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Köln-Kreuzfeld: Wald, Grünflächen und Plätze für den neuen Stadtteil

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Von: Martin Henning

Der Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“ von KCAP aus Zürich.
Der Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“ von KCAP aus Zürich. © Stadt Köln

Der neue Stadtteil Köln-Kreuzfeld kommt weiter voran. Eine Jury hat drei Entwürfe in die engere Auswahl genommen. Ende des Jahres soll der Sieger feststehen.

Köln – Noch existiert der neue Stadtteil Köln-Kreuzfeld nur virtuell und auf Papier. In knapp zehn Jahren sollen dort aber bis zu 8000 Menschen wohnen können. Jetzt ist der nächste wichtige Schritt gemacht: Das Begleitgremium Köln-Kreuzfeld hat aus ursprünglich sechs städtebaulichen Entwürfen drei ausgewählt.

Die Architekturbüros, die es in die nächste Runde geschafft haben, arbeiten ihre Ideen bis Ende des Jahres weiter aus. Danach entscheidet sich, welches Planungsteam den Zuschlag für das neue Veedel bekommt. Diese Entwürfe für Kölns neuen Stadtteil Kreuzfeld sind eine Runde weiter.

Neuer Stadtteil Köln-Kreuzfeld: Entwurf „4 Quartiere – ein Veedel“

Der Entwurf „4 Quartiere - ein Veedel“ von rheinflügel severin aus Düsseldorf.
Der Entwurf „4 Quartiere - ein Veedel“ von rheinflügel severin aus Düsseldorf. © Stadt Köln

Dieser Vorschlag kommt von rheinflügel severin aus Düsseldorf. Kreuzfeld soll aus vier durchmischten Quartieren bestehen (Bahnquartier, Waldquartier, Bruchquartier, Produktivquartier), die auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden sind.

„4 Quartiere – ein Veedel“ verbindet Kreuzfeld und Blumenberg durch einen Park

Erster Planungsentwurf zum neuen Stadtteil Kreuzfeld in Köln.
Ein Entwurf zum Stadtteil Kreuzfeld in Köln: Vier Quartiere, ein Veedel. © Stadt Köln

Diese Verbindungen sollen zum Beispiel städtische Grünräume mit Sport-, Spiel- und Erholungszonen schaffen. Die Waldflächen sollen weitgehend erhalten bleiben, zwischen dem neuen Stadtteil und dem angrenzenden Blumenberg soll ein zusammenhängender Landschaftspark entstehen.

Neuer Stadtteil Köln-Kreuzfeld: Entwurf „The Woodhood - Gartenstadt 2.0“

Entwurf „The Woodhood - Gartenstadt 2.0“ von ADEPT ApS aus Kopenhagen.
„The Woodhood - Gartenstadt 2.0“ von ADEPT ApS aus Kopenhagen. © Stadt Köln

Dieser Entwurf entstammt der Feder des Architekturbüros ADEPT ApS aus Kopenhagen. Kreuzfeld soll mehrere lebendige und dicht bebaute Subzentren bekommen.

„The Woodhood - Gartenstadt 2.0“: Subzentren bekommen jeweils einen zentralen Platz

Planungsentwurf zum Stadtteil Kreuzfeld Nummer 6.
Der Kölner Stadtteil Kreuzfeld als Gartenstadt 2.0. © Stadt Köln

Die Subzentren „organisieren sich jeweils um einen innenliegenden, zentralen Platz, der das städtische Leben bündelt und Menschen zusammenbringt. Als eine umlaufende „Woodloop“ verbinden Straßen, Fuß- und Radwege die einzelnen Nachbarschaften miteinander und mit den Bestandsquartieren in Blumenberg“, heißt es in der Entwurfsidee.

Neuer Stadtteil Köln-Kreuzfeld: Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“

Der Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“ von KCAP aus Zürich.
Der Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“ von KCAP aus Zürich. © Stadt Köln

Als drittes hat es auch der Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“ von KCAP aus Zürich in die engere Auswahl geschafft. Das Ökosystem soll möglichst effizient in den neuen Stadtteil integriert werden. Die Architekten schreiben dazu: „Der Worringer Bruch wird über nachhaltige Wasserwirtschaft mit dem neu entstehenden Kreuzfelder Bruch zu einem natürlichen Gesamtsystem entwickelt. Grünkorridore verbinden über Grün und Wasser Innen und Außen des Stadtteils.“

„Kreuzfelder StadtNatur“ ähnelt anderen beiden Entwürfen

Dritter Planungsentwurf zum neuen Viertel Kreuzfeld in Köln.
Entwurf „Kreuzfelder StadtNatur“ vom Planungsteam KCAP GmbH. © Stadt Köln

Dieser Entwurf ist in gewisser Weise eine Kombination der beiden anderen Entwürfe. Wie beim Entwurf „4 Quartiere – ein Veedel“ soll Kreuzfeld in vier Quartiere aufgeteilt werden. Diese bestehen aus jeweils zwei Nachbarschaften. Jede Nachbarschaft hat einen zentralen, öffentlichen Platz – ähnlich dem Entwurf „The Woodhood“ mit mehreren Subzentren.

Köln-Kreuzfeld: Henriette Reker spricht von „spannenden Visionen“

OB Henriette Reker und Baudezernent Markus Greitemann vor den Plänen zum Projekt Köln-Kreuzfeld.
OB Henriette Reker und Baudezernent Markus Greitemann vor den Plänen. © Stadt Köln

Kölns OB Henriette Reker zeigt sich froh über die Fortschritte beim Projekt: „Wir haben einen weiteren wichtigen Meilenstein bei Kreuzfeld erreicht. Zu Recht stellen wir sehr hohe Ansprüche an das neue Stadtquartier im Norden unserer Stadt. Die drei ausgewählten Büros aus Düsseldorf, Kopenhagen und Zürich haben es geschafft, mit ihren Teams bereits jetzt schon spannende Visionen aufzuzeigen.“ Mit dem neuen Stadtteil Kreuzfeld schaffe man ein „lebenswertes, gemischtes und grünes Quartier, das große überregionale Beachtung finden wird“, sagt die Oberbürgermeisterin.

Kölner können sich Kreuzfeld-Entwürfe in Deutz anschauen

Das Stadthaus in Köln-Deutz.
Das Stadthaus in Köln-Deutz. © imageBROKER/Joko/Imago

Die Bürgerinnen und Bürger hatten an der Entscheidung der Stadt auch ihren Anteil. Ende August konnten sie bei einer öffentlichen Diskussion in Chorweiler Feedback geben und Ideen einbringen. Wer bei der Veranstaltung nicht dabei war, sich die Entwürfe aber noch anschauen will, kann das bis zum 30. September in der Magistrale des Stadthauses Köln-Deutz machen. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

 

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