Gisdols mögliche Kniffe gegen Bayer

Vor dem rheinischen Duell: Welche Schwachstellen der 1. FC Köln bei Bayer 04 Leverkusen ausnutzen muss

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Im Vorjahr ging das Hinspiel an den 1. FC Köln (2:0), das Rückspiel an Bayer 04 Leverkusen (3:1).
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Auf dem Papier geht der Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen als klarer Favorit in das rheinische Duell mit dem 1. FC Köln (heute, 20:30 Uhr). Doch den Geißböcken werden sich Chancen bieten – die es zu nutzen gilt.

  • Vor dem Duell gegen Bayer 04 Leverkusen ist der 1. FC Köln auf der Suche nach Schwächen beim Tabellenführer
  • Bayer 04 Leverkusen könnte defensiv Probleme mit dem Tempo des 1. FC Köln bekommen
  • Die Geißböcke haben ihre Fähigkeiten gegen Top-Teams bereits mehr als einmal demonstriert

Köln – Wenn keiner mit dem 1. FC Köln rechnet, war das Team von Markus Gisdol in der Vergangenheit besonders stark. Jüngst bewies man das beim überraschenden 2:1-Sieg in Dortmund – und vor ziemlich genau einem Jahr auch gegen Bayer 04 Leverkusen. 2:0 hieß damals das Ergebnis, mit dem vor dem Spiel nur die wenigsten gerechnet hatten. In einer tabellarisch ähnlich bedrohlichen Lage befindet sich der 1. FC Köln auch heute wieder – weshalb es die Schwächen der Werkself auszunutzen gilt.

Bayer 04 Leverkusen könnte gegen 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion defensiv das Tempo fehlen

Dabei könnte einer der Schachzüge von Markus Gisdol sein, zunächst vor allem über die linke Seite zu attackieren. Dort stehen mit Lars Bender als Außen- und Jonathan Tah als Innenverteidiger wohl zwei Spieler im Aufgebot, die nicht zwingend für ihr Tempo bekannt sind – hier könnte FC-Sprinter Ismail Jakobs Schaden anrichten. Auch, wenn die rechte Seite mit Marius Wolf in den vergangenen Spielen für mehr Gefahr sorgte.

Fußball von Bayer 04 Leverkusen öffnet Räume – die der 1. FC Köln ausnutzen muss

Das Thema „Umschaltspiel“ ist im modernen Fußball ohnehin ein wichtiges – gegen Kellerkind Schalke 04 zeigte Leverkusen jedoch auch, dass es hinter den unglaublich versierten Offensivspielern immer wieder Lücken für Gegenangriffe gibt. Weil Julian Baumgartlinger in der Zentrale alleine absichert, werden sich Räume ergeben, die die Kölner mit Tempo bespielen müssen. Das könnte gerade mit der neu gefundenen Wucht im Kölner Zentrum ein Schlüsselaspekt sein.

1. FC Köln hat gezeigt, dass er gegen Top-Teams durchaus Vorteile hat

Gegen Borussia Dortmund gelang dem 1. FC Köln die Sensation, gegen den FC Bayern hielt man mehr als ordentlich mit. Gegen Top-Teams tut sich das Team von Markus Gisdol oftmals leichter, weil die eigenen Stärken im Konterspiel besser zur Geltung kommen. Dass Bayer 04 erst zehn Gegentore kassiert hat, davon erst zwei durch Standards, sollte den 1. FC Köln nicht davon abhalten, auch mutig nach vorne zu spielen. Die jüngsten Auftritte haben bewiesen, dass dies möglich ist. (mo)

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