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Corona Köln: Impfbus tourt jetzt durch Party-Spots

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Von: Benjamin Stroka

Eine Frau bekommt eine Impfung gegen das Coronavirus.
Die Stadt Köln möchte mit mobilen Impfungen die Impfkampagne gegen Corona wieder ankurbeln (Symbolbild). © Ying Tang / NurPhoto / Imago

Um die Impfkampagne in Köln wieder anzukurbeln, fährt ein Impfbus durch Partyhochburgen und zentrale Plätze in der Stadt. Das Angebot gilt für alle ab 18 Jahren.

Köln – „Kommen die Menschen nicht zum Impfen zu uns, dann müssen wir den Impfstoff zu ihnen bringen.“ Mit diesem Satz fasst Oberbürgermeisterin Henriette Reker die aktuelle Impfstrategie in Köln zusammen. Die Stadt will die Impfquote weiter erhöhen und stellt in den nächsten Wochen sogar einen Impfbus an mehreren Partyhochburgen und zentralen Plätzen in der Stadt auf.

Corona in Köln: Reker appelliert an Bürger, Impfangebot anzunehmen

Mit mehreren Sonderimpfaktionen soll die Impfkampagne gegen das Coronavirus somit wieder angekurbelt werden. „In den kommenden Wochen wird es daher überall in der Stadt niederschwellige Impfangebote geben. Insbesondere mit Blick auf die sich ausbreitende Delta-Variante rufe ich die Kölnerinnen und Kölner auf, sie anzunehmen“, so Reker. Nur ein vollständiger Impfschutz schütze wirksam vor einer schweren Covid-19-Erkrankung oder sogar einem tödlichen Verlauf, betont die Oberbürgermeisterin. Mit Stand 9. Juli 2021 gab es bislang insgesamt 93 Fälle der Delta-Variante in Köln. 45 davon fallen allein auf Reiserückkehrer zurück.

Köln: Wann und wo gegen Corona geimpft wird

Los geht es mit den Sonderimpfaktionen an zentralen Plätzen und an Partyhochburgen am 16. Juli am Kölner Dom. Dort wird am ganzen Wochenende zwischen dem 16. und 18. Juli geimpft. Es folgt am 23. Juli eine Impfaktion am Zülpicher Platz und am 24. Juli eine am Aachener Weiher. Abschließend können sich Impfwillige auch noch am 31. Juli am Rudolfplatz gegen das Coronavirus impfen lassen.

Wie Stadtsprecherin Simone Winkelhog auf 24RHEIN-Anfrage bestätigt, kann sich wirklich jeder ab 18 Jahren bei den Aktionen gegen Corona impfen lassen – auch Nicht-Kölnerinnen und -Kölner. Zudem ist keine Terminvereinbarung nötig und auch nicht möglich.

Diese Corona-Impfstoffe werden bei den Sonderimpfaktionen in Köln verimpft

Bei allen Sonderimpfaktionen werden die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson verimpft. „Diejenigen, die mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden, erhalten ihre Zweitimpfung im Impfzentrum der Stadt Köln, wahlweise mit einer zweiten Dosis von AstraZeneca oder einem mRNA-Impfstoff“, erklärt die Stadt. Bei den mRNA-Impfstoffen handelt es sich entweder um Biontech oder Moderna. Diese sogenannte Kreuzimpfung wurde kürzlich von der Ständigen Impfkommission (STIKO) als besonders wirksam eingestuft. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson entfällt die Zweitimpfung, weil auch eine Impfung bereits wirksam ist.

Die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson wurden für die Sonderaktionen übrigens nicht extra vom Land NRW beantragt. „Es handelt sich um Restbestände aus dem Impfzentrum und von anderen Impfaktionen“, so Winkelhog gegenüber 24RHEIN. Und wie viel Impfstoff steht zur Verfügung? „Es gibt keine Begrenzung“, sagt die Sprecherin der Stadt deutlich.

Corona in Köln: Weitere Impfaktionen in einzelnen Stadtteilen geplant

Gleichzeitig zieht die Stadt auch das Tempo bei den Impfaktionen in den einzelnen Stadtteilen an. In den nächsten Wochen folgen elf weitere Sonderimpfaktionen in einzelnen Veedeln.

„Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern verhält sich auch solidarisch und leistet einen Beitrag für das Allgemeinwohl. Erst wenn wir eine Herdenimmunität erreicht haben, können wir endlich in die Normalität zurückfinden“, appelliert Andrea Blome, Leiterin des Kölner Krisenstabs. Insgesamt wurden in Köln bislang rund 1,1 Millionen Impfungen durchgeführt. (bs)

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