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1. FC Köln: Großer Check – so haben die Youngster in der Hinrunde performt

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Von: Max Dworak

Jan Thielmann, Noah Katterbach, Tomas Ostrak und Tim Lemperle mit dem Ball am Fuß.
Von links nach rechts: Die Youngster Jan Thielmann, Noah Katterbach, Tomas Ostrak und Tim Lemperle erhielten unterschiedliche Einsatzzeiten in der Hinrunde. © Eibner/Michael Weber/Chai v.d. Laage/Treese/Imago

Steffen Baumgart setzte bis zur Winterpause nicht nur Routiniers, sondern auch einige Youngster beim 1. FC Köln ein. Ein Überblick zeigt, wie oft die jungen Wilden spielten.

Köln – Im Trainingslager in Donaueschingen im vergangenen Sommer gab Steffen Baumgart vielen jungen Spielern die Möglichkeit, sich mit dem anspruchsvollen Niveau im Profi-Bereich vertraut zu machen: „Es geht darum, aus ihnen Bundesliga-Spieler zu machen. Das geht nicht von heute auf morgen, das braucht schon ein bisschen Zeit“, sagte der Trainer des 1. FC Köln im Hinblick auf die Talente des Vereins. So durften die Jugendspieler Tim Lemperle, Marvin Obuz, Philipp Wydra, Tomas Ostrak, Jens Castrop, Meike Sponsel und Jonas Urbig die erste Mannschaft begleiten. Nach 17 Spieltagen wird deutlich, welcher „Frischling“ am meisten berücksichtigt wurde.

Steffen Baumgart: „FC hat einen sehr guten Nachwuchs“

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit Ausnahme von Tim Lemperle und Tomas Ostrak schaffte es bislang keiner der oben genannten Youngster, sich im Profi-Kader von Steffen Baumgart für ein Bundesliga-Spiel zu empfehlen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der 49-Jährige die Nachwuchs-Kicker nicht auf dem Schirm hat: „Der FC hat einen sehr guten Nachwuchs, daher muss man sich um die Jungs kümmern. Ob sie dann gleich spielen werden, ist eine andere Geschichte. Alleine schon mittrainieren zu können, ist der erste Schritt. Sich durchzusetzen, ist der nächste“, sagte Steffen Baumgart bereits wenige Tage nach Amtsantritt.

1. FC Köln: Tomas Ostrak und Noah Katterbach nur mit Kurz-Einsätzen in der Bundesliga

Nach einem Jahr in seiner Heimat Tschechien kehrte der ausgeliehene Mittelfeldspieler Tomas Ostrak mit Beginn der Saison 2021/22 zurück zum Geißbockheim. Am 3. Spieltag, als der 21-Jährige in der Partie gegen den VfL Bochum seine Premiere feierte, ließ er nach wenigen Sekunden gleich seine Pass-Qualitäten aufblitzen. Sein Zuspiel auf Tim Lemperle sorgte kurz vor Spielende für das zwischenzeitliche 2:0. Seit seinem zweiten Kurzeinsatz am 4. Spieltag gegen den SC Freiburg ist das Kapitel Bundesliga jedoch vorerst wieder auf Eis gelegt. In der Summe kommt der Spielmacher in zwei Spielen auf magere zehn Minuten auf dem Rasen.

1. FC Köln: Das sind die Einsatzzeiten der vier Youngster in der Bundesliga

SpielerAlterLiga-Spiele/StartelfSpielminutenTore/VorlagenMarktwert
Jan Thielmann1914/55850/15,5 Millionen Euro
Tim Lemperle194/0651/01 Millionen Euro
Noah Katterbach201/0150/02,5 Millionen Euro
Tomas Ostrak212/0100/1750.000 Euro

Quelle: transfermarkt.de; Stand: 28.12.21

Die Geschichte von Youngster Noah Katterbach wurde beim 1. FC Köln in jüngster Vergangenheit wohl schon so oft erzählt, dass sie mittlerweile allgegenwärtig ist. Der hochtalentierte, aber dennoch degradierte Linksverteidiger, ackert derweil für sein Profi-Comeback. Bei den Amateuren hält sich der deutsche U21-Nationalspieler fit und erhält die entsprechende Wertschätzung von Trainer Mark Zimmermann. Steffen Baumgart konnte er bislang noch nicht wirklich überzeugen: Unter dem neuen Übungsleiter der ersten Mannschaft gab es für Noah Katterbach erst 15 Minuten in der laufenden Bundesliga-Saison.

