Lage vor Bundesliga-Heimspiel

1. FC Köln: Gute Chancen gegen angeschlagenen VfB Stuttgart – doch Vorsicht vor der Offensivpower

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Den 1. FC Köln erwartet gegen Stuttgart wohl ein harter Fight.
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Gegen den VfB Stuttgart will der 1. FC Köln den zweiten Heimsieg in der Bundesliga einfahren. Die Erfolgsaussichten sind durchaus gut, doch der FC muss sich in Acht nehmen.

Köln – Nach der 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt könnte man meinen, der 1. FC Köln sei gedanklich wieder mitten im Abstiegskampf angekommen. Doch die Lage vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart ist alles andere als angespannt. Was bei den Geißböcken positiv stimmt und weshalb die Schwaben (dennoch) ein ernstzunehmender Gegner sind.

1. FC Köln: Positive Stimmung vor Heimspiel – Personallage entspannt sich

Ein Grund für die doch entspannte Lage beim FC ist natürlich der Fakt, dass auch die Konkurrenz am vergangen Wochenende nicht besonders erfolgreich war. An der Tabellenkonstellation hat sich demnach nur wenig geändert. Das bedeutet aber auch, dass der Relegationsplatz für die Geißböcke auch nur drei Punkte und somit potentiell eine Niederlage entfernt ist.

Auf der PK vor dem Spiel gegen Stuttgart fokussierte sich Markus Gisdol jedoch trotz Niederlage auf das Positive: „Gegen Frankfurt hat die Basis über weite Teile gestimmt, auch das Verteidigen“. Zwar spielt der VfB für den FC-Trainer ganz anders als die Eintracht, dennoch habe man aus der Partie in Frankfurt etwas lernen können. Auf diesen Stärken möchte Gisdol nun auch am Samstag aufbauen und dadurch „auch Lösungen nach vorne finden“. Wie das geht, habe der FC auch bereits in den vorherigen Partien gezeigt, so Gisdol.

Ein weiterer Grund für die positive Einstellung dürfte sicherlich die sich etwas entspannende Personallage sein. Neben Ismail Jakobs können wohl auch Ondrej Duda und Marius Wolf wieder spielen. Das sah zu Beginn der Woche noch ganz anders aus, als alle drei noch drohten gegen Stuttgart verletzt auszufallen. Lediglich auf die erneute Rückkehr von Kapitän Jonas Hector muss weiterhin gewartet werden. Bei den Langzeitverletzten hat sich derweil wenig getan. Neben Florian Kainz und Sebastian Andersson fällt nun neuerdings auch Sebastiaan Bornauw aufgrund einer OP für unbestimmte Zeit aus.

1. FC Köln gegen VfB Stuttgart: Aufsteiger mit Offensivpower

Die Lage beim VfB Stuttgart ist derweil etwas kompliziert. Der Aufsteiger sorgte mit einem furiosen Saisonstart für Aufsehen und stand zwischenzeitlich sogar auf Platz fünf der Bundesliga-Tabelle. Doch in 2021 kamen die Schwaben bisher noch nicht so in Schwung und konnte nicht mehr so richtig an ihre guten Leistungen vom vergangen Jahr anknüpfen. Nach und nach rutschte der VfB langsam in die zweite Tabellenhälfte.

Nichtsdestotrotz dürfte Stuttgart mit der bisherigen Saison insgesamt mehr als zufrieden sein. Vor allem ihr Spielstil imponiert weiterhin. Die große Stärke ist nämlich die Offensive. Dank Schnelligkeit und guten Umschalt- und Konterspiel kommt der VfB regelmäßig zu guten Torchancen. Trotz der zunehmend schlechteren Ergebnisse blieb diese Stärke auch zuletzt vorhanden und so schossen die Schwaben weiter ihre Tore – sie kassierten nur einfach zu viele.

1. FC Köln: Gute Erfolgsaussichten gegen VfB Stuttgart – eigene Offensive ist der Schlüssel zum Erfolg

Nimmt man das Hinspiel (1:1) zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart als Referenz, könnte es eine knappe Angelegenheit werden. Jedoch gilt es zu beachten, dass die Leistungen der beiden Mannschaften im vergangenen Monat einen durchaus gegensätzlichen Trend nahmen. Die Kölner wurden immer besser, die Stuttgarter zumindest punktetechnisch schlechter. Das weiß auch Markus Gisdol sehr genau: „Die Ergebnisse haben nachgelassen“, sagt der FC-Trainer konstatierend über den kommenden Gegner.

Nichtsdestotrotz sollte der FC seinen Gegner alles andere als unterschätzen. Die Offensive ist weiter brandgefährlich, was auch Markus Gisdol vor der Partie deutlich anerkennt: „Schwaben sind immer ein Stück gefährlich. Deshalb sind wir auf der Hut“. Doch glücklicherweise können die Geißböcke dem eine immer stabilere Abwehr entgegensetzen. Etwas worüber der VfB eher nicht verfügt. Die Stuttgarter sind defensiv äußerst anfällig und haben auch bei ihren Siegen selten zu Null gespielt. Für den Ausgang des Spiels wird es also entscheidend sein, wie gut der 1. FC Köln sein eigenes Angriffsspiel um Emmanuel Dennis und Co. aufziehen kann. Sollte das gelingen, dann hat der FC durchaus gute Chancen den zweiten Saisonsieg im heimischen RheinEnergie-Stadion einzufahren. (os)

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