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Lothar Matthäus entsetzt über Leistung des 1. FC Köln: „Was dort gerade passiert, ist einfach nur traurig“

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Von: Oliver Schmitz

Porträtbild von Lothar Matthäus als Sky-Experte in einem Fußballstadion.
Lothar Matthäus übt scharfe Kritik an den Profi-Spielern des 1. FC Köln. © Federico Gambarini/dpa

Lothar Matthäus kritisiert die aktuellen Leistungen des 1. FC Köln aufs schärfste. Für den Rekordnationalspieler ist FC-Trainer Markus Gisdol jedoch nicht der Hauptschuldige.

Köln – Er hat es mal wieder getan: In seiner wöchentlichen Sky-Kolumne „So sehe ich das“ spricht Lothar Matthäus regelmäßig über die aktuellen Geschehnisse der Fußball-Bundesliga und nimmt dabei meist kein Blatt vor den Mund. Diesmal Hauptziele seiner Kritik: FC Schalke 04 und der 1. FC Köln. Aufgrund der unwiderlegbaren Parallelen kritisiert er auf Sky Sport.de die beiden Kellerkinder gleichermaßen: „Was dort gerade passiert, ist einfach nur traurig.“

Die beiden Tabellenletzten können laut Lothar Matthäus wirklich von Glück reden, dass aktuell mit Mainz 05, Arminia Bielefeld und SC Freiburg drei andere Bundesliga-Teams tatsächlich ähnlich schlecht spielen. Aufgrund dessen und weil die Saison immer noch recht jung ist will der ehemalige Fußball-Profi auch noch nicht von einem Abstieg der Traditionsvereine sprechen. Jedoch sei im Abstiegskampf – in dem sich der 1. FC Köln definitiv befindet – „nicht nur die Qualität, sondern oftmals die Einstellung und Mentalität ausschlaggebend sind. Und das ist aktuell das größte Manko, sowohl in Köln auch bei S04“, so Matthäus.

Markus Gisdol ist für Lothar Matthäus nicht das Problem – Die FC-Mannschaft soll sich zusammenreißen

Mit seiner Kritik zielt Lothar Matthäus aber im Grunde gar nicht auf die Trainer, sondern eigentlich nur auf die Mannschaften selbst ab. In der aktuellen Lage „hilft auch langsam kein Reden mehr und die Trainer können offensichtlich auch nichts mehr groß ausrichten.“ Im Anschluss wird Matthäus dann noch deutlicher: „Wenn diese Teams einen besseren Charakter hätten, würden sie das von sich aus schaffen, sich zusammenreißen und endlich mal ein Spiel gewinnen.“ Sehr harte Worte vom ehemaligen Fußball-Weltmeister, der die Mannschaften somit klar als Hauptschuldige ausmacht.

Deshalb sieht Lothar Matthäus das größte Problem auch gar nicht bei den Trainern – im Fall des 1. FC Köln also nicht bei Markus Gisdol. So meint er zum Abschluss seiner Kritik: „Eine Trainer-Entlassung ist nicht immer das Allheilmittel und ich denke sowohl Manuel Baum als auch Markus Gisdol können nicht viel mehr machen, als sie aktuell tun. Es ist zu einem Großteil jetzt die Mannschaft und ihre Einstellung zum Beruf gefragt.“

Mit der scharfen Kritik an den Profi-Spielern des 1. FC Köln gibt Lothar Matthäus sogar indirekt FC-Geschäftsführer Horst Heldt recht, der sich noch Anfang der Woche klar für Cheftrainer Markus Gisdol einsetzte. Wohingegen Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln, Gisdol keine Jobgarantie aussprechen möchte. (os)

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