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Köln: Illegaler Verkauf von Corona-Schnelltests – Behörde warnt eindringlich vor Verwendung

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Von: Mick Oberbusch

Ein Hand hält einen Corona-Schnelltest
Die Bezirksregierung Köln warnt vor zwei illegalen Corona-Schnelltests, die aktuell im Umlauf sind. (Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/picture alliance

Die Bezirksregierung Köln warnt eindringlich vor zwei auf dem Markt befindlichen Corona-Schnelltests, die vor allem an Tankstellen und vor Supermärkten verkauft werden. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Köln – Durch die sich täglich wandelnden Zahlen der Corona-Pandemie auch in Köln wächst bei immer mehr Menschen das Bedürfnis, sich selbst zu testen – gerade jetzt, vor dem Weihnachtsfest. Dabei sollte vor allem bedacht werden, dass sich aktuell auch illegale Schnelltests auf dem Markt befinden, vor denen die Bezirksregierung eindringlich warnt. Nun wurde sogar eine erste Fährte zu dem Geschäftsführer einer Frechener Firma aufgenommen, welche die Tests illegal vertreiben soll.

Illegale Corona-Schnelltests: Bezirksregierung Köln warnt eindringlich vor Gebrauch

„Als dringende Sicherheitsmaßnahme ruft die Bezirksregierung Köln zwei SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltests zurück, die illegal u.a. an Tankstellen, Supermärkten, Tierarztpraxen, Brauereien u.v.m. durch ein Unternehmen in Frechen in den Verkehr gebracht wurden und somit für Privatkunden auch ohne Fachkenntnisse frei käuflich sind“, erklärte die Behörde in einer Mitteilung. Dabei warnt sie vor „vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests bei unsachgemäßem Gebrauch durch Laien – gerade vor den anstehenden Feiertagen.“

Auch, dass sich Laien bei der Durchführung eines Tests verletzen könnten, sei nicht ausgeschlossen. Teilweise würden die Schnelltests offen und aus der Originalverpackung herausgenommen und so zum Verkauf angeboten. Dabei geht es vor allem um zwei Produkte: Den „Covid-19 Ag Test“ des Herstellers nal von minden GmbH und den „blnk Novel Coronavirus (SARS-CoV-2) Antigen Rapid Test Cassette (Swab)“ des Herstellers Hangzhou Realy Tech Co., Ltd.

Coronavirus in Köln: Fast 6000 Kunden kauften illegale Schnelltests bei Frechener Firma

Daraufhin hatten die Bezirksregierung Köln, die Kriminalpolizei aus Hürth sowie zuständige Ordnungsamt eine Durchsuchung an der Wohnanschrift des Geschäftsführers und der Firmenanschrift des betroffenen Unternehmens durchgeführt. „Dort wurde eine aktuelle Kundenliste sichergestellt, um den Rückruf im Rahmen der Ersatzvornahme durchzuführen. Die Kundenliste enthält ca. 5700 Kunden von Corona-Schnelltests im gesamten Bundesgebiet von denen zwischen 4000 und 4500 Kunden den Test nicht hätten erhalten dürfen.“ (mo)

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