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Köln: 50.000 Fans trotz Corona – FC-Geschäftsführer Wehrle weist Kritik zurück

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. Fans des 1. FC Köln halten Fanschals in die Luft.
Trotz Kritik spricht sich FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle auch weiterhin für Zuschauer im Stadion aus (Symbolbild) © Marius Becker/dpa

50.000 Fans sahen am Samstag das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Trotz hoher Corona-Zahlen, plädiert FC-Geschäftsführer Wehrle weiter für volle Stadien.

Köln – Die Kritik um das umstrittene rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach reißt nicht ab. Am Samstag, 27. November, haben 50.000 Fußballfans das Spiel im RheinEnergie-Stadion in Köln verfolgt. Das sorgte deutschlandweit für ähnliches Aufsehen, wie schon die Bilder vom 11.11. in der Domstadt. Der Vorwurf: Ein ausverkauftes Spiel mit so vielen Menschen sei bei hohen Inzidenzen während der vierten Corona-Welle zu gefährlich.

Köln: 50.000 Fußballfans trotz Corona – FC-Geschäftsführer bezieht Stellung

„Vier Kilometer entfernt vom RheinEnergie-Stadion kämpfen Patienten auf den Intensivstationen der Uniklinik Köln ums Überleben“ und „Für das Derby gegen Borussia Mönchengladbach darf der 1. FC Köln in einem voll besetzten RheinEnergie-Stadion ein Superspreader-Event für Fußballfans ausrichten“, lauteten die Kommentare unter anderem auf Twitter.

Doch FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle weist die massive Kritik auch am Montag weiterhin zurück. Stattdessen plädiert er erneut für die Vermeidung von sogenannten Geisterspielen – auch während der Corona-Pandemie. „Auch der Fußball muss einen Schritt zurückgehen. Aber wir sollten die Fakten mit einbeziehen. Wir sind nicht die Hotspots mit unseren Großveranstaltungen.“

„Ich plädiere schon dafür, bevor man über Geisterspiele in den Bundesländern spricht, in denen die Hospitalisierungsrate sehr gering ist, wie in Nordrhein-Westfalen, dass man dann über Maskenpflicht am Platz und eventuell auch über 2G plus spricht“, befand Wehrle weiter.

Köln: 50.000 Fußballfans trotz Corona – 2G und Maskenpflicht

Der Geschäftsführer des 1. FC Köln verwies auf die geltenden Corona-Regeln, nach der 50.000 Zuschauer erlaubt waren. „Wir hatten ein tragfähiges Hygienekonzept. Das wurde uns vom Gesundheitsamt bestätigt“, sagte Wehrle. „Es ist legitim als Verein, diese Verordnung auch umzusetzen.“

Am Samstag hatten Bilder vom Derbysieg gegen Gladbach (4:1) für Irritationen gesorgt. Trotz der aktuell sprunghaft steigenden Infektionszahlen in Deutschland waren 50.000 Menschen im Stadion zugelassen. Im komplett ausverkauften Stadion hatten sich etliche Menschen aber nicht an die kurzfristig verfügte Maskenpflicht am Platz gehalten. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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