Hector zurück

1. FC Köln gegen Bremen: Negativserie beendet – Lehren aus dem glanzlosen Unentschieden

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Jonas Hector hat sich mit seinem Treffer für den 1. FC Köln eindrucksvoll zurückgemeldet.
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Nach drei Niederlagen in Folge hat der 1. FC Köln seine Abwärtsspirale gegen Werder Bremen stoppen können. Dabei überzeugten die Geißböcke vor allem spielerisch.

Köln – Fans des 1. FC Köln können vorerst ein wenig aufatmen. Zwar wartet man weiter auf den zweiten Heimsieg der Saison, jedoch beendete der FC mit dem 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen immerhin seine Niederlagen-Serien in der Bundesliga. Auch wenn dabei Vieles deutlich besser als zuletzt war, mangelt es den Geißböcken immer noch an einer entscheidenden Sache.

1. FC Köln: Markus Gisdol stellt erfolgreich um – große Schwäche kostet Sieg

Wie bereits auf der Spieltags-PK angedeutet, hatte FC-Trainer Markus Gisdol hat aus den vorherigen Bundesliga-Spielen gelernt und gegen Bremen einige Konsequenzen gezogen. Die Startformation des FC wurde aus diversen Gründen drastisch umgestellt – und das erstmal mit Erfolg. Die Geißböcke hatten nicht nur sehr viel Ballbesitz, sondern auch eine hohe Passgenauigkeit. Insgesamt war das auf dem Rasen Dargebotene deutlich besser und auch offensiver als in den letzten Wochen. Großen Anteil daran hatten auch die beiden Neulinge in der Startelf Max Meyer und Jan Thielmann.

Hilfreich war dabei tatsächlich auch die Rückkehr zu einer Viererkette, die gegen defensive Bremer überraschend gut funktionierte. Davon profitierte in erster Linie ein dritter Neuer in der ersten Elf: Noah Katterbach. Der Linksverteidiger kam auf seiner Paradeposition zum Einsatz, machte mächtig Dampf und brachte einige Flanken in den gegnerischen Strafraum – unter anderem die vor dem 1:1.

Doch genau hier lag letztlich dann mal wieder das große Problem. Trotz der spielerischen Überlegenheit, kam der FC kaum zu echten Torchancen. Ein Grund dafür war ganz einfach der mangelnde Abnehmer im Sturmzentrum. Denn mit hohen Flanken konnten Ondrej Duda und Jan Thielmann herzlich wenig anfangen. Und wenn es mal doch eine Chance wie den Kopfball von Ellyes Skhiri gab, dann scheiterte es wie sooft auch an der Vollstreckung. Denn fairerweise muss man sagen, dass der eigentlich Treffer zum 1:1 eher ein Zufallsprodukt war. Rund um den Strafraum bleiben die Kölner also insgesamt weiter ideen- und mittellos.

1. FC Köln mit komplexen Problemen – Jonas Hector könnte noch ganz wichtig werden

Es scheint also so, dass der 1. FC Köln zurzeit kaum all seine Probleme gleichzeitig lösen kann. Scheiterte es die letzten Wochen vor allem am mangelnden Umschaltspiel, war es diesmal unter anderem die schlechte Chancenverwertung. So half die Mannschaftsumstellung zwar für ersteres, doch schadete wohl eher für letzteres. Denn auch wenn Emmanuel Dennis zuletzt generell wenig überzeugte, war er als echter Mittelstürmer nach seiner Einwechslung prompt am Ausgleichstreffer entscheidend beteiligt.

Insgesamt ist es weiterhin keine leichte Situation für Markus Gisdol. Immerhin konnte sich der FC-Coach am Sonntag gleich doppelt über das Comeback von Jonas Hector freuen. Nicht nur war es schön den FC-Kapitän überhaupt wieder auf dem Platz zu sehen, sondern er konnte dem FC auch direkt weiterhelfen. „Das Tor von Jonas Hector war ganz wichtig. Jeder weiß, welche Bedeutung er für den FC hat. Er ist eigentlich unser bester Spieler, hat aber weite Teil der Saison gefehlt“, lobte oder besser gesagt adelte Gisdol den FC-Profi. Und in der Tat, ein Jonas Hector in Top-Form könnte den Kölnern sowohl spielerisch, als auch mental deutlich weiterhelfen. Der FC hat nun also für den Abstiegskampf einen weiteren personellen Hoffnungsschimmer. (os)

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