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Freie Tage, Trainingslager, Transfers: Was der etwas andere Winterfahrplan des 1. FC Köln bedeutet

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Von: Peter Stroß

Horst Heldt und Markus Gisdol sitzen auf der Trainerbank
Horst Heldt (l.) und Markus Gisdol haben nur wenige Tage frei. © Imago Images / regios24 (Darius Simka)

Nach dem Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück geht es für die Profis des 1. FC Köln in den Winterurlaub. Doch so wie in den vergangenen Jahren wird dieser nicht.

Köln – Wer startet wann? Wer fliegt wohin? Wer testet gegen wen? So oder so ähnlich lauten alljährlich die Fragen, wenn es um die Vorbereitung der Bundesligisten auf die Rückrunde geht. Dieses Jahr allerdings ist aufgrund des geänderten Spielplans alles anders. Denn: Die Hinrunde ist zum Jahreswechsel noch gar nicht abgeschlossen.

Statt Anfang des Jahres wie vergangenen Winter nach Spanien zu fliegen, steht für den Kölner Bundesligisten bereits am 2. Januar die nächste Ligapartie auf dem Programm. Für den 1. FC Köln beginnt das Jahr 2021 mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg im RheinEnergie-Stadion. Bedeutet: Mehr als ein paar freie Tage sind für die Spieler nicht drin. „Wir haben dieses Jahr keine richtige Pause über Weihnachten. Es sind vielleicht vier Tage, die Jungs trainieren ja auch individuell“, erklärt Markus Gisdol.

Der 1. FC Köln muss aufgrund der kurzen Winterpause auf ein Trainingslager verzichten

Wirklich glücklich ist der Trainer über diese kurze Pause nicht, zu hoch war besonders im Dezember die Belastung mit gleich zwei englischen Wochen hintereinander. Dem ein oder anderen Spieler gönnte Markus Gisdol deswegen eine Pause, nun kann er selbst eine gebrauchen.

„Ich hoffe, dass ich zwischen Weihnachten und Neujahr Ruhe finde, um mir Gedanken zu machen. Allen hat dieses Jahr unglaublich viel abverlangt. Nicht nur uns Trainern, sondern auch den Spielern. Der ganzen Belegschaft, unserem Staff“, so der 51-Jährige.

Markus Gisdol: „Die Bundesliga ist dieses Jahr anders als sonst“

Zeit für Testspiele bleibt angesichts des engen Zeitplans nicht. Noch vor Silvester wird der Effzeh voraussichtlich das Training wieder aufnehmen (genauer Zeitplan ist noch nicht bekannt). Die kurze Winterpause verändert auch die Voraussetzungen für Transfers. Das Transferfenster öffnet am 1. Januar 2020 und schließt einen Monat später. Die Eingewöhnung neuer Spieler muss also im laufenden Bundesligabetrieb geschehen.

Viele Klubs überlegen sich daher sicher zweimal, ob die Verpflichtung von Neuzugängen Sinn ergibt. Die Kassen sind – auch beim 1. 1. FC Köln – aufgrund der Verluste der Corona-Pandemie ohnehin klamm. Die Geißböcke beziffern die Umsatzeinbußen auf rund 40 Millionen Euro. Laut kicker tendiert deswegen die Wahrscheinlichkeit, dass Horst Heldt auf dem Winter-Transfermarkt tätig wird, „gegen null“. „Die Bundesliga ist dieses Jahr anders als sonst“, bilanziert Markus Gisdol. Das gilt insbesondere für ihre Winterpause. (ps)

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