei sollen die Vermummten über den Platz zu den Genker Fans gelaufen sein. Anschließend gab es einige „Auseinandersetzungen“. Wenig später sollen die Ultras aber die Flucht ergriffen und das Stadion verlassen haben. Offenbar konnten nur wenige Täter von Ordnern festgehalten werden. Die allermeisten entkamen aber, da nicht genügend Einsätzkräfte vor Ort waren.

Fast alle Verantwortlichen des 1. FC Köln waren bei den Szenen im Stadion anwesend. Laut Geissblog sprach „ein kopfschüttelnder, aber hilfloser“ Präsident Werner Wolf mit den FC-Fanbeauftragten. Vizepräsident Carsten Wettich und Sportchef Jörg Jakobs sollen hingegen mit einem UEFA-Offiziellen ausgetauscht haben. Der Fall wird intern wohl sicherlich noch aufgearbeitet werden. Mögliche Konsequenzen sind noch unklar. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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