Nach Niederlage gegen Union

1. FC Köln weiter in der Abwärtsspirale, doch Gisdols Job ist sicher – vorerst

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Markus Gisdol bleibt nach FC-Niederlage in Berlin vorerst weiter Trainer der Geißböcke.
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Der 1. FC Köln kommt durch die knappe Niederlage bei Union Berlin weiter nicht von der Stelle und steckt mitten im Abstiegskampf. Die Lehren aus dem Bundesliga-Spiel.

Köln – Der 1. FC Köln hat seinen Negativtrend entgegen aller Hoffnungen weiter nicht stoppen können. Nach dem kurzen Aufatmen durch das Unentschieden gegen Werder Bremen setzte es am Wochenende gegen Union Berlin die nächste Bundesliga-Niederlage. Aufgrund der eigenen Führung war das 1:2 aus Sicht des FC am Ende besonders bitter. Die Probleme bleiben dabei gleich und dennoch gibt es einen Mutmacher für die Geißböcke.

1. FC Köln: Vorne zu harmlos, hinten zu anfällig – dazwischen mehr als ordentlich

Angesichts des Punkterfolgs eine Woche zuvor setzte Markus Gisdol auch gegen Union Berlin erneut auf eine Viererkette, was sich zunächst auch auszählte. Der FC konnte grundsätzlich an den spielerischen Stärken aus der Partie gegen Bremen anknüpfen und auch über das ganze Spiel beibehalten. Ballbesitz, Pass- und Zweikampfquote sprachen alle für die Kölner. Insgesamt konnte also vor allem das Mittelfeld um Max Meyer und Ellyes Skhiri überzeugen.

Doch wie sich nach Abpfiff zeigte, reicht das alleine nicht. Vor allem nicht gegen bessere Teams wie die Berliner. Denn während die Leistung im FC-Zentrum passte, war alles davor und dahinter erneut mangelhaft. Allen voran die alte Leier der Offensivschwäche, des Sturmproblems, der mangelnden Torchancen – man kennt es mittlerweile in- und auswendig. Grob gesagt, möchte es Vorne einfach nicht klappen beim FC, egal was man versucht. Das sah auch Markus Gisdol nach der Partie erneut ein: „Uns hat die Durchschlagskraft im letzten Drittel gefehlt“, sagte der FC-Trainer konstatierend.

Zuletzt zunehmend problematisch werden auch die einzelnen Ausfälle in der sonst so starken Defensive der Kölner. So steht der FC die meiste Zeit hinten recht stabil, kassiert aber immer wieder durch meist wirklich unnötige Einzelfehler Gegentreffer. Kombiniert mit dem Mangeln an eigenen Toren ist das letztlich natürlich fatal. Mit Blick auf die am Saisonende anstehen Abstiegsduelle könnten aber vielleicht die zuvor erwähnten Stärken letztlich den entscheidenden Unterschied ausmachen.

1. FC Köln: Abstiegskampf bis zuletzt – Gisdol muss auf ein erneutes Wunder hoffen

Durch die Abwärtsspirale hat den 1. FC Köln spätestens jetzt die Realität des Abstiegskampf komplett eingeholt. Denn während die Geißböcke in den letzten fünf Spielen nur einen einzigen Punkt holten und damit nun nach 25. Spieltage auf 22 Zähler kommen, hat sich die Konkurrenz aus Mainz (21 Punkte) und Bielefeld (22 Punkte)mit mehreren Punkterfolgen zurück gekämpft. Selbst Hertha BSC (21 Punkte) war zuletzt erfolgreicher als der FC. Ergebnis ist, dass die Kölner spätestens jetzt wirklich Woche um Woche um den Klassenerhalt kämpfen müssen, denn nur eine einzige weitere Niederlage könnte theoretisch schon einen Abstiegsplatz bedeuten.

Und was mit mit Markus Gisdol? Trotz mehr als akutem Abstiegskampf darf der FC-Trainer weiter bleiben. Am Tag nach dem Union-Spiel gab FC-Sportchef Horst Heldt seinem engen Vertrauten erneut Rückendeckung: „Natürlich sitzt der Trainer gegen Dortmund auf der Bank“. Jedoch gibt es darüber hinaus vorerst keine Job-Garantie (mehr). So sagt Heldt auf die Frage nach einer Zusammenarbeit bis zum Saisonende: „Solche Aussagen kann man nicht treffen. Es bleibt dabei, dass wir alles überprüfen und hinterfragen. Das ist unsere Aufgabe“.

Man kann also durchaus sagen, dass Markus Gisdol vor der Partie gegen Borussia Dortmund wieder mal mit dem Rücken zur Wand steht. Genau wie in der Hinrunde. Damals gelang mit dem Sensationssieg gegen den BVB die bitter benötigt Kehrtwende für den FC. Auch jetzt wäre wohl nicht weniger vonnöten, damit sich Gisdol nach der Länderspielpause noch als Cheftrainer des 1. FC Köln bezeichnen darf. (os)

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