1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

Vor 47 Jahren: Eröffnung des Müngersdorfer Stadions – da kam sogar Lob aus Düsseldorf

Erstellt:

Von: Robin Josten

Innenraum-Ansicht des Müngersdorfer Stadion bei einem Spiel des 1. FC Köln.
Das Müngersdorfer Stadion galt als modernstes Stadion Deutschlands. (Foto von 1975) © Werek/IMAGO

Am 12. November 1975 wurde das neue Müngersdorfer Stadion in Köln offiziell eröffnet. Damals galt die Spielstätte des 1. FC Köln als modernste Stadion Deutschlands.

Köln – Heute vor genau 47 Jahren trafen der 1. FC Köln und Fortuna Köln in einem Freundschaftsspiel aufeinander, um das Müngersdorfer Stadion offiziell zu eröffnen. Es war das erste Stadion in Deutschland, welches - zumindest auf dem Papier - vollständig überdacht war. Das bedeutete allerdings nicht, dass Fans im Unterrang bei starkem Regen im Trockenen saßen. Insgesamt bot das Stadion Platz für 61.000 Zuschauer.

Sportpark Müngersdorf (1920–1923), Müngersdorfer Stadion (1923–2001), RheinEnergie-Stadion (seit 2004)

Ort: Aachener Straße 999, 50933 Köln, Deutschland

Bau: 1921-1923
Neubau: 1975
Umbau: 2001-2004

Kapazität: Müngersdorfer Stadion (61.000), RheinEnergie-Stadion (50.000)

Kosten: 117,5 Millionen Euro

Müngersdorfer Stadion: Modern – Laut – Einmalig

Journalisten stehen im Innenraum des Müngersdorfer Stadion.
Journalisten besichtigen das neue Müngersdorfer Stadion. (Foto: 01.11.1975) © Pfeil/IMAGO

Viele Journalisten waren begeistert vom Müngersdorfer Stadion. Die ZEIT berichtetet vom „modernsten Stadion Deutschlands“, die Düsseldorfer Postille Rheinische Post sprach von „Stimulation der Spieler durch die Akustik“ und die Neue Ruhr Zeitung sprach von „Einmaligkeit“ in Bezug auf die Heimstädte des 1. FC Köln.

Einmalig in Deutschland!

„Neue Ruhr Zeitung“ (1975)

Das Rund an der Aachener Straße in Köln-Müngersdorf war allerdings mit einer Kapazität von 61.000 Zuschauern nicht das größte Stadion in Deutschland. Die Spielstätten in München (Olympiastadion, 69.250), Düsseldorf (Rheinstadion, 76.000), Gelsenkirchen (Parkstadion, 70.600) und Berlin (Olympiastadion, 74.475) hatten damals mehr Plätze.

Auf der einen Seite konnte das Stadion, mit der zu dieser Zeit einmaligen Akustik, ein Hexenkessel werden, auf der anderen Seite wähnten sich die FC-Spieler wie Torhüter Toni Schumacher bei geringer Auslastung wie in einem „Kühlschrank“.

1. FC Köln: Ab 2001 entsteht Tribüne für Tribüne das RheinEnergie-Stadion

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land plante die Stadt Köln ein neues Stadion, da das alte Müngersdorfer Stadion nicht mehr den FIFA-Bestimmungen entsprach. Am 20. Dezember 2001 wurde mit dem Umbau begonnen. Nach 30 Monaten und Baukosten von 117,5 Millionen Euro wurde das neue RheinEnergie-Stadion am 31. Januar 2004 mit dem rheinischen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach offiziell eröffnet. Umziehen musste der 1. FC Köln in der Umbauzeit aber nicht, da das Stadion in Etappen neu errichtet wurde. (rj) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant