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VfL Bochum - 1. FC Köln 2:2: Treffer von Modeste und Hübers reichen nicht zum Sieg

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Von: Robin Josten

Anthony Modeste versucht sich gegen VfL-Verteidiger Bella-Kotchap zu behaupten.
Anthony Modeste und Bella-Kotchap im Zweikampf um den Ball. © Revierfoto / Imago

Der 1. FC Köln war zum Bundesliga-Topspiel des 20. Spieltags zu Gast beim VfL Bochum. Die Geißböcke müssen sich in einem sehr intensiven Spiel mit einem Punkt begnügen.

Bochum – Am Ende eines sehr intensiv geführten Spiels zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Köln müssen sich die Geißböcke mit einem Punkt zufrieden geben. Über 90 Minuten hatte die Mannschaft von Thomas Reis mehr vom Spiel. Die Kölner können sich bei einem überragenden Marvin Schwäbe bedanken, dass man zumindest mit einem Punkt zurück in die Domstadt reist. „Ich freue mich einfach, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte“, so der FC-Schlussman.

Holtmann brachte die Bochumer in Führung, doch noch vor der Halbzeitpause drehte der FC durch Tore von Hübers und Modeste das Spiel. Im zweiten Spielabschnitt traf nur Asano für den VfL und sorgte so für den 2:2-Endstand. „Grundsätzlich geht der Punkt in Ordnung, weil beide Mannschaften auf ähnlichem Niveau gespielt haben. Vielleicht gehe ich mit dem Punkt ein wenig zufriedener als Thomas nach Hause“, bilanzierte Baumgart nach dem Spiel.

VfL Bochum vs. 1. FC Köln: Die Aufstellungen - Baumgart rotiert zurück

Im Vergleich zum Pokal-Aus gegen den Hamburger SV stellte Steffen Baumgart seine Mannschaft auf sechs Positionen um. Marvin Schwäbe, Luca Kilian, Dejan Ljubičić und FC-Kapitän Jonas Hector durften erneut von Beginn an spielen. Der Rest der Baumgart-Elf saß unter der Woche auf der Bank und ging demnach einigermaßen ausgeruht ins Spiel. Nominell stellte Anthony Modeste die einzige Sturmspitze, da Uth und Andersson auf der Bank saßen. Mit Duda, Schaub, Ljubičić und Kainz bot der FC aber hinter dem Franzosen viel Offensivpotential auf. Vor dem Spiel sagte Baumgart: „Bochum spielt mit sehr viel Mentalität, das tun wir auch. Das wird ein Kampf- und Mentalitätsspiel. Es wird vermutlich sehr eng und intensiv. Ich hoffe, dass wir am Ende die bessere Lösungen haben.“

VfL Bochum vs. 1. FC Köln: Erste Halbzeit - Modeste und Hübers drehen VfL-Führung durch Holtmann

Jubeltraube nach dem 1:1-Ausgleich von Timo Hübers. Im Hintergund sind enttäuschte VfL-Spieler zu sehen.
Die FC-Spieler feiern den Treffer von Timo Hübers zum 1:1. © Ulrich Hufnagel / Imago

Im Vonovia Ruhrstadion entwickelte sich vom Start weg ein offenes Spiel. Die erste Abschlussmöglichkeit hatte der VfL durch Soares in der sechsten Minute. Der Schuss des Außenverteidigers wurde von der FC-Defensive geblockt. Auch der Nachschuss des Ex-Kölners Rexhbeçaj brachte keine Gefahr für Schwäbe. Den ersten Abschluss für die Geißböcke gab es für Kilian nach einer Ecke von Schaub. Er bekam beim Kopfball leider nicht genug Druck hinter den Ball. Der VfL hatte in der Anfangsphase generell mehr vom Spiel und kam auch zu weiteren Abschlüssen. Einen Schuss von Holtmann konnte Schwäbe mit dem Fuß parieren.

Megachance für Modeste: In der 23. Minute gab es dann die Riesenchance für Modeste nach Querpass von Ljubičić. Der Franzose geriet in Rücklage und verzog zum Entsetzen der Kölner Auswechselbank über das Tor. Im direkten Gegenzug musste der 1. FC Köln dann den Rückstand hinnehmen. Locadia brachte Holtmann in die Spur und der Flügelspieler schloss den Konter durch die Beine von Schwäbe zum 1:0 für den VfL ab (25.).

Nur zwei Minuten nach der Locadia-Chance schlug der FC zurück. Nach einer Ecke landete der Ball mit ein wenig Glück vor den Füßen von Hübers und der Innenverteidiger schweißte das Leder unter die Latte. Zu diesem Zeitpunkt war der Ausgleich etwas schmeichelhaft. Aber damit noch nicht genug. Kurz vor der Halbzeit setzte Kainz den startenden Modeste in Szene und der Franzose lupfte über Riemann hinweg zur FC-Führung. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Halbzeitpause.

VfL Bochum vs. 1. FC Köln: Zweite Halbzeit - Asano sorgt für 2:2, FC zu passiv

Die zweite Halbzeit begann mit Druck des 1. FC Köln. Bereits nach wenigen Augenblicken hatte Hector die Chance zu erhöhen, verzog seinen Schuss aber ein paar Meter neben das Tor. Danach übernahm der VfL wieder die Spielkontrolle und kam durch Löwen in Minute 52 zur Megachance auf den Ausgleich. Zum Glück für die Kölner traf der Mittelfeldspieler den Ball nicht richtig, sodass sein Schuss über das Tor von Marvin Schwäbe flog. Nach ereignislosen zehn Minuten war es erneut der VfL, welcher wieder gefährlich vor dem FC-Tor auftauchte. Diesmal verzog Polter seinen Schuss über die Querlatte.

Der FC wurde in dieser Phase leicht passiv, kam nicht mehr wirklich aus der eigenen Hälfte und bekam in Minute 70 dann auch die Quittung. Nach einem Einwurf von der rechten Seite legte Polter den Ball für Asano ab und der VfL-Stürmer schob zum 2:2-Ausgleich ein. Wie schon beim ersten Tor durch Holtmann hatte Schwäbe keine Abwehrchance. Danach flachte das Spiel komplett ab und es gab nur noch vereinzelte Strafraumszenen. VfL-Einwechselspieler Osterhage hatte in er 85. Minute die Möglichkeit den VfL in Führung zu bringen, scheiterte aber an Schwäbe. Da auch in der vierminütigen Nachspielzeit nichts passierte, stand am Ende ein 2:2-Unentschieden auf der Anzeigetafel. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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