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3G in Bus und Bahn: KVB erklärt, wie in Köln kontrolliert wird

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Von: Martin Henning

Fahrgäste verlassen einen Bahnsteig neben einer Straßenbahn in Köln.
In Bussen und Bahnen in Köln soll zeitnah 3G gelten. © Oliver Berg/dpa

Am 24. November tritt in Köln die 3G-Regel für den Nah- und Fernverkehr in Kraft. Doch wie sollen die Kölner Verkehrsbetriebe ihre ganzen Fahrgäste kontrollieren?

Köln – Wer in Köln in den Bus oder die Bahn steigt, braucht bald mehr als nur eine Fahrkarte. Bundestag und Bundesrat haben im Rahmen des neuen Infektionsschutzgesetzes eine einheitliche 3G-Regel für den Nah- und Fernverkehr beschlossen. Bedeutet: Fahrgäste müssen zukünftig nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sollen von der Regel ausgenommen werden. Die 3G-Regelung für Bus und Bahn tritt am 24. November in Kraft.

3G in Bus und Bahn: In Köln nur stichprobenartige Kontrollen

Diese stellen die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) nach eigenen Aussagen vor „erhebliche Herausforderungen“ – schließlich muss genug Personal vorhanden sein, um die 3G-Kontrollen auch durchzuführen. „In einem offenen System mit täglich mehreren hunderttausend Fahrgästen, mit kurzen Abständen zwischen den Haltestellen und häufigem Fahrgastwechsel, können wir keine lückenlosen Kontrollen gewährleisten“, sagt KVB-Sprecher Matthias Pesch auf Anfrage von 24RHEIN.

Man könne nur stichprobenartig kontrollieren, so Pesch. Der KVB-Sprecher hofft auf Unterstützung der Stadt und der Polizei. Dazu werden sich die drei Parteien in den kommenden Tagen an einen Tisch setzen. Der Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) in NRW hat sich bereits dafür ausgesprochen, die Idee des „Landesweiten Maskenkontrolltages“ wiederzubeleben und „Landesweite 3G-Kontrolltage“ einzuführen.

Was ist der „Landesweite Maskenkontrolltag“?

Beim landesweiten Maskenkontrolltag unterstützten die Deutsche Bahn, die Bundespolizei und die Ordnungsämter die Verkehrsunternehmen bei den Kontrollen. Letztes Jahr fanden in NRW zwei landesweite Kontrolltage statt – am 24. August und am 24. November 2020.

3G in Kölner Bussen und Bahnen: KVB rechnet mit „Aggressionspotenzial“

Noch ist unklar, was den Fahrgästen droht, die ohne einen 3G-Nachweis in Bus oder Bahn erwischt werden. Die Möglichkeiten der Kontrollierenden seien zumindest begrenzt, betont Pesch. „Die einzige Sanktionsmöglichkeit für Mitarbeitende der KVB ist die, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Fahrgäste, die gegen Bestimmungen verstoßen, aus Bus oder Bahn zu weisen.“ 

Dabei rechnet der KVB-Sprecher auch mit Konflikten. „Die Erfahrungen bei der Kontrolle der Maskenpflicht zeigen, dass es bei einzelnen Kontrollen Aggressionspotenzial gibt. Dies ist gerade auch zu erwarten, wenn unsere Mitarbeitenden 3G-Nachweise überprüfen sollen“, sagt Matthias Pesch. Ob die KVB deswegen mehr Sicherheitspersonal in Bus und Bahn einsetzen wird, beantwortete der Sprecher auf 24RHEIN-Anfrage nicht.

KVB setzt auf bestehendes Hygienekonzept

Am Hygienekonzept ändere sich durch die neuen Regelungen nichts. Die KVB habe seit Beginn der Pandemie „eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um einen möglichst hohen Gesundheitsschutz für die Fahrgäste zu gewährleisten“, sagt Pesch.

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