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RheinEnergie erhöht Strompreis deutlich – wie viel Verbraucher bald zahlen

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Von: Oliver Schmitz

Ab 2023 steigen die Strompreise bei RheinEnergie rapide an. Mehr als 70 Prozent mehr müssen viele Kunden in und um Köln dann zahlen. Doch Entlastung folgt.

Köln – Auf Kundinnen und Kunden von RheinEnergie kommt eine weitere saftige Preiserhöhung zu. Nach der Anhebung der Gaspreise wird auch der Strom für Verbraucher in Köln zukünftig deutlich teurer. Ab dem 1. Januar 2023 steigt der Arbeitspreis pro Kilowattstunde Strom um rund 77 Prozent an. Auch der Grundpreis und Zählerpreis gehen nach oben an. 24RHEIN zeigt die Strompreissteigerungen bei RheinEnergie im Überblick.

Köln: Strompreis bei RheinEnergie steigt ab 2023 – wie viel teurer wird es?

Aktueller Preisab 1. Januar 2023Steigerung
Arbeitspreis (brutto)31,04 Cent pro Kilowattstunde Strom54,98 Cent23,94 Cent (77 Prozent)
Grundpreis173,61 Euro pro Jahr201,24 Euro27,63 Euro (16 Prozent)
Zählerpreis13,58 Euro pro Jahr18,58 Euro5,00 Euro (37 Prozent)

Im Grundversorgung-Tarif der RheinEnergie „FairRegio Strom basis“ steigt der brutto Arbeitspreis von 31,04 auf 54,98 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Die Erhöhungen des Grund- und Zählerpreises fallen mit 27,63 und 5 Euro pro Jahr derweil etwas gemäßigter aus. Zuletzt hatte RheinEnergie die Strompreise im August 2022 erhöht.

„Die neuen Preise gelten vom 1. Januar 2023 an sowohl für Privat- als auch für Gewerbekundinnen und -kunden. Verträge mit einer Festpreisgarantie sind von den Änderungen nicht betroffen“, teilt RheinEnergie am Dienstag (8. November) mit. Als Ursache für die Strompreiserhöhung nennt das Unternehmen die „anhaltend hohen Beschaffungskosten“. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise an den Strombörsen demnach um mehr als 300 Prozent gestiegen. Dementsprechend würde die RheinEnergie mit ihren Strompreisen auch nach der Erhöhung „im Vergleich zum Wettbewerb im unteren Bereich“ bleiben.

Strompreis-Erhöhung bei RheinEnergie: So viel zahlen Kölner Haushalte bald

Links ein Stromzähler mit Geldscheinen vornedran und rechts ein Schild mit dem RheinEnergie-Logo. (IDZRW-Montage)
RheinEnergie erhöht die Strompreise laut eigener Aussage weniger als viele Konkurrenten. (IDZRW-Montage) © CHROMORANGE/Imago & JOKER/Imago

Wie viel Mehrkosten durch die höheren Strompreise tatsächlich auch Privathaushalte in Köln zukommen, rechnet RheinEnergie mit einem Beispiel vor. Ein Musterkunde (3.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch) in dem Grundversorger-Tarif muss ab 2023 etwa 62,58 Euro mehr im Monat zahlen. Wegen unterschiedlicher Netzentgelte weichen die Preise in den einzelnen Netzgebieten jedoch leicht voneinander ab. Alle Kundinnen und Kunden, die von der Strompreiserhöhung betroffen sind, „erhalten in den kommenden Tagen ein individuelles Schreiben mit weiteren Informationen zur Preisanpassung“.

RheinEnergie weist im Zuge der Strompreiserhöhung aber darauf hin, dass mögliche Entlastungen durch die staatliche Strompreisbremse in der Rechnung noch nicht berücksichtigt sind. Die Strompreisbremse soll ebenfalls ab Januar 2023 gelten und 80 Prozent den Basisbedarf des Vorjahresverbrauches auf den Preis von 40 Cent pro Kilowattstunde deckeln. Für alles darüber hinaus musst der volle Preis, im Fall von RheinEnergie 54,98 Cent, gezahlt werden.

Nach mehreren Erhöhungen soll der Erdgaspreise der RheinEnergie für Privat- und Gewerbekunden „zum Jahreswechsel unverändert“ bleiben. (os) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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