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8.700 Termine in Köln abgesagt: Astrazeneca-Impfungen eingestellt – was das nun bedeutet

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Von: Nina Büchs

Eine Person hält den Impfstoff Astrazeneca in der Hand.
Etwa 700 Menschen werden täglich im Kölner Impfzentrum mit Astrazeneca geimpft. © Ulrich Stamm/ IMAGO

Die Impfungen mit Astrazeneca wurden auch in Köln bis auf Weiteres eingestellt. 8.706 Impftermine mussten nun bis Ende der Woche abgesagt werden.

Update vom 16. März, 15:40 Uhr: Wie geht es in Köln nun mit den Impfungen weiter? Diese Frage stellen sich aktuell sicherlich viele Kölner nach der Aussetzung des Impfstoffes Astrazeneca. Alle Astrazeneca-Impftermine wurden nun zunächst bis Ende dieser Woche abgesagt. Dies betrifft insgesamt 8.706 Impftermine.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte dazu: „Den vom Bund verfügten Stopp der Impfungen mit Astrazeneca halte ich für äußerst bedauerlich, da er unsere Impfbemühungen vorerst ausbremst. Ich erwarte eine schnellstmögliche Klärung, ob und wann es mit dem Impfstoff weitergehen kann. Sobald wieder Klarheit besteht, wird die Stadt Köln versuchen, die Kapazitäten des Impfzentrums hochfahren, damit wir die Impfungen aufholen können. Verzögerungen der Impfkampagne in Köln wollen wir vermeiden.“

Die Biontech-Impfungen finden dagegen weiter planmäßig statt.

Astrazeneca-Impfungen vorerst eingestellt – so geht es in Köln weiter

Update vom 15. März, 17:27 Uhr: Wie die Stadt nun berichtete, wurde die Impfung mit Astrazeneca gemäß des Beschlusses des Bundesgesundheitsminiseriums auch in Köln unverzüglich eingestellt. Kölnerinnen und Kölner, die für heute einen Termin für eine Impfung mit Astrazeneca haben, können sich dagegen mit Biontech impfen lassen, so die Stadt. Damit können alle für heute geplanten Impfungen in Köln dennoch stattfinden. Es müssen jedoch alle mit Astrazaneca geplanten Impfungen von morgen an bis auf Weiteres abgesagt werden. Diese Entscheidungen betreffe auch die Folgeimpfungen.

Astrazeneca-Impfstoff in Köln: Deutschland setzt Impfungen vor erst aus

Update vom 15. März, 16:40 Uhr: Nachdem Länder wie Dänemark, Norwegen und Island die Impfung mit dem Astrazeneca-Impstoff ausgesetzt hatten, hat sich nun auch Deutschland dafür entschieden, den Impfstoff vorerst nicht mehr zu verimpfen.

Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mit. Es handele sich um einen vorsorglichen Schritt, dem eine entsprechende Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorangegangen sei, sagte ein Sprecher. Was diese Entscheidung für Köln bedeutet und wie die Stadt zu diesem Beschluss steht, ist bislang noch nicht geklärt.

Astrazeneca-Impfstoff in Köln: „Kaum noch Absagen“

Erstmeldung vom 10. März 2021

Köln – Impfungen sind ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Um möglichst schnell eine Herdenimmunität sicherzustellen, wird auch in Köln jeden Tag geimpft. Dabei wird auf verschiedenen Impfstoffe zurückgegriffen – auch auf den Impfstoff Astrazeneca. Zu Beginn war das Image von Astrazeneca jedoch sehr geschwächt – immer wieder sagten Kölner ihren Impftermin deshalb ab. Wie sieht die Lage jedoch momentan aus? 24RHEIN hat bei der Stadt Köln nachgefragt.

Köln: Image von Astrazeneca bessert sich deutlich – Stadt meldet „kaum mehr Absagen“

Wie Stadtsprecher Benedikt Mensing auf Anfrage von 24RHEIN nun mitteilte, gibt es derzeit kaum noch Absagen bei Terminen mit Astrazeneca. Dies sei auf die Vorziehung der Berufsgruppen aus der zweiten Gruppe (Polizisten, Erzieher, Lehrkräfte, Ordnungskräfte) und die hohe Akzeptanz des Wirkstoffes in diesen Berufsgruppen zurückzuführen. In der Impfreihenfolge ist geregelt, wer zu welchem Zeitpunkt eine Impfung erhält. Zur ersten Gruppe gehörten unter anderem Menschen über 80 Jahre und Mitarbeitende sowie Bewohner in Pflegeeinrichtungen.

Noch Ende Februar war in Köln dagegen eine deutliche Zurückhaltung bei der Impfung mit Astrazeneca zu spüren. Die Stadt berichtete damals, dass es bei der Impfung mit Astrazeneca eine „gewisse Zurückhaltung“ gebe. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker appellierte daraufhin: „Es ist unumstritten, dass Astrazeneca genauso wie die anderen Impfstoffe vor einem schweren Verlauf schützt. Geimpft zu sein – egal mit welchem der bei uns zugelassenen Impfstoffe – ist also auf jeden Fall besser, als nicht geimpft zu sein.“

Astrazeneca-Impfungen in Köln: Stadt will bis Ende März 1200 Impfdosen täglich verimpfen

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger zuvor berichtete, sollen die Impfungen noch vor April aufgestockt werden. Derzeit werden in Köln Impfdosen auch von Biontech/Pfizer und Moderna verimpft. Auch bei Astrazeneca verfolgt die Stadt konkrete Pläne. Laut Mensing sollen demnach bis Ende März rund 1200 Impfdosen von Astrazeneca täglich verimpft werden. Am Dienstag, dem 9. März, wurden 1196 Impfdosen von Astrazeneca verimpft. (nb)

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