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Wichtige Änderung an Karneval: Köln errichtet Sperrzonen für Leih-Räder und E-Scooter

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Von: Johanna Werning

Links: Karnevalisten auf der Zülpicher Straße an Weiberfastnacht. Rechts: Mehrere KVB-Räder stehen in einer Reihe.
Am 11.11. sind die KVB-Räder und die E-Roller in Köln nur eingeschränkt nutzbar (IDZRW-Montage) © Future Image/Imago & Future Image/Imago

Am 11.11. sind KVB-Räder und E-Roller in Köln nur eingeschränkt nutzbar. Der Grund: Die Stadt und die KVB gehen von einer erhöhten Unfallgefahr aus.

Köln – Dass am 11.11. in Köln der Ausnahmezustand gilt, ist wohl den meisten Kölnerinnen und Kölnern bekannt. Vor allem in diesem Jahr soll es wieder einen echten Ansturm auf die Karnevalshochburg geben. Die 15.000 Tickets für die Sessionseröffnung am Heumarkt sind bereits ausverkauft. Und auch rund um die Zülpicher Straße werden Zehntausende Feierwütige erwartet. Die Folge: Straßensperrungen und Störungen bei der KVB – aber auch auf das Mieten von Leihrädern, E-Rollern und Mopeds hat die Sessionseröffnung 2023 Auswirkungen.

11.11. in Köln: KVB-Räder und E-Roller nur eingeschränkt nutzbar

Die Nutzung im Bereich von Hotspots des 11.11. ist stark eingeschränkt. Das gilt sowohl für die Leihräder als auch für E-Roller oder E-Mopeds. Vorgeben sind die Sperrzonen von der Stadt. „Zur Sessionseröffnung des Karnevals muss in verschiedenen Bereichen des Kölner Stadtgebietes mit einem hohen Besucheraufkommen gerechnet werden. Um Unfallgefahren zu reduzieren, hat die Stadt Köln diese ‚Hotspots‘ und deren Umfeld von der Ausleihe und Rückgabe von Leihfahrzeugen, wie z. B. dem KVB-Rad, ausgeschlossen“, erklärt die KVB. Nutzer, die sich nicht an die Sperrzonen halten, müssen mit einer Strafzahlung von 20 Euro rechen.

Diese Regelungen gelten bereits einen Tag vor der Sessionseröffnung im Kölner Karneval. „Das heißt, vom Donnerstag, 10. November, bis Freitag, 11. November, dürfen in den Sperrzonen keine Leihräder, E-Scooter, E-Mopeds etc. ausgeliehen oder zurückgegeben werden.“ Die Durchfahrt der Bereiche ist jedoch erlaubt. Nur das Parken und Abstellen ist in dieser Zeit verboten.

Karneval in Köln: Sperrzonen am 11.11. im Überblick

KVB-Räder, E-Roller und andere Leihfahrzeuge am 11.11. nur eingeschränkt nutzbar

► Severinsviertel

► Die Altstadt

► Der Bereich rund um den Kölner Dom

► Das sogenannte Kwartier Latäng (Bereich rund und die Zülpicher Straße, Uni-Wiese und Barbarossaplatz)

KVB-Räder und E-Roller in Köln nur eingeschränkt nutzbar: Sperrzonen am 11.11. in Köln

In ganz Köln gibt es gleich mehrere Sperrzonen. Betroffen sind mehrere Stadtviertel in der Kölner Innenstadt. Darunter das Severinsviertel, die Altstadt und Domumgebung sowie das Kwartier Latäng samt Zülpicher Straße und Uni-Wiese. Die Stadt sperrt den Bereich rund um die Zülpicher Straße streng ab, da dort wieder ein riesiger Ansturm erwartet wird.

„Für die Nutzung des KVB-Rades wurden die Sperrzonen in die Software des Ortungssystems eingearbeitet. Somit werden Nutzer, die das KVB-Rad in einer der Sperrzonen zurückgeben, automatisch mit einem Sonderentgelt in Höhe von 20 Euro belastet“, sagt die KVB.

KVB-Rad abstellen verboten: Was müssen Benutzer wissen?

Die Sonder-Sperrzonen sind in der Karte eingezeichnet. Außerdem zeigt das KVB-Rad an, ob man sich in der Sperrzone befindet oder ob das Abstellen erlaubt ist. Zur Sicherheit sollten die Nutzer des KVB-Rades vor dessen Rückgabe das Lämpchen über dem Hinterrad beachten. „Leuchtet die Diode grün, ist eine Rückgabe an dieser Stelle möglich. Leuchtet die Diode rot, ist die Rückgabe dort ausgeschlossen.“

KVB-Räder werden am 11.11. eingeschränkt: Nicht das erste Mal in Köln

Erst im Frühjahr wurde das KVB-Rad-System in Köln stark eingeschränkt. Der Grund: Vandalismus im Rahmen einer TikTok-Challenge. Der Verkehrsbetrieb hat den Service für die beliebten Bikes auf der rechtsrheinische Seite von Köln komplett eingestellt. „Der Vandalismus an unseren Rädern hat ein kritisches Level erreicht und wir müssen erkennen, dass die öffentliche Sicherheit für unsere Räder nicht mehr gegeben ist“, teilte der Rad-Betreiber nextbike. Erst nach mehreren Monaten kehrten die KVB-Räder zurück. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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