Trainerjob nicht ausgeschlossen

Doch keine Rente? Friedhelm Funkel will nächstem Ex-Klub helfen

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Friedhelm Funkel wollte seine Trainerkarriere nach dem Rückspiel in der Relegation eigentlich endgültig beenden.

Friedhelm Funkel könnte seine Rentenrückkehr womöglich doch noch aufschieben. Der Retter des 1. FC Köln soll nun dem KFC Uerdingen aus der Patsche helfen.

Köln – Bei der Planung der Zukunft des KFC Uerdingen soll auch Vereinslegende Friedhelm Funkel helfen. Der Club, der aus wirtschaftlichen Gründen wohl aus der 3. Fußball-Liga absteigen wird, arbeitet daran, möglichst schnell handlungsfähig zu werden und den Spielbetrieb in einer noch nicht geklärten Liga fortzusetzen.

Wie der Verein am Montag mitteilte, sei man auch mit dem früheren Spieler und Trainer Funkel in Kontakt getreten. Der 67-Jährige, der gerade den 1. FC Köln vor dem Abstieg aus der Bundesliga bewahrt hat, will nach der Rückkehr aus dem Urlaub seine Unterstützung anbieten. Ende April hatte Funkel bereits mit einem Berater-Job beim FC geliebäugelt.

Funkels nächste Rettungsaktion? KFC Uerdingen vor kompletten Neustart in Regionalliga

Der geplante Rückzug aus der 3. Liga stand schon länger fest, wie Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth zuletzt einräumte. Da der KFC die Auflagen des DFB nicht erfüllen kann, habe Kruth sich mit dem Investor zunächst auf einen Neustart in der Regionalliga verständigt. Dafür stehe der Investor, der sich aber überraschend zurückgezogen hat, jedoch nicht mehr zur Verfügung. Damit sei der Anfang Mai von den Gläubigern akzeptierte Insolvenzplan hinfällig, die Fußball-GmbH werde abgewickelt. Der Krefelder Verein hat bereits langem mit großen finanziellen wie personellen Probleme zu kämpfen.

Derzeit führt der Verein viele Gespräche mit unterschiedlichen Personen und Gruppierungen, um die Zukunft des KFC Uerdingen 05 e.V. möglichst positiv zu gestalten. Dabei geht es auch um die Spielstätte. Zuletzt mussten die Uerdinger in Duisburg, Düsseldorf und Lotte spielen, da das heimische Grotenburg-Stadion saniert wird. Diese Sanierung wird durch den Rückzug aus der 3. Liga nicht hinfällig, ist aber wohl erst im Jahre 2022 abgeschlossen.

„Die aktuellen Geschehnisse sind natürlich ein Tiefschlag für die Menschen, die diesem Verein über Jahrzehnte, gerade auch in schwierigen Zeiten, die Treue gehalten haben. Dies muss aber kein Ende darstellen, sondern kann auch ein Anfang für etwas Neues sein. Die Beschlüsse zur Grotenburg sind ohne Ligazugehörigkeit gefasst worden und haben dadurch weiterhin Bestand“, sagte der Krefelder SPD-Fraktionsvorsitzende Benedikt Winzen.

Friedhelm Funkel: Nächster Trainerjob beim KFC Uerdingen nicht ausgeschlossen – aber unwahrscheinlich

Ob Friedhelm Funkel nun eventuell sogar als Trainer bei seinem Herzensverein einspringen wird, ist noch unklar. Zumindest hatte der 67-Jährige eine erneute Rückkehr auf die Trainerbank zuletzt nicht komplett ausgeschlossen aus. Eigentlich wollte der Fußballlehrer nach dem Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln jetzt endgültig in den Ruhestand gehen. „Das ist nun ein schöner Abschluss. Wobei: Ich schließe nichts mehr aus. Das habe ich gelernt“, schrieb Funkel in einem Gastbeitrag in der Sport Bild. Eine ganze Saison schaffe er aber nicht mehr. „Ich werde im Dezember 68, da mache ich mir nichts vor. Aber ein paar Wochen am Ende. Vielleicht...“

Funkel hatte nach 28 Saisonspielen und Platz 17 Markus Gisdol als Trainer beim 1. FC Köln abgelöst. Nach dem 0:1 im Relegationshinspiel gegen Holstein Kiel schafften die Kölner dann mit einem 5:1 im Rückspiel doch noch den Klassenverbleib. Bei den Geißböcken wird Funkel zur neuen Saison durch Steffen Baumgart ersetzt. (dpa)

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