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1. FC Köln - RB Leipzig 1:1 – begeisterndes Spiel im Regenbogen-Trikot

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Von: Robin Josten

Jonas Hector und Christopher Nkunku im Zweikampf um den Ball.
FC-Kapitän Jonas Hector im Zweikampf mit RB-Spieler Christopher Nkunku. © MIKA VOLKMANN/Imago

Am Samstagabend empfing der 1. FC Köln RB Leipzig im RheinEnergie-Stadion vor 25.000 Zuschauern. Beim 1:1-Unentschieden stand auch Diversität und Toleranz im Mittelpunkt.

Köln – Steffen Baumgart, Cheftrainer des 1. FC Köln, musste seine Startelf für das Spiel gegen RB Leipzig im Vergleich zur Auswärtspartie beim SC Freiburg auf vier Positionen verändern. Für den gelbgesperrten Florian Kainz kam Jan Thielmann in die Startelf. Ondrej Duda rutschte für Seb Andersson in die erste Elf. Zudem spielten Luca Kilian und Ellyes Skhiri für Jorge Mere und Salih Özcan.

Angesprochen auf die vielen Flanken seiner Mannschaft sagte Baumgart vor dem Spiel: „Viel wichtiger als unsere Flankenstärke ist, dass wir es schaffen, immer wieder mit sehr vielen Spielern die Box zu besetzten.“ Über den Gegner aus Leipzig sagte der 49-Jährige: „Wir wollen hoch anlaufen und werden versuchen, dass sich RB an unser Spiel anpassen muss und nicht andersherum. Nur weil der Gegner stärker erscheint werden wir unser Spiel nicht ändern.“ Für die Jungs sei es viel schöner zu hören, was sie können als was sie nicht können. Er führte aus: „Es wird eine geile aber schwere Aufgabe. Super Atmosphäre, volles Stadion und zwei gute Mannschaften – was willst du mehr!“

1. FC Köln: Regenbogen-Trikot anlässlich des Diversity-Day

Weltoffenheit, Akzeptanz und Toleranz: Das Spiel gegen RB Leipzig stand ganz im Zeichen der Diversität. Der 1. FC Köln lief mit einem Sondertrikot auf. Die Sponsoren-Schriftzüge DEVK und REWE waren in Regenbogenfarben auf dem Jersey abgebildet. Zudem leuchteten die Pylonen des RheinEnergie-Stadion bunt. Weitere Partner wie die Telekom, Ford und Gaffel passten ihre Bandenwerbung ebenfalls entsprechend an.

1. FC Köln vs RB Leipzig: Atemberaubende Anfangsphase - Chancen auf beiden Seiten

Die Mannschaft von Jesse Marsch legte mit hohem Tempo los. Nach zehn Minuten konnte sich der 1. FC Köln glücklich schätzen, dass es noch 0:0 stand. Szoboszlai, der bei seinem Tor im Abseits stand, Nkunku, der den Pfosten traf, und Silva, der im letzten Moment von Thielmann gestört wurde, schafften es nicht die Führung für RB zu erzielen.

Auf der Gegenseite nahm Ondrej Duda nach einem Pass von Czichos volles Risiko und zog ab. Der Offensive Mittelfeldspieler traf mit seinem Schuss aber leider nur den Außenpfosten (10. Minute). Nach 17 Minuten musste Timo Horn dann das erste Mal so wirklich eingreifen. Einen Freistoß von Szoboszlai wehrte der Kölner Schlussmann zur Seite ab. In der 25. Minute war es erneut der Ungar, welcher mit dem rechten Fuß abzog. Sein Schuss wurde zum Glück aus Kölner Sicht von Czichos noch abgefälscht und flog am Tor vorbei.

Nach 31 Minuten war Steffen Baumgart zu seinem ersten Wechsel gezwungen. Rafael Czichos hatte sich bereits einige Fouls geleistet und stand unmittelbar vor dem Platzverweis. Für ihn kam Jorge Mere in die Partie. Der Spanier nahm seinen Platz in der linken Innenverteidigung neben Kilian ein.

1. FC Köln: Kurzer Aufschrei im RheinEnergie-Stadion

In der 37. Minute jubelte das RheinEnergie-Stadion kurz. Uth hatte einen Querpass von Modeste über die Linie gedrückt, doch der Franzose stand vorher bereits im Abseits. Natürlich wurde das Spiel erstmal laufen gelassen und dann im Nachhinein auf Abseits entschieden. Der Vulkan in Köln-Müngersdorf war für einen Sekundenbruchteil schon ausgebrochen. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit hatte FC-Kapitän Hector: Sein Schuss aus halblinker Position war für RB-Schlussmann Gulacsi aber kein Problem.

1. FC Köln: Rot-Weißes Chancenfeuerwerk führt zu Modeste-Treffer

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Geißböcke ordentlich Druck in Richtung RB-Tor. Allerdings konnten weder Duda noch Modeste den Führungstreffer erzielen. Der Slowene scheiterte an Gulacsi, Modeste vergab erst knapp und stand dann hauchzart im Abseits.

Doch in der 54. Minute war es dann endlich soweit: Nach einer sehenswerten Kombination verlor Uth im Strafraum den Ball. RB-Innenverteidiger Simakan konnte den Ball allerdings nur zu Modeste klären und der nagelte das Leder zur 1:0-Führung unter die Latte. Zuerst entschied Felix Brych noch auf Foul, doch noch Begutachtung des Videomaterials gab der Unparteiische das Tor. Im RheinEnergie-Stadion brach Ekstase aus, die Modeste sogar zu Tränen rührte.

RB Leipzig erhöht die Schlagzahl - 1. FC Köln im Glück

Nach dem Gegentreffer brauchte RB Leipzig nicht lange, um den Druck auf Timo Horn zu erhöhen. Forsberg stand bei seinem Treffer in der 66. Minute allerdings noch im Abseits. Einen Schuss von Nkunku (69.) wehrte Horn zu einer folgenschweren Ecke ab. Nach der Hereingabe von Szoboszlai hatte Haidara nicht viel Mühe den Ball mit dem Kopf aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken und den 1:1-Ausgleich zu erzielen.

Glück für den Effzeh: Eine Minute nach dem 1:1-Ausgleichstreffer hatte Nkunku die Riesenchance das Spiel zu drehen. Im letzten Moment bekam Mere seinen Fuß noch in den Schuss des Franzosen und klärte so zur Ecke. In der Schlussphase kombinierte sich RB weitere hochkarätige Torchancen, doch Timo Horn behielt in allen Situationen die Oberhand. Insbesondere in der 90. Minute reagierte er gegen den freistehenden Szoboszlai sensationell.

1. FC Köln: Duda vergibt vollkommen frei - ein Punkt bleibt in Köln

Kurz vor dem Abpfiff hatte der 1. FC Köln dann noch die Megachance den kompletten Spielverlauf erneut auf den Kopf zu stellen. Andersson brach über die rechte Seite durch und zwang Gulacsi zu einer Parade. Der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Duda, der den Ball komplett alleine vor dem Tor aber nicht zum 2:1-Sieg über die Linie schob. Trotzdem darf sich der Effzeh über einen gewonnen Punkt freuen, denn über die gesamten 90 Minuten hatten die Leipziger mehr zwingende Chancen. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

5. Bundesligaspieltag: 1. FC Köln vs. RB Leipzig

Wann: 18.09.2021, 18:30 Uhr

Wo: RheinEnergie-Stadion (Köln-Müngersdorf)

Zuschauer: 25.000

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

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