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1. FC Köln: Wehrle mahnt zum Sparen – „85 Millionen Euro Umsatz verloren“

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Von: Robin Josten

Alexander Wehrle guckt in die Luft.
Alexander Wehrle wird den 1. FC Köln spätestens im April verlassen. © Ulrich Hufnagel / Imago

Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, stellt aufgrund des herben Umsatzverlusts durch die Corona-Pandemie einen Sparkurs beim FC in Aussicht.

Köln – Hohe Verluste: Alexander Wehrle hat den 1. FC Köln zu einem Sparkurs in den nächsten Jahren ermahnt. „Die nächsten Jahre müssen wir den Gürtel enger schnallen“, sagte der FC-Geschäftsführer, der spätestens im April zum Liga-Konkurrenten nach Stuttgart wechselt, gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Durch die Corona-Pandemie habe der Verein „85 Millionen Euro Umsatz verloren“. Wehrle führte aus: „Wir müssen bereits jetzt eine Landesbürgschaft zurückführen, haben erhebliches Fremdkapital angesammelt und mussten künftige Sponsoring-Einnahmen vorziehen.“

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„Wir haben ein schlüssiges, seit Monaten bewährtes Hygienekonzept. Dann möchte ich mal rational erklärt bekommen, warum es nicht möglich sein soll, mindestens 15.000 Zuschauer zuzulassen“, sagte Wehrle dem Kölner Stadt-Anzeiger und machte damit klar, dass er die aktuelle Regelung für „völlig unverhältnismäßig“ hält. Die Kölner dürfen zwar am Samstag gegen den FC Bayern München wieder Zuschauer ins Stadion lassen, allerdings sind insgesamt nur 750 erlaubt.

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Steffen Baumgart äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel auch zu diesem Thema. „Ich finde es Mist. Es gibt Hallen, die sind mit 750 Zuschauern besetzt. Wir haben ein großes Stadion und haben nur 750 drin. Da stellt sich die Sinnfrage“, so der 50-Jährige. Zu den Erklärungen der Politik hatte der FC-Cheftrainer auch eine Meinung: „Die Erklärungen, die ich bisher gehört habe, hören sich klug an, sind aber alle Mist und Blödsinn. Die schwierige Situation, die wir in diesem Land haben, hat nichts mit dem Fußball zu tun und schon gar nicht mit den Zuschauern. Ich bin sicher, dass wir im RheinEnergie-Stadion sogar 2G+ hatten, und dass bei keinem Spiel etwas passiert ist. Ich halte es für sinnlos, dass nur 750 Fans in dieses wunderschöne Stadion dürfen.“

Dennoch ist sich der gebürtige Rostocker sicher, dass sich die 750 Zuschauer lautstark bemerkbar machen und für Stimmung sorgen werden. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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