FC zittert sich eine Runde weiter

Arbeitssieg gegen Osnabrück: Was der 1. FC Köln aus der Partie im DFB-Pokal lernen kann

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Salih Özcan und der 1. FC Köln durften sich über einen Arbeitssieg im DFB-Pokal freuen.
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Der 1. FC Köln steht nach einem 1:0-Sieg gegen Zweitligisten VfL Osnabrück im Achtelfinale des DFB-Pokals. Markus Gisdol rotierte kräftig durch – und gewann einige Erkenntnisse.

  • Beim 1:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den VfL Osnabrück tat sich der 1. FC Köln lange schwer
  • Auch gegen den unterklassigen Gegner konnte Trainer Markus Gisdol einige Erkenntnisse gewinnen
  • Beim 1. FC Köln hat sich im Zentrum mittlerweile eine starke Achse gebildet

Köln – Die Pflicht ist erfüllt, mehr jedoch nicht: Auch wenn der 1. FC Köln am Dienstagabend gegen den VfL Osnabrück über 90 Minuten die bessere Mannschaft war, konnten die Kölner beim Arbeitssieg gegen den Zweitligisten nicht immer überzeugen. Was im Endeffekt egal ist, wenn man eine Runde weiter kommt – dennoch gibt es einige Dinge, die FC-Trainer Markus Gisdol im letzten Pflichtspiel des Jahres 2020 und für die Fortsetzung der Saison am 3. Januar beobachtet haben dürfte.

1. FC Köln siegt gegen VfL Osnabrück und zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein

So gab er mit Dimitrios Limnios, Noah Katterbach und Anthony Modeste drei Spielern, die zuletzt oftmals nur zweite Wahl gewesen waren, die Chance, sich zu beweisen – nicht jeder der Akteure nutzte sie. Während Modeste das Siegtor erzielte und Linksverteidiger Katterbach nur selten gefordert war, enttäuschte vor allem der Auftritt von Dimitrios Limnios. Der vor einigen Monaten für 3,3 Millionen aus Griechenland gekommene Flügelspieler schaffte es gegen den Zweitligisten nicht, Eigenwerbung zu betreiben – und wirkt auch nach acht Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison noch immer wie ein Fremdkörper im FC-Spiel.

Auch an den eigenen Lösungen mit Ball muss gearbeitet werden. Eigentlich reichten den Kölnern gegen die klar unterlegenen Gäste gute 15 Minuten vor der Halbzeit, um Druck zu entfachen und schließlich auch in Führung zu gehen – in den übrigen 75 Minuten, mit Ausnahme der Schlussphase, als Osnabrück aufmachen musste, waren echte Chancen trotz höherer Spielanteile Mangelware. Besonders mit tiefer stehenden Gegnern tut sich der FC oft schwer, gegen die Top-Teams (vier Punkte gegen Dortmund und Leipzig) setzte man vor allem auf Umschaltspiel – die eigentliche Stärke der Gisdol-Elf.

Horn, Skhiri, Duda – im Spiel des 1. FC Köln hat sich eine echte Achse gebildet

Dafür, und das wurde auch gegen den überwiegend harmlosen Zweitligisten deutlich, hat sich mittlerweile im FC-Spiel eine echte Achse gebildet. Timo Horn, der in den vergangenen Wochen zu seiner Form zurückfand, Abwehrchef Sebastiaan Bornauw, Lenker Ellyes Skhiri und das personifizierte Kreativzentrum Ondrej Duda erlauben es den Kölnern auch einmal, wie gestern geschehen, durchzuwechseln – selbst wenn die Geißböcke spielerisch noch nicht am Top-Niveau kratzen.

Das jedoch dürfte Markus Gisdol und Co. nach dem Weiterkommen, das 700.000 Euro in die klammen Clubkassen spült, erst einmal herzlich egal sein. Die Kölner setzten ihren Aufwärtstrend fort und dürfen sich nun an Weihnachten über einen Nicht-Abstiegsplatz in der Bundesliga und das Achtelfinale im DFB-Pokal freuen. Und das hört sich zum Jahresabschluss doch gar nicht so schlecht an. (mo)

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