1. FC Köln: Tim Lemperle muss sich noch etwas gedulden

Der Name Tim Lemperle dürfte den meisten Beobachtern der Bundesliga erst seit dem Startschuss der aktuellen Saison etwas sagen. Der 19-Jährige konnte jedoch schon viel früher – genauer gesagt am 27. Juni 2020 – die Luft der höchsten deutschen Spielklasse schnuppern. Auch wenn der damals 18-Jährige bei der 6:1-Klatsche an jenem 34. Spieltag in Bremen schon eine Viertelstunde auf dem Rasen stand, so sollte es bis zur Übernahme von Steffen Baumgart dauern, dass das FC-Eigengewächs wieder bei den Profis vorstellig werden durfte. Dabei ist vor allem ein Adjektiv zu nennen, um den Angreifer zu beschreiben: mutig. Im Elfmeterschießen der ersten Runde des DFB-Pokals nahm sich Tim Lemperle als erster die Kugel auf Seiten der Kölner. Der Youngster verwandelte abgezockt und ließ dem Schlussmann des Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena keine Chance. In der Bundesliga folgte nur drei Wochen später das erste Profi-Tor gegen den VfL Bochum.

Insgesamt kommt Tim Lemperle nach der Hinrunde auf vier Einsätze und einen Scorerpunkt. Sein letztes Spiel liegt nun mehr als zwei Monate zurück: Als der 1. FC Köln in Hoffenheim mit 5:0 baden ging, brachte Steffen Baumgart seinen Schützling für die letzten elf Minuten. Seither ist es ruhiger geworden um den ambitionierten Stürmer, der aktuell primär in der Regionalliga Spielpraxis sammelt. Für den Kölner Chef-Trainer ist der Youngster dennoch ein wichtiger Baustein für die Zukunft: „Bei Tim können wir uns alle freuen, er wird in dieser Mannschaft auf lange Sicht eine Rolle spielen. Mit 19 muss er das aber noch nicht.“

1. FC Köln: Jan Thielmann ist die Nummer eins der Youngster

Trotz seiner erst 19 Jahre schwebt jedem FC-Fan besonders ein Kicker durch den Kopf, wenn es um das Thema Youngster geht: Jan Thielmann. Am 14. Dezember 2019 gab der Flügelflitzer bereits im Alter von 17 Jahren sein Debüt bei den Profis unter Markus Gisdol. Zwei Bundesliga-Spielzeiten später steht der U21-Nationalspieler bei 50 Bundesliga-Einsätzen, sowie sieben Torbeteiligungen.

Zu Steffen Baumgart pflegt der Spieler ein gutes Verhältnis, weshalb sein Ziel ein Platz in der ersten Elf ist: „Ich würde mich im Verein gerne weiter etablieren und irgendwann zum Stammspieler werden.“ Ein durchaus realistisches Szenario: In der laufenden Liga-Periode kommt Jan Thielmann aktuell auf 14 Einsätze, davon durfte er fünfmal von Beginn an kicken – so viel Spielpraxis konnte kein anderer Youngster sammeln.

Ganz nach dem Motto „Never change a winning Team“ wird Steffen Baumgart wohl auch die Rückrunde mit wenig Risiko und umso mehr Stabilität beginnen wollen. Daher werden sich die Einsatzzeiten der Youngster – mit Ausnahme von Jan Thielmann – wohl weiterhin auf wenige Minuten pro Spiel beschränken. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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