Geißböcke wollen den ersten Saisonsieg

1. FC Köln vor dem Bundesligaduell mit Union Berlin: Gegen den Aufsteiger droht die gesamte Offensive auszufallen

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Im Heimspiel gegen Union Berlin will der 1. FC Köln in der Bundesliga den ersten Saisonsieg einfahren. Trotz vieler Verletzter ist Trainer Markus Gisdol optimistisch.

  • Der 1. FC Köln braucht im Heimspiel gegen Union Berlin dringend Punkte
  • Angespannte Personallage: Andersson im Sturmzentrum fraglich
  • Heldt deutet Transferaktivitäten im Winter an

Köln – Drei Punkte aus sieben Spielen, saisonübergreifend seit acht Monaten sieglos – der 1. FC Köln steht vor dem Heimspiel gegen Union Berlin im RheinEnergie-Stadion gehörig unter Druck. Insbesondere Markus Gisdol steht angesichts der anhaltenden Sieglos-Serie in der Diskussion und benötigt dringend Erfolgserlebnisse.

Die Vorzeichen für den lang ersehnten „Dreier“ allerdings könnten besser stehen. Zum einen reist der Aufsteiger als Tabellenfünfter mit breiter Brust in die Rheinmetropole, zum anderen plagen die „Geißböcke“ Verletzungssorgen. Vor allem im Angriff gehen Gisdol die Optionen aus.

Beim 1. FC Köln ist Modeste gegen Union Berlin keine Option, Andersson fraglich

Sebastian Andersson, bislang im Sturmzentrum gesetzt, droht nach einem kleinen operativen Eingriff am Knie auszufallen. Auf der Pressekonferenz am Freitagmittag deutete der FC-Coach an, dass im Fall Andersson noch Hoffnung besteht. Durchaus möglich also, dass der Schwede gegen seinen Ex-Verein Union Berlin dem Kader angehört. Ob es für einen Einsatz von Anfang an reicht, ist aber fraglich.

Definitiv fehlen wird neben Jonas Hector und Benno Schmitz hingegen auch Anthony Modeste. Den französischen Mittelstürmer plagen nach wie vor Rückenprobleme, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist weiter völlig offen. „Bei Anthony kann ich es nicht abschätzen, wir kommen immer ein paar Schritte vorwärts und dann geht es wieder zurück. Wir bräuchten ihn dringend“, klagt Gisdol.

1. FC Köln: Wer stürmt gegen Union Berlin?

Neben Andersson und Modeste steht nur ein weiterer Stürmer im Kader. Den 19-jährigen Tolu Arokodare sieht Gisdol allerdings noch nicht als echte Alternative im Sturmzentrum. „Vielleicht muss mal ein Spieler dort spielen, der es nicht so gewohnt ist“, deutet der Übungsleiter an, dass wohl ein gelernter Mittelfeldspieler aushelfen wird.

Derzeit deutet alles darauf hin, dass Gisdol im wichtigen Heimspiel auf einer Schlüsselposition experimentieren muss. Um Personalsorgen dieser Art in der Rückrunde vorzubeugen, deutete Geschäftsführer Horst Heldt auf der Pressekonferenz an, bereits nach Winterverstärkungen Ausschau zu halten. „Klar beschäftigen wir uns mit möglichen Alternativen“, so der Geschäftsführer.

Eine davon heißt Joshua Zirkzee, der Youngster vom Meister FC Bayern passt perfekt ins Profil, Gerüchte von einer Leihe halten sich hartnäckig.

Markus Gisdol drohen unruhige Zeiten

Vorerst allerdings muss der Cheftrainer des 1. FC Köln mit dem jetzigen Spielermaterial in der Bundesliga Punkte einfahren. Sollte das am Sonntagabend im Heimspiel gegen Union Berlin nicht gelingen, werden die Diskussionen rund um den Übungsleiter sicher nicht weniger. „Die letzten Wochen haben ein kleines Pflänzchen an Selbstvertrauen aufgehen lassen. Dieses müssen wir weiter gießen. Das müssen wir mit gutem Fußball und einem Sieg erledigen“, so der 51-Jährige.

Heißt im Klartext: Gisdol muss nun seinen „grünen Daumen“ unter Beweis stellen. Gegen Union Berlin braucht der 1. FC Köln dringend Punkte, um sich im Kampf um den Klassenerhalt ein bisschen Luft zu verschaffen. Anpfiff im RheinEnergie-Stadion ist am Sonntag um 18 Uhr. (ps)

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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