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Köln Inzidenz: Hahnwald meldet 0, aber ein anderes Veedel über 566

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Von: Johanna Werning

Auf einer Werbeanzeige der Stadt Köln wird für das Tragen von Schutzmasken im öffentlichen Raum geworben.
Die Kölner Inzidenz zeigt in den einzelnen Stadtteilen große Unterschiede (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Die Corona-Inzidenz in den einzelnen Stadtteilen in Köln ist häufig sehr unterschiedlich. Während die niedrigste bei 0 liegt, ist der Wert in Volkhoven/Weiler bei 533,6.

Köln – Das Corona-Blatt in Köln hat sich offenbar schon wieder gewendet. Während noch vor einer Woche Gremberghoven der Inzidenz-Spitzenreiter war, ist es in dieser Woche der Kölner Norden, der die städtische Inzidenz in die Höhe treibt. Der Stadtteil Volkhoven/Weiler hat mit einer Inzidenz von 533,6 den höchsten Wert in Köln (Stand: 1. September). Gremberghoven steht nun bei 163. Am niedrigsten ist der Wert in Hahnwald. Hier liegt die Inzidenz bei 0. Die Corona-Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen fallen immens aus. Das wird nicht nur am Beispiel von Volkhoven/Weiler und Hahnwald deutlich.

Corona in Köln: Hier ist die Inzidenz besonders hoch

Ein Blick auf die Inzidenzkarte der Stadt Köln zeigt: Mehrere Stadtteile sind gefährlich dunkel eingefärbt. Gleich acht Stadtteile haben eine Inzidenz über 300 – einige davon überschreiten den Wert sogar noch deutlich. Neben Volkhoven/Weiler ist die Inzidenz auch im nahe gelegenen Stadtteil Fühlingen sehr hoch.

StadtteilInzidenz
Volkhoven/Weiler533,6
Fühlingen430
Meschenich373,9
Godorf366,4
Seeberg332,5
Grengel323,2
Buchforst321,9
Blumenberg302,1

Doch die hohe Inzidenz heißt nicht immer, dass dort auch besonders viele Coronafälle sind. Da der Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage berechnet wird, haben Stadtteile mit wenig Bewohnerinnen und Bewohner schneller höhere Inzidenzwerte. Bestes Beispiel dafür ist Godorf. Die Inzidenz liegt hier bei 366,4. Doch lediglich 15 Personen sind hier aktuell positiv auf das Coronavirus getestet worden. Da jedoch nur 2729 Personen im Stadtteil leben, kommt dennoch eine hohe Inzidenz zustande.

Corona in Köln: Hier ist die Inzidenz besonders niedrig

Doch nicht nur nach oben gibt es bei der Kölner Inzidenz einige Ausreißer. Immer wieder gibt es auf der Inzidenzkarte einen gelben Klecks. Dahinter stecken sieben Stadtteile, die eine Inzidenz unter 35 haben. Damit liegen sie ziemlich weit unter dem Kölner Durchschnitt, der am 3. September bei 137,1 (Quelle: Robert-Koch-Institut) liegt.

StadtteilInzidenz
Hahnwald0
Brück9,7
Marienburg13,8
Lind27,7
Langel28,7
Lövenich32,7
Weiß33,9

Spitzenreiter bei der niedrigen Inzidenz ist der Stadtteil Hahnwald, der als „Promi-Hotspot von Köln“ bekannt ist. Nicht nur Oliver Pocher und seine Familie leben hier, auch Stefan Raab soll im teuren Villenviertel wohnen. Aktuell liegt der Inzidenzwert dort bei 0. Im nahe gelegenem Marienburg liegt die Inzidenz bei 13,8 (Stand: 1. September).

Corona in Köln: So auffällig ist der Unterschied zwischen linker und rechter Rheinseite

Auffällig an den neuesten Inzidenz-Entwicklungen ist, dass der Rhein nicht nur die Stadt Köln teilt: Offenbar ist auch das Corona-Geschehen vom Rhein geteilt. Während die linke Rheinseite mit wenigen Ausfällen weitestgehend eine durchschnittliche Inzidenz von 50 bis 150 hat, sind auf der rechten Rheinseite deutlich mehr Extreme zu finden. Rund um Kalk und Porz färbt sich die Karte sichtlich dunkler als auf der linken Rheinseite. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln, Deutschland und der Welt passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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