Impfzentrum Ostersonntag geöffnet?

Noch vor Ostern: Köln bekommt kurzfristig doch Astrazeneca-Impfstoff geliefert

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Köln bekommt im April keinen weiteren Astrazeneca-Impfstoff.
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Impfungen sind ein wichtiges Mittel gegen das Coronavirus. Zunächst hieß es, dass für April kein Astrazeneca zur Verfügung gestellt wird. Doch nun die Wende.

Update vom 29. März, 14:43 Uhr: Gute Nachrichten für die Stadt Köln: Die Domstadt bekommt Astrazeneca-Nachschub. Nachdem es Ende der vergangenen Woche geheißen hatte, dass die Stadt für April keinen weiteren Astrazeneca-Impfstoff erhalten würde, gab es nun gute Nachrichten vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS). Für die Woche vom 29. März bis zum 4. April waren zunächst 2.620 Impfdosen von Astrazeneca vorgesehen. Die Menge entspricht lediglich dem Kontingent eines Tags.

Damit dennoch Menschen geimpft werden könnten, stellt das MAGS weitere Astrazeneca-Impfsdosen für die Stadt Köln bereit. Das erklärt das städtische Presseamt auf Anfrage von 24RHEIN. Köln bekommt kurzfristig 10.000 weitere Dosen von Astrazeneca. Ende der Woche soll der Impfstoff bereitgestellt werden. In der Zwischenzeit bereitet sich die Stadt Köln auf eine kurzfristige Öffnung des Impfzentrums am Ostersonntag vor, um den Impfstoff „kurzfristig verimpfen“ zu können, wie die Stadt mitteilte.

Astrazeneca-Impfungen in Köln: Kein Impfstoff im April

Erstmeldung vom 26. März: Köln – Es gab in den vergangenen Wochen viel Aufsehen um den Fortschritt der Impfungen gegen das Coronavirus. Erst die zurückhaltende Annahme des Impfstoffs durch die Bevölkerung, dann der komplette Stopp der Impfungen mit Astrazeneca.

Der Krisenstab der Stadt Köln beschäftigte sich am Freitag auch mit dem Fortschritt der Impfungen in Köln. Doch die Aussicht auf die kommenden Wochen sieht alles andere als gut aus. „Das Impfen ist und bleibt ein Sorgenkind, im April werden wir keinen Astrazeneca-Impfstoff bekommen, das wird auf Köln Auswirkungen haben“, so Andrea Blome, Stadtdirektorin neue Leiterin des Krisenstabs der Stadt Köln.

Kein Astrazeneca für Köln im April – „wird sich auf Impfzentrum Köln auswirken“

Die Astrazeneca-Lieferungen werden weniger, damit müsse man nun umgehen, sagte Dr. Johannes Nießen, Leiter des Kölner Gesundheitsamts. Doch das wird Folgen haben für Köln – Termine müssen abgesagt werden. „Der Lieferengpass bei Astrazeneca wird sich auf Impfzentrum Köln auswirken“, sagte Dr. Christian Miller, Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr. Die bereits gebuchten Astrazeneca-Termine könnten jedoch noch durchgeführt werden. „Allerdings werden rund 16.000 Termine wahrscheinlich nicht umgesetzt werden können. Wir haben versucht, auf andere Impfstoffe umzuschwenken, das ist uns jedoch nicht gelungen“, so Dr. Miller weiter.

Vom Lieferstopp ist die Gruppe der Priorität 1 betroffen, zu der die priorisierten Berufsgruppen gehören. „Wir haben hier 50.000 bis 60.000 Menschen, die in Köln berechtigt sind“. Lieferengpässen des Herstellers seien dafür verantwortlich, dass im April kein weiterer Impfstoff-Nachschub nach Köln kommen würde.

Astrazeneca-Engpass gefährdet Ziel der Herdenimmunität ab September

„Die Engpasssituation im April wirft uns sehr stark zurück, wir können im Moment die Herdenimmunität im September nicht sicherstellen“, sagte Dr. Miller auf Nachfrage von 24RHEIN. Wichtig sei es nun, dass es im Mai genügend Impfstoff gibt. Dann sei es realistisch, dass eine Herdenimmunität noch vor Jahresende erreicht werden können. Sollte sich der Engpass weiter in den Mai verschieben, dann „steht dieses Ziel auf Kante“, so Dr. Miller.

Dieser Artikel wurde laufend aktualisiert und erweitert.

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