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Asterix mit neuem Band op Kölsch ‒ „de sin beklopp, de Römer“

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Von: Mick Oberbusch

Das Cover der neuesten, kölschen Asterix-Ausgabe mit dem Titel „Et Baasjezänks“ („Kampf der Häuptlinge“).
Das Cover der neuesten, kölschen Asterix-Ausgabe mit dem Titel „Et Baasjezänks“ („Kampf der Häuptlinge“). © Egmont

Die Comic-Kultreihe um die beiden Gallier Asterix und Obelix ist mit einem neuen Band „op Kölsch“ zurück. Darin stürzen sich die beiden Helden in ein neues „Aventörche“.

Köln ‒ Wenn der Zaubertrank zur „Ääzezupp“ (Erbsensuppe), der „Jallier“ kurzerhand zum „Kölschen“ umgedichtet wird und „de Römmer immer noch beklopp sin“, können sich Kölnerinnen und Kölner sicher sein: Asterix „op Kölsch“ ist zurück! Während sich die Original-Comicreihe um die beiden gallischen Helden seit Jahrzehnten weltweit größter Beliebtheit erfreut, haben sich die Figuren in den vergangenen Jahren auch der kölschen Mundart angenommen, insgesamt sind bereits vier kölsche Ausgaben von Asterix-Comics erschienen. Nun ist mit „Et Baasjezänks“ auch der fünfte in dieser Reihe auf dem Markt ‒ und zwar nicht nur in Köln.

Asterix auf Kölsch mit neuem Band „Et Baasjezänks“

TitelEt Baasjezänks (Kampf der Häuptline), 5. Band der Reihe Asterix op Kölsch
Erscheinungsdatum18. Januar 2022
Text/ZeichnungRené Goscinny, Albert Uderzo
ÜbersetzungVera Kettenbach, Cornelia Scheel, Hella von Sinnen
VerlagEgmont (Comic Collection)
Seiten49
Preis14 Euro
ISBN978-3-7704-0193-2

Die Vorlage von „Et Baasjezänks“ ist der Originalband „Kampf der Häuptlinge“, der ursprüngliche Titel wurde sozusagen einfach ins Kölsche übersetzt. Während die Geschichte also weiterhin von Original-Autor René Goscinny und die Bilder weiterhin wie in jedem Asterix-Band von Albert Uderzo stammen, konnte man für die Übersetzung mit Vera Kettenbach, Cornelia Scheel und Hella von Sinnen drei Expertinnen hinzugewinnen, die sich mit der kölschen Sprache bestens auskennen. Was im neuesten Asterix-Band op Kölsch auf den ersten Seiten bereits mehr als deutlich wird.

v.l.n.r. Cornelia Scheel, Hella von Sinnen und Vera Kettenbach, Übersetzerinnen von „Asterix op Kölsch“
Unter anderem Hella von Sinnen (M.) half bei der Übersetzung des neuen Asterix-Bandes op Kölsch kräftig mit. © Egmont

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Denn neben einem kleinen Kölsch-Deutsch-Glossar, durch das auch Menschen, die der kölschen Mundart nicht mächtig sind, die Geschichte mitverfolgen können, ist dort auch eine kleine Figuren-Charakterisierung abgedruckt ‒ natürlich auch op Kölsch, wie jedes andere Wort im gesamten Buch. Asterix ist „koot jesaht ene echte Held“, sein Kumpel Obelix „dä deckste Fründ vum Asterix“. Und auch Druide Miraculix, „dä honorije Mixer vum Dörp“, darf natürlich nicht fehlen.

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Der Plot der neuesten, kölschen Asterix-Geschichte: Die Römer wollen mal wieder das gallische (oder in diesem Fall kölsche) Dorf übernehmen. Also schmieden sie den Plan, Zaubertrank-Mixer Miraculix zu kidnappen ‒ haben die Rechnung aber ohne Asterix und Obelix gemacht. Um den „Mixer vum Dörp“ zu beschützen, wirft Obelix einen Hinkelstein auf die Römertruppe, trifft jedoch leider den Druiden, der sich daraufhin nicht mehr an das Zaubertrank-(in diesem Fall Ääzezupp-)Rezept erinnern kann. Die Römer wittern ihre große Chance ‒ können Asterix und Obelix ihr kölsches Dorf noch vor der Invasion retten?

Ob sich der kölsche Grundgesetz-Artikel „Et hätt noch immer jot jejange“ am Ende bewahrheitet, davon können sich Kölnerinnen und Kölner selbst überzeugen ‒ und sich so vielleicht auch ein wenig davon ablenken, dass große Feierlichkeiten zur Karnevalssession in diesem Jahr erneut der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. Das haben die Macher jedoch bedacht und gerade deshalb schon Mitte Januar den neuesten der fünf Asterix-Bände op Kölsch veröffentlicht. „Öm och en dä nudjedrunge spassjebremsten Session ne Püngel Freud zo han...“, sagt Hella von Sinnen. Wer versteht, was die Kult-Komikerin damit meint, ist beim kölschen Asterix genau richtig. Und wer es nicht versteht, auch.

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