Der junge Verteidiger spielt sich in den Fokus

Jorge Meré: Neuer Hoffnungsträger für den 1. FC Köln? Lichtblick aus der zweiten Reihe

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Jorge Meré im Einsatz – Ist er der neue Hoffnungsträger für den 1. FC Köln?
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Trotz der sportlichen Krise gibt es beim 1. FC Köln wieder Grund zur Freude. Jorge Meré überzeugte gegen Union Berlin und könnte zukünftig eine große Verstärkung werden.

  • Der 1. FC Köln befindet sich aufgrund der Bundesliga-Ergebnisse der vergangenen Wochen mitten in einer Krise
  • Jedoch gab es bei der FC-Niederlage gegen Union Berlin zumindest einen Lichtblick: Jorge Meré
  • Rafael Czichos muss aufgrund der guten Leistung von Jorge Meré wohl um seinen Startelf-Platz bangen

Köln – Aktuell läuft sportlich nicht besonders viel gut beim 1. FC Köln und seinen Profi-Spielern. Doch zumindest einer dürfte momentan etwas positiver gestimmt sein: Jorge Meré. Der FC-Verteidiger lieferte in der Bundesliga gegen Union Berlin als einer der wenigen ein überzeugendes Spiel ab.

Dabei kam die Meldung über den Startelf-Einsatz von Meré doch eher überraschend. Aufgrund zuletzt schwacher Leistungen von Sebastiaan Bornauw kam der 23-jährige Spanier gegen Berlin zu seinem ersten Einsatz der aktuellen Bundesliga-Saison. Dabei zeigte Jorge Meré gerade im Spielaufbau gleich ein paar gute Ideen und stand darüber hinaus auch defensiv stabil.

Jorge Meré: Enttäuschung trotz gelungenem Debüt für 1. FC Köln – Spanier gibt sich im Interview bescheiden

Auch wenn sich Jorge Meré über sein gelungenes Debüt in der aktuellen Bundesliga-Saison freut, überwiegt selbst beim Verteidiger des 1. FC Köln momentan natürlich das Negative: „Es war schön, gespielt zu haben – aber natürlich überwiegt die Enttäuschung. Es geht nicht um Einzelne, sondern ums Team, besonders in unserer aktuellen Situation. Die Ergebnisse sind wichtiger als alles andere. Und das Ergebnis von Sonntag ärgert mich sehr“, sagte Meré im Interview auf der FC-Website.

Generell gibt sich Jorge Meré recht bescheiden und sehr mannschaftsdienlich: „Es können immer nur elf Spieler auf dem Platz stehen und wenn man nicht dazugehört, muss man im Training noch härter arbeiten. Das habe ich versucht. Aber wie gesagt: Es geht ums Team“, weiter ergänzt der junge Spanier: „Wir haben mehrere gute Innenverteidiger und standen in dieser Saison in vielen Spielen defensiv stabil. Starke Mitspieler auf der eigenen Position zu haben, ist immer positiv, weil es einen antreibt, noch härter zu arbeiten, um sich einen Platz zu erkämpfen. Mich pusht der mannschaftsinterne Wettbewerb.“

Jorge Meré bringt Hoffnung im Bundesliga-Abstiegskampf – Muss Abwehr-Chef Rafael Czichos nun weichen?

Wie bereits aus dem Interview hervorgeht, handelt es sich bei der Abwehr des 1. FC Köln tatsächlich eher um eine der wenigen Stärken der bisherigen Bundesliga-Saison des 1. FC Köln. Jedoch bringt Jorge Meré vor allem mit seiner Spielstärke eine Eigenschaft mit, die der Verteidigung des 1. FC Köln zuletzt eher fehlte. Diese hilft nämlich beim so wichtigen strukturierten Spielaufbau, der in der Konsequenz natürlich auch Auswirkungen auf die Offensiv-Bemühungen des Effzehs haben könnte.

Dank seiner guten Leistung und seines individuellen Talents dürfte sich Jorge Meré also wieder in den Fokus für die erste Elf des 1. FC Köln gespielt haben. Doch wie auch Geissblog.Koeln passend schreibt, dürfte wohl nicht Sebastiaan Bornauw, sondern vielmehr Refael Czichos jetzt um seinen Startelf-Platz bangen. Denn die Rückkehr des sehr robusten Belgiers Bornauw gilt als sehr wahrscheinlich, ihm wurde gegen Union Berlin in erster Linie eine Pause gegönnt. Czichos hingegen fiel zuletzt und besonders gegen Berlin spielerisch eher negativ auf. Darüber hinaus handelt es sich bei Rafael Czichos und Jorge Meré um doch sehr ähnliche Spielertypen mit nur einem entscheidenden Unterschied: Meré ist deutlich spielstärker und genau das könnte der 1. FC Köln aktuell sehr gut gebrauchen. (os)

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